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50 Jahre Deutsche Wochenausgabe
L'Osservatore Romano


50 Jahre Osservatore Romano

Die Grußworte und Glückwünsche der Bischöfe finden Sie hier.



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Apostolische Reise nach
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2021

Apostolische Reise nach Budapest und Slowakei 2021
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50 Jahre Deutsche Wochenausgabe L'Osservatore Romano
Blick in die Geschichte des »Osservatore Romano« und seiner fremdsprachigen Ausgaben
Eine Brücke zwischen Rom und der Weltkirche

Artikel 1Von Ulrich Nersinger

Die großen Zeitungen der Welt zeigen ihre Bedeutung auch in der Größe ihrer Verlagshäuser, in imposanten Bauten mit weit sichtbarer Reklame. Wer jedoch in der Vergangenheit den Sitz der Zeitung des Papstes aufsuchte, wurde enttäuscht. Die Verlags- und Redaktionsräume des »Osservatore Romano«, des »Römischen Beobachters«, lagen für Jahrzehnte in einer unscheinbaren Straße der Vatikanstadt, der Via del Pellegrino, in einem bescheidenen Backsteinbau, den nur ein päpstliches Wappen und ein Marmorschild schmückten. Auf einen Prachtbau hatte man verzichtet.

»Sie ist eine ernsthafte, gewichtige Zeitung, die man nie in der Straßenbahn oder im Café lesen würde«, hob Kardinal Giovanni Battista Montini 1961 aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der Zeitung hervor. Der damalige Erzbischof von Mailand und spätere Papst Paul VI. wusste, dass sich die Zeitung des Vatikans vor allen durch Seriosität auszeichnete und jede Effekthascherei vermied.

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50 Jahre Osservatore Romano in deutscher Sprache –Gründungsredakteur Elmar Bordfeld erinnert sich
Unser fleißigster Mitarbeiter: der Papst

Artikel 2Es war Papst Paul VI. selbst, der Anfang des Jahres 1970 seinen Wunsch an die Deutsche Bischofskonferenz herantrug, einen »Osservatore Romano«, also die Vatikanzeitung, auch in einer deutschsprachigen Wochenausgabe herauszubringen. Er sah vor allem in Deutschland das Interesse an den Impulsen des Konzils erlahmen, fand hier und dort einen verbreiteten »antirömischen Affekt« wieder aufflammen und führte die Ablehnung seiner Enzyklika Humanae Vitae auch auf Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Römischer Kurie und deutscher Ortskirche zurück. Seit längerer Zeit gab es bereits Ausgaben in französischer, englischer, spanischer und portugiesischer Sprache, und jetzt sollte es eben auch eine in Deutsch als fünfter Weltsprache geben.

Viel Mut bei der Erfüllung dieses Papstwunsches bewies der Bischof von Münster, Heinrich Tenhumberg, damals auch Medienbischof der Deutschen Bischofskonferenz. Gerade war die katholische Wochenzeitung »Publik« eingestellt worden, und trotzdem warb er für die Idee eines deutschsprachigen »Osservatore« auch in seiner Bistumszeitung: »Aufgabe dieser Zeitung ist es, den Dienst des Petrusamtes im deutschen Sprachraum präsent zu machen.«
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