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Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Ein Katalog der römischen Konsuln des Humanisten Johann Cuspinian (Mai.XI.C.IX.25, R.I.II.950)


Die Themen
des Osservatore Romano


Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.



Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.



Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.



Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.


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Unsere aktuelle Ausgabe 24/2026 vom 12. Juni 2026 mit folgenden Themen:

Aus dem Vatikan
Generalaudienz auf dem Petersplatz am 3. Juni

Zeichen und Symbole der Liturgie

Aus dem VatikanLiebe Brüder und Schwestern!

Wir setzen die Katechesen über die Konzilskonstitution Sacrosanctum Concilium (SC) fort und wollen heute über einige grundlegende Elemente der heiligen Liturgie sprechen: über den Ritus, das Zeichen und das Symbol. 

Das Zweite Vatikanische Konzil hat sich die wertvolle Arbeit der Liturgischen Bewegung zunutze gemacht und uns geholfen, eine Wahrheit neu zu entdecken, die im Bewusstsein der alten Kirche und in der Lehre der Kirchenväter sehr lebendig war. Die Riten der christlichen Liturgie sind keine äußere Hülle des sakramentalen Geheimnisses, keine Ansammlung willkürlicher Zeremonien, sondern sie sind die kirchliche Vermittlung, durch die das göttliche Geschenk uns erreicht. Eben darum lädt das Konzil uns ein, das »mysterium fidei« zu verstehen, das in der Liturgie durch die Riten und die Gebete vergegenwärtigt wird (vgl. SC, 48).

Der Ritus gibt der liturgischen Handlung und durch sie unserem Leben Form und erzeugt in uns eine geistliche Sensibilität, die uns befähigt, die Gegenwart Gottes durch Jesus Christus zu kosten. Natürlich geschieht das nur dann, wenn wir der Liturgie nicht wie Außenstehende oder stumme Zuschauer beiwohnen (vgl. ebd.), sondern mit unserem ganzen Selbst – Leib, Geist und Herz – daran teilnehmen, im Gehorsam gegenüber dem Gebot des Herrn. Durch den heiligen Ritus werden wir so zum Hören des Wortes Gottes, zur Danksagung und zur Anbetung, zum geschwisterlichen Teilen und zur kirchlichen Gemeinschaft herangebildet. Wir entdecken, dass wir eine Gemeinde mit vielen Gesichtern sind, vom selben Glauben vereint.

 
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Kirche in der Welt
Apostolische Reise des Papstes – Spanien bereitet Leo XIV. einen begeisterten Empfang
Freude aus der Kraft des Glaubens
Kirche in der WeltMadrid. Eine siebentägige Reise führte Papst Leo XIV. von Madrid über Barcelona auf die Kanarischen Inseln. Bei allen Begegnungen wurde der Heilige Vater mit Begeisterung empfangen. Eine Gebetsvigil auf der Plaza de Lima in Madrid bildete den Höhepunkt des ersten Besuchstags. Rund 500.000 vornehmlich junge Menschen hatten sich am Samstag, 6. Juni, versammelt. Auf der Bühne fand ein Programm mit musikalischen Beiträgen und Glaubenszeugnissen statt. Der Heilige Vater antwortete auf einige Fragen der Jugendlichen. Bei der abschließenden eucharistischen Anbetung mit dem Papst herrschte auf dem weitläufigen Veranstaltungsgelände über längere Zeit nahezu vollständige Stille.

Der Sonntag war vom feierlichen Gottesdienst zum Fronleichnamsfest auf der Madrider Plaza de Cibeles geprägt. Dabei betonte der Heilige Vater: »Fronleichnam ist nicht nur ein weiterer Feiertag im liturgischen Kalender, sondern eine Rückkehr zu den Wurzeln des Glaubens, um die Liebe und Treue zu Gott zu erneuern.« An dem Gottesdienst nahmen rund 1,2 Millionen Menschen teil. Der Papst unterstrich weiter, das kirchliche Hochfest sei weit mehr als eine folkloristische Tradition und die Fronleichnamsprozessionen zeigten, dass Gott nicht in der Kirche eingeschlossen bleibe, sondern den Menschen nahe sei.

Papst Leo XIV. trug anschließend selbst die Monstranz zu Fuß durch das Zentrum Madrids. Der rund 700 Meter lange Weg war von einem Strom von Gläubigen gesäumt. Während der Prozession wurden Blütenblätter gestreut, zugleich läuteten die Glocken der umliegenden Kirchen.

