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von Matthäus Greuter
(Stampe Geografiche I.199)


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Aus dem Vatikan
Begegnung mit Zeugnissen und Gebet in Assisi aus Anlass des Welttags der Armen

Es ist Zeit, dass die Armen zu Wort kommen

Ansprache von Papst Franziskus am 12. November
Es ist Zeit, dass die Armen zu Wort kommen
Bei der Ankunft: Einer der Bedürftigen hatte dem Papst symbolisch einen Pilgerstab überreicht als Zeichen dafür, dass alle als Pilger an den Geburtsort des heiligen Franz von Assisi kommen.
Papst Franziskus hat im italienischen Wallfahrtsort Assisi zu mehr Engagement für Arme und Bedürftige aufgerufen. Das Treffen in der Basilika Santa Maria degli Angeli hatte mit deutlicher Verspätung begonnen. Grund war der nicht offiziell angekündigte Besuch des Papstes bei den Klarissen der Basilika Santa Chiara. Kurz vor 10 Uhr wurde er auf dem Vorplatz in der Ebene unterhalb von Assisi von Hunderten Gläubigen empfangen. Nach einem stillen Gebet in der Portiunkula-Kapelle berichteten einige der Anwesenden von ihren Erfahrungen. Zunächst trat ein junges französisches Ehepaar ans Mikrofon, das sein Leben als Familie in den Dienst der Frohen Botschaft gestellt hat und auf seiner Mission in einer Banlieue im Großraum Paris die Frohe Botschaft unter Ausgegrenzten verkündet. Mehrere von Armut betroffene Menschen aus verschiedenen Ländern erzählten sehr freimütig aus ihrem Leben. Ein Spanier brach bei seinem Vortrag in Tränen aus. Als ambitionierter Kampfsportler habe er in jungen Jahren das schnelle Geld machen wollen und sei in den Drogenhandel abgerutscht. Im Gefängnis sei ihm mithilfe des Rosenkranzgebets die Umkehr gelungen. Ein weiterer Mann aus Polen berichtete, wie ihm die Begegnung mit Christus half, aus Sucht und Gewalt herauszufinden, sowie eine Frau aus Rumänien, Arbeitsmigrantin in Italien, die trotz schwerer Krankheit die Hoffnung nicht verliert. Eine junge Frau sowie ein betagtes Paar aus Afghanistan erzählten teils unter Tränen von ihrer tiefen Sorge um ihr Land unter den Taliban und um Angehörige, die noch dort sind. Franziskus hörte sichtlich bewegt zu. Anschließend sagte er in seiner Ansprache:

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Ich danke euch, dass ihr meine Einladung angenommen habt – ich war der Eingeladene! –, hier in Assisi, der Stadt des heiligen Franziskus, den fünften Welttag der Armen zu begehen, der übermorgen stattfindet. Er ist eine Idee, die von euch kam, die gewachsen ist, und jetzt sind wir bereits beim fünften Mal. Assisi ist keine Stadt wie jede andere: Assisi ist geprägt vom Antlitz des heiligen Franziskus. Daran zu denken, dass er in diesen Straßen seine unruhige Jugend verlebt hat, dass er die Berufung empfangen hat, das Evangelium wortwörtlich zu leben, ist für uns eine wichtige Lehre. Sicherlich, in mancher Hinsicht lässt uns seine Heiligkeit erschauern, denn es scheint unmöglich, ihn nachahmen zu können. Aber dann, wenn wir an einige Momente seines Lebens denken, an jene »Fioretti«, die gesammelt worden sind, um die Schönheit seiner Berufung zu zeigen, fühlen wir uns angezogen von dieser Einfachheit des Herzens und der Einfachheit des Lebens: Es ist die Faszination Christi, des Evangeliums. Es sind Tatsachen des Lebens, die mehr zählen als eine Predigt.

Ich möchte gerne an eine Geschichte erinnern, die sehr gut die Persönlichkeit des Poverello zum Ausdruck bringt (vgl. Fioretti Kap.13: Fonti Francescane, 1841-1842); dt. Johannes Schneider, Die Fioretti. Legenden über Franziskus und seine Gefährten, Kevelaer 2002, S. 53-56). Er und Bruder Masseo waren auf dem Weg nach Frankreich, hatten aber keine Verpflegung mitgenommen. So waren sie gezwungen, um Almosen zu bitten. Franziskus ging in eine Richtung, Bruder Masseo in eine andere. Aber wie die Fioretti erzählen, war Franziskus unansehnlich und von kleiner Gestalt, und wer ihn nicht kannte, hielt ihn für einen »Landstreicher«. Bruder Masseo dagegen war »ein großer Mann und von schöner Gestalt«. So gelang es Franziskus kaum, ein paar Brocken trockenen, harten Brotes zu sammeln, während Bruder Masseo große Stücke guten Brotes erhielt.

Als sie sich wiedertrafen, setzen sie sich auf die Erde und legten, was sie gesammelt hatten, auf einen Stein. Als Franziskus das Brot sah, das Bruder Masseo erhalten hatte, sagte er: »Oh, Bruder Masseo, wir sind eines so großen Schatzes gar nicht würdig.« Verwundert antwortete der Bruder: »Vater Franziskus, wie kann man da von Schatz reden, wo so viel Armut und Entbehrung an den notwendigen Dingen herrschen?« Franziskus antwortete: »«Und gerade das ist es, was ich als großen Schatz erachte, dass es hier nichts gibt, was durch die Mühe des Menschen bereitet ist. Was es aber hier gibt, wurde von der göttlichen Vorsehung vorbereitet, wie man so offenbar am erbettelten Brot […] sehen kann.« Das ist die Lehre, die uns der heilige Franziskus erteilt: uns zufrieden geben können mit dem wenigen, was wir haben, und es mit den anderen teilen. [...]
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