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Aus dem Vatikan
Generalaudienz in der »Aula Paolo VI« am 7. Februar

Traurigkeit mit der Gnade Gottes in Freude verwandeln

Traurigkeit mit der Gnade Gottes in Freude verwandeln
Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen, Entmutigung durch enttäuschte Hoffnungen: Papst Franziskus erinnerte in seiner Katechese an diese jedem Menschen bekannten Momente der Traurigkeit. »Wir alle machen Prüfungen durch, die Traurigkeit in uns erzeugen, weil das Leben in uns Träume aufkommen lässt, die dann auseinanderfallen«, sagte der Heilige Vater bei der wöchentlichen Generalaudienz.
Liebe Brüder und Schwestern,
guten Tag!

In unserer Katechesereihe über die Laster und Tugenden sprechen wir heute über ein recht übles Laster, die Traurigkeit, verstanden als eine Niedergeschlagenheit des Herzens, eine ständige Betrübtheit, die den Menschen daran hindert, Freude am eigenen Leben zu empfinden.

Weg der Umkehr

Im Zusammenhang mit der Traurigkeit muss zunächst angemerkt werden, dass die Kirchenväter eine wichtige Unterscheidung herausgearbeitet hatten. Denn es gibt eine Traurigkeit, die dem christlichen Leben zuträglich ist und die sich mit der Gnade Gottes in Freude verwandelt: Diese darf natürlich nicht abgelehnt werden und gehört zum Weg der Umkehr. Es gibt jedoch noch eine zweite Form der Traurigkeit, die sich in die Seele einschleicht und diese in einen Zustand der Niedergeschlagenheit versetzt: Diese zweite Art von Traurigkeit ist es, die entschieden und mit aller Kraft bekämpft werden muss, denn sie kommt vom Bösen. Diese Unterscheidung finden wir auch beim heiligen Paulus, der in seinem Brief an die Korinther sagt: »Die gottgewollte Traurigkeit verursacht nämlich Sinnesänderung zum Heil, die nicht bereut zu werden braucht; die weltliche Traurigkeit aber führt zum Tod« (2 Kor 7,10).

Es gibt also eine positive Traurigkeit, die uns zum Heil führt. Denken wir an den verlorenen Sohn aus dem Gleichnis: Als er den Tiefpunkt seiner Verderbnis erreicht, verspürt er große Bitterkeit, und das bringt ihn dazu, in sich zu gehen und zu beschließen, in das Haus seines Vaters zurückzukehren (vgl. Lk 15,11-20). Es ist eine Gnade, über die eigenen Sünden zu klagen, sich an den Stand der Gnade zu erinnern, von dem wir abgefallen sind, zu weinen, weil wir die Reinheit verloren haben, in der Gott uns erträumt hat.

Es gibt jedoch eine zweite Traurigkeit, die dagegen eine Krankheit der Seele ist. Sie entsteht im Herzen des Menschen, wenn ein Wunsch oder eine Hoffnung zerrinnt. Hier können wir Bezug nehmen auf die Geschichte der Emmausjünger. Die beiden Jünger gehen aus Jerusalem weg mit enttäuschtem Herzen, und dem Unbekannten, der sich ihnen an einem bestimmten Punkt hinzugesellt, bekennen sie: »Wir aber hatten gehofft, dass er« – also Jesus – »der sei, der Israel erlösen werde« (Lk 24,21). Die Dynamik der Traurigkeit ist mit der Verlusterfahrung verbunden. Im Herzen des Menschen entstehen Hoffnungen, die manchmal enttäuscht werden. Es kann der Wunsch sein, etwas zu besitzen, das man jedoch nicht erlangt; aber auch etwas Wichtiges, wie ein affektiver Verlust. Wenn das geschieht, ist es, als ob das Herz des Menschen in einen Abgrund fiele, und was er spürt, ist Entmutigung, Schwäche des Geistes, Depression, Angst. Wir alle machen Prüfungen durch, die Traurigkeit in uns erzeugen, weil das Leben in uns Träume aufkommen lässt, die dann zerbrechen. In dieser Situation legen einige, nach einer Zeit der inneren Unruhe, ihr Vertrauen in die Hoffnung; andere jedoch schwelgen in Melancholie und erlauben dieser, im Herzen zu wuchern. Verspürt man darin etwas Lustvolles? Schaut: Die Traurigkeit ist gleichsam die Lust am Leiden; es ist als nähme man ein bitteres Bonbon, ohne Zucker, von schlechtem Geschmack, und würde jenes Bonbon auslutschen. Die Traurigkeit ist eine Lust am Leiden. [...]
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