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Apostolische Reise
nach Marokko 2019

Apostolische Reise nach Marokko 2019
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Marokko


Schätze in der
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Jan Huygen van Linschoten
(Stamp.Barb.S.XI.57)


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Apostolische Reise nach Marokko 2019
Begegnung mit dem marokkanischen Volk, mit den Vertretern des öffentlichen Lebens und der Zivilgesellschaft und mit dem Diplomatischen Korps in Rabat
Die herausragende Würde jedes Menschen anerkennen
Ansprache von Papst Franziskus am 30. März
 

Majestät,
Königliche Hoheiten,
sehr geehrte Vertreter des Königreichs Marokko,
werte Mitglieder des Diplomatischen Korps,
liebe marokkanische Freunde,
As-Salam Alaikum!

Ich bin froh, den Boden dieses Landes zu betreten, das an Naturschönheiten reich ist, Spuren alter Kulturen bewahrt und Zeuge einer faszinierenden Geschichte ist. Ich möchte zunächst Seiner Majestät Mohammed VI. meine aufrichtige und innige Dankbarkeit zum Ausdruck bringen für seine freundliche Einladung und den herzlichen Empfang, den er mir soeben im Namen des ganzen marokkanischen Volkes hat zuteilwerden lassen, insbesondere aber für die aufmerksamen Worte, die er an mich gerichtet hat.

Dieser Besuch ist für mich Anlass zur Freude und zur Dankbarkeit, vor allem weil er mir gestattet, die Reichtümer Ihres Landes, Ihres Volkes und Ihrer Traditionen zu entdecken. Diese Dankbarkeit bietet eine wichtige Gelegenheit, den interreligiösen Dialog und die gegenseitige Kenntnis unter den Gläubigen unserer beiden Religionen zu fördern, während wir der historischen Begegnung zwischen dem heiligen Franz von Assisi und Sultan al-Malik al-Kamil vor 800 Jahren gedenken. Dieses prophetische Ereignis zeigt, dass der Mut, einander zu begegnen und die Hände zu reichen, dort ein Weg des Friedens und der Harmonie für die Menschheit sind, wo Extremismus und Hass Spaltung und Zerstörung bewirken. Darüber hinaus hoffe ich, dass die Wertschätzung, die Achtung und die Zusammenarbeit unter uns dazu beitragen, unsere Bande aufrichtiger Freundschaft zu vertiefen, damit unsere Gemeinschaften den neuen Generationen eine bessere Zukunft bereiten können.

Hier in diesem Land, einer natürlichen Brücke zwischen Afrika und Europa, möchte ich die Notwendigkeit bekräftigen, unsere Anstrengungen zu vereinen, um dem Aufbau einer solidarischeren Welt neuen Impuls zu geben; einer Welt, die sich im aufrichtigen, mutigen und unverzichtbaren Bemühen um einen respektvollen Dialog der Reichtümer und der Besonderheiten jedes Volkes und jeder Person stärker engagiert. Das ist eine Herausforderung, die wir alle annehmen müssen, vor allem in dieser Zeit, in der man Gefahr läuft, Unterschiede und fehlende gegenseitige Kenntnis zum Vorwand für Rivalität und Spaltung zu nehmen.

Für eine Teilnahme am Aufbau einer offenen, pluralen und solidarischen Gesellschaft ist es somit wesentlich, die Kultur des Dialogs als zu gehenden Weg sowie die Zusammenarbeit als Verhaltensregel und das gegenseitige Verständnis als Methode und Maßstab beständig und ohne Nachlassen fortzuentwickeln und zu übernehmen (vgl. Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen, Abu Dhabi, 4. Februar 2019). Dies ist der Weg, den wir unermüdlich beschreiten sollen, damit wir gemeinsam die Spannungen und das Unverständnis, die Masken und die Klischees überwinden können, die stets zu Angst und Konfrontation führen; und so soll einem Geist fruchtbarer und respektvoller Zusammenarbeit der Weg eröffnet werden. Es ist in der Tat unverzichtbar, dem Fanatismus und Fundamentalismus die Solidarität aller Glaubenden entgegenzusetzen. Hierbei haben wir als unschätzbare Bezugspunkte für unser Handeln die Werte, die uns gemeinsam sind. In dieser Hinsicht ist es mir eine Freude, in Kürze das Institut Mohammed VI. für Imame, Prediger und Predigerinnen besuchen zu dürfen, das nach dem Wunsch Eurer Majestät eine angemessene, gesunde Ausbildung gegen alle Formen von Extremismus anbieten soll. Denn diese führen oft zu Gewalt und Terrorismus und stellen in jedem Fall eine Beleidigung der Religion und Gottes selbst dar. Wir wissen, wie sehr eine angemessene Vorbereitung der künftigen religiösen Verantwortungsträger vonnöten ist, wenn wir den wahren religiösen Sinn in den Herzen der neuen Generationen wiederbeleben wollen. [...]

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