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Dokumentation
Heilige Messe am Hochfest des Leibes und Blutes Christi auf der Plaza de Cibeles in Madrid
Geschenk der lebendigen Gegenwart Christi
DokumentationEminenzen und Exzellenzen, liebe Priester und Ordensleute, Majest äten, Brüder und Schwestern!

Voller Freude im Herzen feiere ich zu Beginn meiner Spanien-Reise mit euch diesen Gottesdienst zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi. 

Wir sind versammelt um die Eucharistie, das Geschenk der lebendigen Gegenwart Christi in unserer Mitte. Er, der uns sein Leben schenken wollte, um uns in die Gemeinschaft mit dem Vater eintreten zu lassen und uns zu seinen Kindern zu machen, ist hier, als lebendiges Brot, das vom Himmel herabgekommen ist und das uns mit dem Leben Gottes nährt, mit einer Liebe, die stärker ist als der Tod.

Dieses Gedächtnis des Herrn, der im eucharistischen Brot gegenwärtig ist, steht im Mittelpunkt eures Glaubens und der Geschichte eures Volkes. Hier in Madrid, aber auch an so vielen anderen Orten Spaniens, ist Fronleichnam nicht nur ein weiterer Feiertag im liturgischen Kalender, sondern eine Rückkehr zu den Wurzeln des Glaubens, um die Liebe und Treue zu Gott zu erneuern. Die feierlichen Prozessionen dieses Tages prägen seit Jahrhunderten die Frömmigkeit, die Kunst, die Musik, die Architektur und das Leben des spanischen Volkes und bringen auch heute noch die religiöse Gesinnung dieses Landes zum Ausdruck, unter anderem durch die Schönheit und Eleganz der Blumen- Teppiche, der Straßenaltäre, der kunstvoll gearbeiteten Monstranzen und Sakramentshäuschen, der Gesänge und der Ornamente. Es handelt sich nicht um eine äußerliche Zurschaustellung, um ein folkloristisches Überbleibsel oder um bloße ästhetische Zierde: Hier geht es um den Glauben an die Gegenwart des auferstandenen Herrn, der lebt und weiter unter uns weilt, der zum Brot für unseren Hunger nach Leben wird und auch die dunkelsten Winkel unseres Herzens und unserer Geschichte besucht. 

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Kultur
Apostolische Reise nach Spanien
Intellektuelle, Heilige, Dichter und Missionare
KulturVon Sergio Rodríguez López-Ros, Mitglied der »Real Academia de la Historia«

Man kann die Geschichte Spaniens nicht verstehen, wenn man den Einfluss übersieht, den die Orden auf Kultur, Bildung und Spiritualität hatten. Zu ihnen gehören auch die Augustiner. Vom Mittelalter bis in das 21. Jahrhundert waren und sind sie Protagonisten in der Evangelisierung, in Unterricht und Lehre, im Denken und sozialen Handeln mit einem dichten Netz an Klöstern. Wenige Jahre nach der offiziellen Anerkennung durch Papst Innozenz IV. im Jahr 1244 kamen die Augustiner in das Gebiet der »reinos españoles« durch Klostergründungen in den Königreichen Kastilien (Burgos, 1260) und Aragon (Barcelona, 1309). Die Ankunft der Augustiner in Salamanca (1270) war von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der viertältesten Universität Europas (nach Bologna, Oxford und Paris). Die Präsenz am kastilischen Königshof (Valladolid, 1297) verlieh dem Orden beträchtlichen politischen Einfluss. Im Rahmen der nach Süden vordringenden »Reconquista« unterstützte König Ferdinand IV. ihre Niederlassung in Andalusien (Sevilla, 1312). In kurzer Zeit integrierten sie sich in das intellektuelle und religiöse Leben des Landes durch ihre Verbindung zu Universitäten, Kathedralen und Königshöfen.

Die spanische Monarchie förderte das Wachstum des Ordens, vor allem im Bereich der Bildung und der Mission. Die katholischen Könige betrauten ihn mit der Evangelisierung Asiens, insbesondere der Philippinen, das seit 1565 eine spanische Kolonie war. Sie legten das Fundament für die Tatsache, dass die Philippinen auch heute noch das Land mit dem höchsten Anteil an Katholiken auf dem asiatischen Kontinent sind. Auch in Indien (1572) und in China (1575), wo sie als erster Orden hinkamen, spielten sie eine entscheidende Rolle. Das »Museo Oriental« im Augustinerkloster von Valladolid ist ein maßgeblicher Ort, wenn man die Evangelisierung Asiens verstehen will.

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