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Papst Benedikt XVI.
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Aus dem Vatikan
Generalaudienz in der »Aula Paolo VI« am 14. Februar

Geduld im Glauben als Heilmittel gegen Trägheit

Geduld im Glauben als Heilmittel gegen Trägheit
Auch am Aschermittwoch hat Papst Franziskus zum Gebet für den Frieden aufgerufen. Die Fastenzeit gebe Gelegenheit zur Umkehr und inneren Erneuerung, sagte der Heilige Vater bei der Generalaudienz in der »Aula Paolo VI«. Sie sei eine Zeit, um auf das Wort Gottes zu hören und sich um andere zu kümmern. Franziskus erinnerte an die Kriege in der Ukraine, im Gazastreifen und in Israel. »Lasst uns unsere Gebete – vor allem für den Frieden in der Welt – weiter intensivieren«, sagte der Papst.
Liebe Brüder und Schwestern,
guten Tag!

Unter allen Todsünden gibt es eine, die oft verschwiegen wird, vielleicht aufgrund ihres Namens, der kaum verständlich erscheint: Ich spreche von der Acedia, dem Überdruss. Daher wird der Begriff »Überdruss« im Lasterkatalog oft von einem anderen ersetzt, der viel gebräuchlicher ist: die Trägheit. In Wirklichkeit ist die Trägheit mehr eine Wirkung als eine Ursache. Wenn jemand untätig, müßig, apathisch ist, dann sagen wir, dass er träge ist. Wie aber die Weisheit der antiken Wüstenväter lehrt, ist die Wurzel dieser Trägheit der Überdruss, die Acedia, die im Griechischen wörtlich »Gleichgültigkeit« bedeutet.

Es handelt sich um eine sehr gefährliche Versuchung, mit der nicht zu spaßen ist. Wer ihr zum Opfer fällt, wird gleichsam von einer Todessehnsucht niedergedrückt: Er verspürt Widerwillen gegen alles; die Beziehung zu Gott wird langweilig; und auch die heiligsten Handlungen, die ihm in der Vergangenheit das Herz erwärmt hatten, erscheinen ihm jetzt völlig nutzlos. Man beginnt, der vergangenen Zeit nachzutrauern und der Jugend, die unwiederbringlich vorbei ist.

Der Überdruss wird als der »Mittagsdämon« bezeichnet: Er ergreift uns mitten am Tag, wenn die Mühsal an ihrem Höhepunkt ist und die Stunden, die vor uns liegen, uns eintönig, unmöglich zu leben erscheinen. In einer berühmten Beschreibung stellt der Mönch Evagrius diese Versuchung so dar: »Das Auge des Überdrüssigen starrt immer auf die Fenster, und in seinem Geist phantasiert er sich Besucher zusammen […] Wenn er liest, gähnt der Überdrüssige oft, und leicht wird er vom Schlaf übermannt, reibt sich die Augen und die Hände, und indem er die Augen vom Buch abwendet, starrt er die Wand an. Dann wendet er sie wieder dem Buch zu und liest ein wenig […]; zuletzt schiebt er das Buch unter das geneigte Haupt und fällt in einen leichten Schlaf, bis der Hunger ihn weckt und ihn drängt, seinen Bedürfnissen nachzugehen.« Letztlich »vollbringt der Überdrüssige nicht mit Eifer Gottes Werk«.

Die heutigen Leser erkennen in diesen Beschreibungen etwas, das sehr an die Krankheit der Depression erinnert, sowohl unter psychologischem als auch unter philosophischem Gesichtspunkt. Denn für den, der vom Überdruss ergriffen ist, verliert das Leben seinen Sinn, wird beten langweilig, erscheint jeder Kampf sinnlos. Auch wenn wir in der Jugend Leidenschaften genährt haben, so kommen sie uns jetzt unlogisch vor, wie Träume, die uns nicht glücklich gemacht haben. So lässt man sich gehen, und die Ablenkung, das Nichtdenken scheinen die einzigen Auswege zu sein: Man möchte betäubt sein, den Kopf völlig leer haben… Es bedeutet fast, vorzeitig zu sterben, und es ist grässlich. [...]
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