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50 Jahre Deutsche Wochenausgabe
L'Osservatore Romano


50 Jahre Osservatore Romano

Die Grußworte und Glückwünsche der Bischöfe finden Sie hier.



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Apostolische Reise nach
Budapest und in die Slowakei
2021

Apostolische Reise nach Budapest und Slowakei 2021
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Budapest und in die Slowakei


Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Ein seltene Ansicht Roms
von Matthäus Greuter
(Stampe Geografiche I.199)


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Dokumentation
Botschaft von Papst Franziskus an die Teilnehmer an der Begegnung der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften (Casina di Pio IV, 3.-4. Oktober 2021)

Solidarität im Geist der Seligpreisungen

Solidarität im Geist der Seligpreisungen
Liebe Brüder und Schwestern!

Dem heiligen Augustinus zufolge ist die ganze Vollkommenheit unseres Lebens in der »Bergpredigt« (vgl. Mt 5) enthalten; und er beweist es durch die Tatsache, dass Jesus Christus in sie das Ziel einschließt, zu dem sie uns führt: die Verheißung der Glückseligkeit. Glückselig zu sein ist das, wonach der Mensch sich am meisten sehnt. Daher verheißt der Herr die Glückseligkeit allen, die nach seinem Stil leben und als »Selige« erkannt werden wollen.

Die ganze Glückseligkeit ist in diesen seligen Worten Christi enthalten. Obgleich aber alle Menschen die Glückseligkeit wünschen, ist ihr konkretes Urteil darüber verschieden: Einige wünschen dies, andere das. Heute begegnen wir einem herrschenden Paradigma, das durch das »Einheitsdenken« sehr verbreitet ist und Nutzen mit Glückseligkeit verwechselt, Vergnügen mit gutem Leben. Es erhebt den Anspruch, zum einzigen gültigen Entscheidungskriterium zu werden: eine subtile Form des ideologischen Kolonialismus. Es handelt sich darum, die Ideologie aufzuzwingen, derzufolge die Glückseligkeit nur im Nutzen, in den Dingen und in den Gütern, im Überfluss an Dingen, Ansehen und Geld besteht. Bereits der Psalmist beklagt dieses Zaudern: »Selig das Volk, dem es so ergeht« (Ps 144,15). Diese Ideologie nutzt die Angst der Menschen aus, die Angst, selbst das Nötigste zu verlieren, denn sie wissen, dass es schrecklich ist, in Zukunft Mangel zu leiden. Jede Form des Mangels ruft Habsucht hervor. Daraus entsteht der übermäßige Wunsch, Reichtümer zu besitzen. Er ist nichts anderes als das, was der heilige Paulus als »Habsucht« bezeichnet. Diese Habsucht kann sowohl von Personen als auch von Familien und Nationen Besitz ergreifen, insbesondere von den reichsten unter ihnen, wenngleich auch die Bedürftigeren nicht davon ausgenommen sind. Sie kann bei einigen auch einen erstickenden Materialismus erwecken sowie einen allgemeinen Konfliktzustand, der nur dazu führt, die Armut der Mehrheit zu vervielfachen. Diese Situation ist die Ursache enormer Leiden und untergräbt gleichzeitig die Würde der Menschen und die des Planeten – unseres gemeinsamen Hauses. All das im Bestreben, die Tyrannei des Geldes zu unterstützen, die nur wenigen Menschen Privilegien garantiert. Wir können sehr am Geld hängen, viele Dinge besitzen, aber am Ende werden wir sie nicht mitnehmen. Ich erinnere mich stets an das, was meine Großmutter mich gelehrt hat: »Das Totenhemd hat keine Taschen«.

Wir sehen, dass die Welt nie so reich war wie heute, und dennoch – trotz dieses Überflusses – gibt es auch weiterhin Armut und Ungleichheit. Und was noch schlimmer ist: Sie sind im Wachsen begriffen. In dieser Zeit des Überflusses, in der es möglich sein sollte, der Armut ein Ende zu setzen, sagen die Mächte des Einheitsdenkens nichts über die Armen und auch nicht über die alten Menschen, die Einwanderer, die Ungeborenen, die Schwerkranken. Für die meisten Menschen unsichtbar, werden sie als etwas behandelt, das man »wegwerfen« kann. Und wenn man sie sichtbar macht, dann stellt man sie gewöhnlich als unwürdige Belastung für die Staatskasse dar. Die Tatsache, dass unsere jungen Menschen aufgrund dieses vorherrschenden habsüchtigen und egoistischen Paradigmas von der neuen wachsenden Sklaverei des Menschenhandels ausgebeutet werden – besonders in der Zwangsarbeit, in der Prostitution und im Organhandel –, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Angesichts der enormen verfügbaren Ressourcen an Geld, Reichtum und Technologie, auf die wir zählen, besteht unser größtes Bedürfnis weder darin, weiterhin Dinge anzuhäufen, noch in größerem Reichtum und mehr Technologie, sondern darin, das immer neue und revolutionäre Paradigma der Seligpreisungen Jesu umzusetzen, begonnen bei der ersten, die ihr sehr aufmerksam in Betracht zieht: »Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich« (Mt 5,3). Paradoxerweise ist der Geist der Armut jener Wendepunkt, der uns den Weg zur Glückseligkeit öffnet, durch die völlige Umkehrung des Paradigmas. Während er uns vom weltlichen Geist befreit, bringt er uns dazu, unsere Reichtümer und Technologien, Güter und Talente für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, das Gemeinwohl, die soziale Gerechtigkeit sowie für die Sorge und den Schutz unseres gemeinsamen Hauses einzusetzen. Das Paradoxon der Armut vor Gott, zu der wir berufen sind, besteht darin: Auch wenn sie – sowohl auf individueller als auch auf sozialer Ebene – für alle der Schlüssel zur Glückseligkeit ist, wollen nicht alle von ihr hören: »Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!« (Lk 18,24). [...]
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