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Apostolische Reise nach
Budapest und in die Slowakei
2021

Apostolische Reise nach Budapest und Slowakei 2021
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Budapest und in die Slowakei


Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Eine Abhandlung über
die Erfinder aller Dinge
des italienischen
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Polidoro Virgili
(Stamp.Pal.IV.29(int.8))


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Aus dem Vatikan
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Aus dem Vatikan
Heilige Messe zum 1. Welttag der Großeltern und älteren Menschen

Eine neue Allianz zwischen Jungen und Alten

Eine neue Allianz zwischen Jungen und Alten
Papst Franziskus hatte den neuen »Welttag der Großeltern und älteren Menschen« Ende Januar ausgerufen. Er soll künftig jährlich am vierten Sonntag im Juli begangen werden. Das aktuelle Motto lautet »Ich bin mit euch alle Tage« (Mt 28,20). Ziel ist es, die Nähe der Kirche zu den Senioren zum Ausdruck zu bringen, aber auch an deren Aufgabe für die Glaubenserziehung der jungen Generation zu erinnern. Seit 1991 findet bereits auf Initiative der Vereinten Nationen alljährlich am 1. Oktober ein »Tag der älteren Generation« statt.
Papst Franziskus hat zum ersten Welttag der Großeltern und älteren Menschen mehr Solidarität mit den Senioren gefordert. Da sich der Heilige Vater noch von einer kürzlich vorgenommenen Darmoperation erholt, stand er der Eucharistiefeier im Petersdom nicht persönlich vor. Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung, Kurienerzbischof Rino Fisichella, vertrat ihn und trug die Predigt des Papstes vor. Zu Beginn der heiligen Messe sagte Erzbischof Fisichella:

Brüder und Schwestern, liebe Großmütter und liebe Großväter, ihr habt völlig zu Recht Papst Franziskus erwartet. Der Papst wird euch am Schluss begrüßen, wenn er das Angelusgebet spricht. Ihr wisst, dass dies für ihn Tage der Rekonvaleszenz sind, und wir wollen nicht, dass er sich weiter überanstrengt, sondern dass er in diesen Tagen noch ausruhen kann, um wieder voll zu Kräften zu kommen und seinen pastoralen Dienst wieder aufzunehmen.

Liebe Brüder und Schwestern, es freut mich und es ist mir eine Ehre, die Homilie vorzulesen, die Papst Franziskus zu diesem Anlass vorbereitet hat.

Jesus saß, um zu lehren; als er »aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?« (Joh 6,5). Jesus begnügt sich nicht damit zu lehren, sondern stellt sich der Anfrage durch den Hunger, der im Leben der Menschen beständig da ist. Und so speist er die Menge, indem er die fünf Gerstenbrote und die zwei Fische verteilt, die er von einem kleinen Jungen erhalten hat. Da einige Brotstücke übrig geblieben sind, befiehlt er am Ende seinen Jüngern, sie einzusammeln, »damit nichts verdirbt« (V. 12).

An diesem Tag, der den Großeltern und älteren Menschen gewidmet ist, möchte ich mich genau auf diese drei Momente konzentrieren: Jesus sieht den Hunger der Menge; Jesus teilt das Brot; Jesus fordert dazu auf, die übrig gebliebenen Stücke einzusammeln. Drei Momente, die sich in drei Verben zusammenfassen lassen: sehen, teilen, behüten.

Sehen

Das erste ist sehen. Der Evangelist Johannes hebt zu Beginn der Erzählung dieses Detail hervor: Jesus blickt auf und sieht die vielen Menschen, die hungrig sind, nachdem sie weit gelaufen sind, um ihm zu begegnen. So beginnt das Wunder, mit dem Blick Jesu, der nicht gleichgültig oder zu beschäftigt ist, sondern den quälenden Hunger spürt, der die müde Menschheit plagt. Er macht sich Sorgen um uns, er sorgt für uns, er will unseren Hunger nach Leben, nach Liebe, nach Glück stillen. In den Augen Jesu finden wir den Blick Gottes: Es ist ein aufmerksamer Blick, der uns wahrnimmt, der die Erwartungen, die wir im Herzen tragen, erforscht, der die Mühen, die Müdigkeit und die Hoffnung sieht, mit der wir weitermachen. Ein Blick, der die Not jedes einzelnen Menschen zu erfassen weiß: In Gottes Augen gibt es keine anonyme Masse, sondern jeden einzelnen Menschen mit seinem eigenen Hunger. Jesus hat einen tiefer schauenden Blick, der nämlich in der Lage ist, vor dem Leben eines anderen Menschen stehen zu bleiben und darin zu lesen.

Dies ist auch der Blick, den die Großeltern und älteren Menschen auf unser Leben geworfen haben. Es ist die Art und Weise, wie sie sich seit unserer Kindheit um uns gekümmert haben. Nach einem opfervollen Leben sind sie nicht gleichgültig gegenüber uns gewesen oder zu beschäftigt ohne uns. Sie hatten einen wachen Blick, voll von Zärtlichkeit. Als wir aufwuchsen und uns unverstanden fühlten, oder wenn wir Angst vor den Herausforderungen des Lebens hatten, bemerkten sie uns und was sich in unseren Herzen veränderte, unsere heimlichen Tränen und die Träume, die wir in uns trugen. Wir sind alle auf den Knien unserer Großeltern gesessen, die uns in ihren Armen hielten. Und auch dieser Liebe ist es zu verdanken, dass wir erwachsen geworden sind.

Und wir: Welchen Blick haben wir für die Großeltern und älteren Menschen? Wann haben wir das letzte Mal einem älteren Menschen Gesellschaft geleistet oder ihn angerufen, um ihm zu sagen, dass wir ihm nahe sind, und um uns von seinen Worten segnen zu lassen? Ich leide, wenn ich eine Gesellschaft sehe, die umherhetzt, die sehr beschäftigt, gleichgültig ist, von zu vielen Dingen in Beschlag genommen und unfähig, für einen Blick, einen Gruß, eine Liebkosung innezuhalten. Ich habe Angst vor einer Gesellschaft, in der wir alle eine anonyme Masse bilden und nicht mehr fähig sind, aufzublicken und uns gegenseitig zu erkennen. Die Großeltern, die unser Leben genährt haben, sind jetzt hungrig nach uns: nach unserer Aufmerksamkeit, nach unserer Zärtlichkeit; danach, unsere Nähe zu spüren. Richten wir unseren Blick auf sie, so wie es Jesus mit uns tut.

Teilen

Das zweite Verb: teilen. Nachdem Jesus den Hunger dieser Menschen gesehen hat, möchte er sie speisen. Dies aber geschieht dank der Gabe eines kleinen Jungen, der seine fünf Brote und zwei Fische anbietet. Es ist schön, dass im Zentrum dieses Wunders, von dem so viele Erwachsene – etwa fünftausend Menschen – profitiert haben, ein Junge steht, ein Jugendlicher, der teilt, was er hat. [...]
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