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Papst Benedikt XVI.
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Aus dem Vatikan
Generalaudienz in der »Aula Paolo VI« am 31. Januar

Zorn ist zerstörerisch, aber sich zu empören ist menschlich

Zorn ist zerstörerisch, aber sich zu empören ist menschlich
Bei der Generalaudienz in der »Aula Paolo VI« hat Papst Franziskus den Zorn als »besonders finsteres Laster« bezeichnet. Seit Kurzem spricht der Heilige Vater in den Katechesen seiner Mittwochsaudienzen über Tugenden und Laster.
Liebe Brüder und Schwestern,
guten Tag!

In diesen Wochen behandeln wir das Thema der Laster und Tugenden, und heute wollen wir über das Laster des Zorns nachdenken. Es ist ein besonders finsteres Laster, und vielleicht ist es unter physischem Gesichtspunkt das, welches am einfachsten zu erkennen ist. Dem vom Zorn beherrschten Menschen gelingt es kaum, diesen Ausbruch zu verbergen: Du erkennst ihn an seinen Körperbewegungen, an der Aggressivität, am schweren Atem, am finsteren und erzürnten Blick.

Versöhnung suchen

In seinem akutesten Ausdruck ist der Zorn ein Laster, das keine Ruhe lässt. Wenn er aus erlittenem Unrecht (oder was man dafür hält) entsteht, entfesselt er sich oft nicht gegen den Schuldigen, sondern gegen den Ersten, der einem über den Weg läuft. Es gibt Männer, die den Zorn am Arbeitsplatz zurückhalten und sich ruhig und gefasst zeigen, aber zu Hause für die Ehefrau und die Kinder unerträglich werden. Der Zorn ist ein sich ausuferndes Laster: Er ist in der Lage, uns den Schlaf zu rauben und die Gedanken ständig kreisen zu lassen, ohne dass es gelingt, den Argumenten und Überlegungen einen Riegel vorzuschieben.

Der Zorn ist ein Laster, das für die zwischenmenschlichen Beziehungen zerstörerisch ist. Er bringt die Unfähigkeit zum Ausdruck, das Anderssein des anderen zu akzeptieren, besonders wenn seine Lebensentscheidungen sich von unseren unterscheiden. Er macht nicht halt bei den falschen Verhaltensweisen eines Menschen, sondern wirft alles in einen Topf: Es ist der andere, der andere so wie er ist, der andere als solcher, der Zorn und Groll hervorruft. Man beginnt, den Klang seiner Stimme zu verachten, die banalen täglichen Gesten, seine Art zu argumentieren und zu empfinden.

Wenn die Beziehung so sehr entartet ist, ist die Klarheit bereits verloren gegangen. Der Zorn lässt die Klarheit verlieren. Denn eines der Merkmale des Zorns ist es manchmal, sich mit der Zeit nicht zu mildern. In diesen Fällen lassen auch Abstand und Stille, statt die Last der Missverständnisse zu beruhigen, ihn riesengroß werden. Aus diesem Grund empfiehlt der Apostel Paulus – wie wir gehört haben – seinen Christen, das Problem sofort in Angriff zu nehmen und die Versöhnung zu versuchen: »Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen« (Eph 4,26). Es ist wichtig, dass alles sofort aufgelöst wird, vor Sonnenuntergang. Wenn am Tag irgendein Missverständnis entsteht und zwei Menschen einander nicht mehr verstehen und einander plötzlich als fernstehend empfinden, dann darf die Nacht nicht dem Teufel überlassen werden. Das Laster würde uns in der Dunkelheit wachhalten, um immer wieder über unsere Argumente und die unsäglichen Fehler nachzudenken, die nie unsere eigenen sind, sondern immer die des anderen. So ist es: Wenn ein Mensch vom Zorn beherrscht wird, dann sagt er immer, dass das Problem vom anderen ausgeht; nie ist er in der Lage, die eigenen Fehler, die eigenen Mängel zu erkennen. [...]
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