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Apostolische Reise nach Sri Lanka und auf die Philippinen 2015
Papst Franziskus mit den Journalisten auf dem Rückflug von Manila nach Rom
Die Armen evangelisieren uns
 
Auf dem Flug von Manila nach Rom hielt Papst Franziskus am 19. Januar eine Pressekonferenz und beantwortete die Fragen der mitreisenden Journalisten. Pater Lombardi, der Pressesprecher des Heiligen Stuhls, sagte zur Einführung:

Heiliger Vater, danke dass Sie hier sind. Wie wir sehen, sind Sie nach diesen Tagen der Reise in glänzender Form. Wir danken Ihnen, dass Sie uns auch heute Arbeit geben, denn mit Ihrem Gespräch werden wir dann während der ganzen Reise beschäftigt sein.

Papst Franziskus: Zu allererst begrüße ich Sie: Guten Tag, danke für Ihre Arbeit. Die Reise war beanspruchend und – wie wir auf Spanisch sagen – pasado por agua: verregnet. Es ist schön, und vielen Dank für alles, was Sie getan haben.

Kara David für die philippinische Gruppe: Guten Tag, Heiliger Vater. Entschuldigung, ich werde Englisch sprechen. Vielen Dank, dass Sie unser Land besucht und den Philippinern so viel Hoffnung gegeben haben. Wir würden uns freuen, wenn Sie noch einmal in unser Land kommen würden. Meine Frage lautet: Die Philippiner haben viel gelernt aus Ihren Botschaften. Gibt es etwas, das der Heilige Vater von den Philippinern, von der Begegnung mit uns gelernt hat?

Papst Franziskus: Die Gesten! Die Gesten haben mich gerührt. Es sind keine protokollarischen Gesten … Es sind gute, tief empfundene Gesten, die aus dem Herzen kommen. Einige können einen bis zu Tränen rühren. Da ist alles drin: der Glaube, die Liebe, die Familie, die Hoffnung, die Zukunft … Jene Geste der Väter, wenn sie ihre Kinder in die Höhe hoben, damit der Papst sie segne. Die Geste eines Vaters … Viele waren es: Sie hoben die Kinder hoch, als ich auf der Straße vorbeikam. Eine Geste, die man woanders nicht sieht. Als ob sie sagten: Das ist mein Schatz, das ist meine Zukunft, das ist meine Liebe, dafür lohnt es sich zu arbeiten, dafür lohnt es sich zu leiden. Es ist eine ganz eigene Geste, aber sie entspringt dem Herzen.

Die zweite Geste, die mich sehr beeindruckt hat, ist eine ganz echte Begeisterung – die Freude, die Fröhlichkeit, die fähig ist, auch bei strömendem Regen zu feiern. Einer der Zeremoniare sagte mir, es sei für ihn ein Vorbild gewesen zu sehen, dass die Ministranten in Tacloban bei diesem Regen nie ihr Lächeln verloren haben. Es ist die Freude, die nicht gekünstelte Freude. Es war kein aufgesetztes Lächeln, nein, sondern ein spontanes. Und hinter diesem Lächeln steht das normale Leben, stehen die Leiden, die Probleme …

Eine weitere Geste: die Mütter, die ihre kranken Kinder trugen; auch die Mütter brachten sie dorthin. Die Mütter hoben die Kinder nicht ganz so hoch, nur bis hier [er zeigt, wie sie die Kinder im Arm trugen]. Ja, es waren so viele behinderte Kinder zu sehen, mit Behinderungen, die auch ziemlich Eindruck machen. Sie versteckten ihr Kind nicht; sie brachten es zum Papst, damit er es segne: Das ist mein Kind, es ist so, aber es ist meines. Alle Mütter wissen das und verhalten sich so, doch die Art und Weise, wie sie es taten, hat mich beeindruckt.

Die Geste der Vaterschaft, der Mutterschaft, der Begeisterung, der Freude. Und es gibt ein Wort, das uns schwer verständlich ist, weil es sich im Sprachgebrauch zu sehr abgeschliffen hat, zu oft im negativen Sinn gebraucht oder verstanden worden ist, aber es ist ein Wort, das Gehalt hat: die Resignation. Ein Volk, das zu leiden versteht und das fähig ist, aufzustehen und weiterzugehen. Gestern in meinem Gespräch mit dem Vater von Krystel – der freiwilligen Helferin, die in Tacloban gestorben ist – war ich tief beeindruckt [von dem, was er mir sagte]: »Bei der Ausübung eines Dienstes ist sie gestorben.« Und er suchte nach Worten, um sich zu trösten, um das zu akzeptieren … Ein Volk, das zu leiden versteht. Das ist es, was ich gesehen habe, wie ich die Gesten interpretiert habe.

Jean-Louis de la Vaissière von France Presse für die französische Gruppe: Eure Heiligkeit ist schon zweimal nach Asien gegangen. Die Katholiken in Afrika haben noch keinen Besuch von Ihnen erhalten. Sie wissen, dass von der Zentralafrikanischen Republik über Nigeria bis nach Uganda viele Gläubige, die unter Armut, Krieg und dem islamischen Fundamentalismus leiden, in diesem Jahr Ihren Besuch erhoffen. So möchte ich fragen: Wann und wohin gedenken Sie zu gehen?

Papst Franziskus: Ich antworte hypothetisch. Der Plan ist, in die Zentralafrikanische Republik und nach Uganda zu gehen. Diese beiden. In diesem Jahr. Ich denke, wegen des Wetters wird es gegen Jahresende sein. Sie müssen das Wetter einkalkulieren, dass es nicht in der Regenzeit bei schlechtem Wetter ist. Diese Reise kommt ein bisschen spät, denn es bestand das Ebola-Problem. Da ist es wegen der Ansteckungsgefahr eine große Verantwortung, Massenveranstaltungen durchzuführen. Doch in diesen Ländern ist es unproblematisch. Diese beiden werden für dieses Jahr erwogen. [...]

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