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Apostolische Reise nach Irak 2021

Apostolische Reise nach Irak 2021
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Irak


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Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Johannes Herolds
Übersetzung von
Dantes De Monarchia
(Stamp. Pal. V 816)


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Dokumentation
Botschaft von Papst Franziskus an die Teilnehmer am Online-Kongress »Unsere tägliche Liebe« aus Anlass der Eröffnung des »Jahres der Familie Amoris laetitia«

Ein neuer Blick auf die Familie

Ein neuer Blick auf die Familie
Der Papst hat am 19. März das »Jahr der Familie Amoris laetitia« offiziell eröffnet. In einer Botschaft hob Franziskus die Bedeutung seines vor fünf Jahren veröffentlichten Schreibens zu Ehe und Familie hervor.
Liebe Brüder und Schwestern!

Ich grüße Euch alle, die Ihr am Studienkongress über das Thema »Unsere tägliche Liebe« teilnehmt. Ein besonderer Gedanke geht an Kardinal Kevin Joseph Farrell, Präfekt des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, und Kardinal Angelo De Donatis, Vikar für die Diözese Rom, sowie Erzbischof Vincenzo Paglia, Großkanzler des Päpstlichen Theologischen Instituts Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften.

Vor fünf Jahren wurde das nachsynodale Apostolische Schreiben Amoris laetitia über die Schönheit und Freude der ehelichen und familiären Liebe veröffentlicht. Aus diesem Anlass habe ich nun zu einem Jahr eingeladen, in dem das Dokument erneut gelesen und Gegenstand der Reflexion über das Thema sein soll, bis zur Feier des 10. Welttags der Familien, der, so Gott will, am 26. Juni 2022 in Rom stattfinden wird. Ich danke Euch für die Initiativen, die Ihr zu diesem Zweck ins Leben gerufen habt, und für den Beitrag, den ein jeder von Euch in seinem Arbeitsbereich anbietet.

In den vergangenen fünf Jahren hat Amoris laetitia den Beginn eines Weges aufgezeigt mit dem Bemühen, in Bezug auf die Realität der Familie zu einem neuen pastoralen Ansatz zu ermutigen. Die Hauptabsicht des Dokuments ist es, in einer stark veränderten Zeit und Kultur die Botschaft zu übermitteln, dass heute von Seiten der Kirche ein neuer Blick auf die Familie notwendig ist: Es reicht nicht aus, die Gültigkeit und Bedeutung der Lehre zu wiederholen, wenn wir nicht Hüter der Schönheit der Familie werden und wenn wir uns nicht voller Mitleid ihrer Schwächen und ihrer Wunden annehmen.

Diese beiden Aspekte sind das Herz jeder Familienpastoral: der Freimut in der Verkündigung des Evangeliums und die Zärtlichkeit in der Begleitung.

Denn einerseits verkünden wir den Paaren, den Eheleuten und den Familien ein Wort, das ihnen helfen soll, den authentischen Sinn ihrer Vereinigung und ihrer Liebe zu erkennen, die Zeichen und Bild der trinitarischen Liebe und des Bundes zwischen Christus und der Kirche ist. Es ist das stets neue Wort des Evangeliums, aus dem jede Lehre, auch die Lehre von der Familie, Gestalt annehmen kann. Und es ist ein anspruchsvolles Wort, das die menschlichen Beziehungen befreien will von der Versklavung, die häufig deren Antlitz entstellen und sie instabil werden lassen: die Diktatur der Gefühle, die Verherrlichung des Provisorischen, die von lebenslangen Verpflichtungen abhält, das Vorherrschen des Individualismus, Zukunftsängste.

Angesichts dieser Schwierigkeiten unterstreicht die Kirche gegen über den christlichen Eheleuten die Bedeutung der Ehe als Plan Gottes, als Frucht seiner Gnade und als Berufung, die in ganzer Fülle, treu und unentgeltlich gelebt werden soll. Das ist der Weg, damit die Beziehungen sich – in einem auch von Scheitern, Niederlagen und Veränderungen gezeichneten Prozess – der Fülle der Freude und menschlicher Verwirklichung öffnen sowie zum Sauerteig der Geschwisterlichkeit und der Liebe in der Gesellschaft werden.

Andererseits kann und darf diese Verkündigung niemals von oben herab und von außen geschehen. Die Kirche nimmt in der historischen Wirklichkeit Gestalt an, so wie es bei der Menschwerdung ihres Meisters geschah, und auch wenn sie das Evangelium von der Familie verkündet, dann tut sie dies, indem sie in das reale Leben eintaucht, die täglichen Mühen der Eheleute und Eltern aus der Nähe kennt, ihre Probleme, ihre Leiden, all jene kleinen und großen Situationen, die ihren Weg beschweren und zuweilen behindern. Das ist der konkrete Kontext, in dem die tägliche Liebe gelebt wird. Ihr habt Eurem Kongress den Titel »Unsere tägliche Liebe« gegeben. Das ist eine bedeutsame Wahl. Es geht um die Liebe, die der Einfachheit und der stillen Arbeit des Lebens als Ehepaar entspringt, jenem täglichen und zuweilen mühsamen Einsatz der Eheleute, Mütter, Väter, Kinder. Ein Evangelium, das sich als Lehre von oben herab darstellen und nicht in das »Fleisch« dieser Alltäglichkeit eindringen würde, würde Gefahr laufen, eine schöne Theorie zu bleiben und mitunter als moralische Verpflichtung gelebt zu werden. Wir sind aufgerufen, zu begleiten, zuzuhören, den Weg der Familien zu segnen; nicht nur die Richtung vorzugeben, sondern den Weg mit ihnen gemeinsam zu gehen; diskret und liebevoll ihr Zuhause zu betreten, um den Ehepaaren zu sagen: Die Kirche ist an eurer Seite, der Herr ist euch nahe, wir wollen euch helfen, die Gabe, die ihr empfangen habt, zu bewahren. [...]
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