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Kultur
Zum 200. Todestag von Pius VII. (1800-1823)

Der Papst, der von Napoleon entführt wurde

Der Papst, der von Napoleon entführt wurde
Pius VII., Porträt von Jacques-Louis David, 1805.
Von Jörg Ernesti*

»To kidnap a pope« – so lautet der auf den ersten Blick trivial klingende Titel eines 2021 erschienenen Buches über Napoleon und Pius VII. Ambrogio A. Caiani, Geschichtsprofessor an der University of Kent, hat damit eine der wenigen neueren Studien über diesen Papst vorgelegt. In deren Mittelpunkt steht der Konflikt mit Napoleon und die fünfjährige Geiselhaft des Pontifex, dessen Todestag sich am 20. August zum 200. Male gejährt hat. Man geht sicher nicht fehl, wenn man feststellt, dass dieser Pontifex weniger Aufmerksamkeit erfährt, als er eigentlich verdient.

Als der spätere Papst unter dem Namen Luigi Barnaba Graf Chiaramonti am 14. August 1742 in Cesena, einer alten Bischofsstadt in der Emilia Romagna, geboren wurde, zeichneten sich die großen kirchenhistorischen Umwälzungen der kommenden Jahrzehnte noch nicht ab. Nachdem schon seine verwitwete Mutter Karmelitin geworden war, entschied auch er sich für den Ordensstand und trat als 14-Jähriger in das Benediktinerkloster seiner Heimatstadt ein. Eine ordensinterne Gelehrtenlaufbahn erhielt eine neue Richtung, nachdem ein Verwandter als Pius VI. den Stuhl Petri bestiegen hatte. Dieser förderte ihn nach Kräften und ernannte ihn 1775 zum Bischof von Tivoli, sieben Jahre später zum Bischof von Imola und zum Kardinal. In theologischer Hinsicht galt Chiaramonti wie viele gebildete Ordensleute seiner Zeit als gemäßigt aufgeklärt.

Wirren der Revolutionszeit

Mit der Französischen Revolution überschlugen sich die Ereignisse auch in seinem Leben. Als die Revolutionstruppen unter der Führung Napoleons den nördlichen Kirchenstaat und damit auch seine Bischofsstadt besetzten, sprach er sich für eine Verständigung mit den neuen Herren des Landes aus. In einer berühmt gewordenen Predigt legte er dar, dass eine recht verstandene Demokratie dem Evangelium nicht widersprechen müsse. Damit war er seiner Zeit weit voraus. Doch standen die Zeichen nicht auf Dialog. 1798 wurde in Rom die Republik ausgerufen, der greise Pius VI. auf Weisung des Direktoriums nach Frankreich entführt und dem Spott des Pöbels ausgesetzt. Man verspottete ihn als »Pius den letzten«. Bei seinem Tod am 29. August 1799 war nicht einmal klar, ob überhaupt ein Nachfolger gewählt werden könne. Man einigte sich schließlich darauf, dass das Konklave in Venedig stattfinden sollte. Hier wurde Kardinal Chiaramonti am 14. März 1800 zum Papst gewählt – als Kompromisskandidat, der sowohl für die Franzosen wie die Österreicher akzeptabel war. In der Tat sollte er sich als Papst um eine ausgewogene Haltung gegenüber den beiden katholischen Großmächten bemühen. Um seinen gedemütigten Vorgänger zu ehren, wählte er den Papstnamen Pius. Gekrönt wurde er übrigens noch in der Lagunenstadt, und zwar mit einer Tiara aus Pappmaché, da die eigentliche Tiara von den Franzosen geraubt worden war. Nach dem Ende der Römischen Republik konnte er in Rom Einzug halten. Im stark verkleinerten Kirchenstaat, den ihm die Franzosen belassen hatten, machte er sich an politische Reformen.

*Prof. DDr. Jörg Ernesti ist Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg und Inhaber des dortigen Lehrstuhls für Mittlere und Neue Kirchengeschichte. [...]
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