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50 Jahre Deutsche Wochenausgabe
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50 Jahre Osservatore Romano

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2021

Apostolische Reise nach Budapest und Slowakei 2021
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Schätze in der
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Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

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Ein seltene Ansicht Roms
von Matthäus Greuter
(Stampe Geografiche I.199)


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Aus dem Vatikan
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Aus dem Vatikan
Heilige Messe in der Gemelli-Klinik

Leidenschaft für den leidenden Menschen

Predigt von Papst Franziskus am 5. November
Leidenschaft für den leidenden Menschen
Papst Franziskus hat sich bei den Mitarbeitern der Poliklinik Gemelli, Lehrkrankenhaus der Katholischen Universität »Sacro Cuore«, erneut für deren Pflege und Zuneigung bedankt. Bei einer Messe zur 60-Jahr-Feier der Medizinisch-Chirurgischen Fakultät auf dem Campus der Gemelli-Klinik nannte er den Sitz der Universität am Freitag »ein Geschenk«, für das er dankbar sei. Franziskus hatte sich im Juli in der Gemelli-Klinik wegen einer Darmerkrankung operieren lassen. Die »Università Cattolica del Sacro Cuore« (Katholische Universität vom Heiligen Herzen) ist als katholische Universität mit Hauptsitz in Mailand und weiteren Standorten in Italien eine der größten Privatuniversitäten Europas.
Während wir voller Dankbarkeit an das Geschenk dieser Niederlassung der Katholischen Universität erinnern, möchte ich einige Gedanken über ihren Namen mit euch teilen. Sie trägt den Namen des Heiligen Herzens Jesu, dem dieser Tag, der erste Freitag des Monats, gewidmet ist. Bei der Betrachtung des Herzens Christi können wir uns von drei Worten leiten lassen: Erinnerung, Leidenschaft und Trost.

Erinnerung [ital. »ricordo«]. »Ri-cordare« bedeutet »zum Herzen zurückkehren, mit dem Herzen zurückkehren« [lat. »cor«: Herz]. »Erinnern.« Wohin lässt uns das Herz Jesu zurückkehren? Zu dem, was er für uns getan hat: Das Herz Christi zeigt uns Jesus, der sich hingibt: Es ist der Inbegriff seiner Barmherzigkeit. Wenn wir auf ihn blicken – wie das Johannes im Evangelium tut (19,31- 37) –, gedenken wir spontan seiner Güte, die unentgeltlich – man sie weder kaufen noch verkaufen – und bedingungslos ist, die nicht von unseren Werken abhängt, die souverän ist. Und das berührt uns. In der Hektik der heutigen Zeit, inmitten des ganzen Hin und Her und der beständigen Sorgen, sind wir dabei, die Fähigkeit zu verlieren, uns berühren zu lassen und Mitleid zu empfinden, denn uns kommt diese Fähigkeit der »Rückkehr zum Herzen«, der Erinnerung, des Gedenkens abhanden. Die Rückkehr zum Herzen. Ohne Erinnerung verliert man die Wurzeln und ohne Wurzeln wächst man nicht. Es tut uns gut, dem Gedächtnis Nahrung zu geben mit der Erinnerung an diejenigen, die uns geliebt, umsorgt, aufgerichtet haben. Ich möchte heute erneut »Danke« sagen für die Pflege und die Zuneigung, die ich hier empfangen habe. Ich denke, dass es uns in dieser Pandemie gut tut, auch an die leidvollsten Zeiten zu denken: nicht um traurig zu werden, sondern um nicht zu vergessen und um uns bei unseren Entscheidungen vom Licht der jüngsten Vergangenheit leiten zu lassen.

Ich frage mich: Wie funktioniert unser Gedächtnis? Vereinfacht ausgedrückt könnten wir sagen, dass wir uns an jemanden oder etwas erinnern, wenn es unser Herz berührt hat, wenn dies mit einer besonderen Zuneigung oder fehlender Zuneigung verbunden ist. Nun, das Herz Jesu heilt unsere Erinnerung, weil es sie zur ursprünglichen Liebe zurückführt. Es verwurzelt sie im solidesten Grund. Es erinnert uns daran, dass wir geliebt sind, was auch immer uns im Leben zustoßen mag. Ja, wir sind geliebte Wesen, Kinder, die der Vater immer und trotz allem liebt, Brüder und Schwestern, für die das Herz Christi schlägt. Jedes Mal, wenn wir nachdenklich dieses Herz betrachten, entdecken wir, dass wir »in der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet« sind, wie der Apostel Paulus in der heutigen ersten Lesung gesagt hat (Eph 3,17).

Pflegen wir dieses Erinnern, das gestärkt wird, wenn wir dem Herrn von Angesicht zu Angesicht begegnen, vor allem wenn wir uns von ihm in der Anbetung anschauen lassen. Aber wir können die Kunst des Erinnerns auch unter uns pflegen, indem wir uns die Gesichter merken, denen wir begegnen. Ich denke an anstrengende Tage im Krankenhaus, an der Universität, bei der Arbeit. Wir laufen Gefahr, dass alles vorbeigeht, ohne eine Spur zu hinterlassen, oder dass nur große Erschöpfung und Müdigkeit zurückbleiben. Es tut uns gut, am Abend die Gesichter Revue passieren zu lassen, denen wir begegnet sind, das empfangene Lächeln, die guten Worte. Es sind Erinnerungen an die Liebe und sie helfen unserem Gedächtnis, sich selbst wiederzufinden: damit unser Gedächtnis sich selbst wiederfindet. Wie wichtig sind diese Erinnerungen in den Krankenhäusern! Sie können dem Tag eines Kranken Sinn geben. Ein brüderliches Wort, ein Lächeln, eine Liebkosung des Gesichts: Das sind Erinnerungen, die innerlich gesund machen, die dem Herzen gut tun. Vergessen wir nicht die Therapie der Erinnerung: Sie tut so gut! [...]
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