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Kultur
Die »Immacolata Concezione«

Das letzte Schiff des Papstes

Das letzte Schiff des Papstes
Historische Aufnahme der vor Civitavecchia vor Anker liegenden »Immacolata Concezione«.
Von Ulrich Nersinger

Für fast 1000 Jahre traf man Schiffe des Papstes auf den Meeren an. Das letzte Schiff unter päpstlicher Flagge sollte die »Immacolata Concezione« sein, die 1859 vom Stapel gelaufen war.

Am 8. Dezember 1854 hatte der selige Pius IX. (1846-1878) mit der Apostolischen Bulle Ineffabilis Deus das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis definiert. Als verbindliche Glaubenswahrheit der katholischen Kirche bekräftigte der Papst, »dass die Allerseligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch die einzigartige Gnade und Bevorzugung des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers des Menschengeschlechtes, von jeglichem Makel der Erbsünde unversehrt bewahrt wurde«. Das Dogma wurde in der katholischen Welt mit Freude aufgenommen. Wie in Rom selber feierte man das Ereignis mit Dankmessen, Andachten und Festen. In kürzester Zeit wurden unzählige Kirchen, Kapellen, Altäre, Denkmäler, Statuen und fromme Institute zu Ehren der Unbefleckten Jungfrau Maria geweiht.

Modern und elegant

Der Schiffswerft der »Thames Iron Works« in Blackwall (England) erteilte Pius IX. den Auftrag für ein neues Flaggschiff der kleinen päpstlichen Marine. 1859 konnte die Dampfkorvette vom Stapel laufen. Am 10. August des Jahres kam Kardinal Nicholas Wiseman, der Erzbischof von Westminster, zur Inspektion des Schiffes, »eines Beispiels von gutem Geschmack und Eleganz – a model of taste and elegance«. Nach dem Besuch der Korvette gab Konteradmiral Russel Henry Manners im Namen der Royal Navy für den Purpurträger und die Offiziere, die das Schiff nach Civitavecchia überführen sollten, einen Empfang. Am 15. August lief das Schiff, das eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Knoten erreichen konnte, aus. Es besaß eine Wasserverdrängung von 652 Tonnen und verfügte über drei Maste und einen Bugspriet sowie einen modernen Propellerantrieb (150 HP). Am 29. August 1859 wurde die Korvette in Civitavecchia offiziell der päpstlichen Marine übergeben.

Der Papst ließ das Schiff auf den Namen »Immacolata Concezione« (Unbefleckte Empfängnis) taufen. Obwohl es mit acht Geschützen, jeweils 18 Pfund schwer, ausgestattet war, kam es zu keiner direkten kriegerischen Auseinandersetzung der Korvette mit anderen Schiffen. Der Papst nutzte sie zur Repräsentation und zu Tagesausflügen vor Civitavecchia und Anzio. Aus den Aufzeichnungen des Kapitäns erfährt man, dass mit der Korvette ursprünglich sogar eine »Heilig-Land-Fahrt« Pius’ IX. geplant war.

Mit dem Schiff wird eine weltberühmte Erfindung in Verbindung gebracht, die von P. Angelo Secchi SJ stammte. Angelo Secchi wurde am 29. Juni 1818 in Reggio Emilia geboren. Schon im Alter von 15 Jahren hatte er sich dem Jesuitenorden angeschlossen. Dem hochbegabten Studenten erlaubte man neben dem philosophisch-theologischen Studiengang auch das Studium weiterer Fächer, darunter auch der Astronomie. In Loreto lehrte er schon bald als Professor für Mathematik und Physik. Die Revolution in den Päpstlichen Staaten (1848/49) zwang die Jesuiten, das weltliche Herrschaftsgebiet des Papstes zu verlassen; im Exil arbeitete Secchi an den Sternwarten von Stonyhurst in England und des Georgetown Colleges in Washington, D.C. (USA). Im Jahr der Rückkehr Pius’ IX. in die Ewige Stadt (1850) wurde ihm die Leitung der Sternwarte des »Collegio Romano« in Rom übertragen.

P. Secchi war der erste, der die Spektralanalyse in die astronomische Forschung einführte und die Sterne nach ihrem eigentümlichen Farbspektrum klassifizierte. Des Weiteren befasste er sich mit dem Einfluss der Sonne auf die Erdatmosphäre sowie deren elektrische Erscheinungen. Auch dem Mond und dem Mars hatte sich der Ordensmann erfolgreich gewidmet.

In der Voraussage des Wetters war er durch seine Untersuchungen so weit gekommen, dass er für Italien größere Orkane und Meeresstürme auf zwei Tage voraussagen und die Hafenstationen Civitavecchia, Ancona und Porto d’Anzio telegraphisch vor dem Auslaufen von Schiffen warnen konnte. Ihm war es zu verdanken, dass sich schon im Jahre 1854 in Rom die »Telegraphisch-meteorologische Correspondenz für den Kirchenstaat« bildete, die Muster und Vorbild für die große »Correspondenz« von Paris wurde. 1858 erbaute er an den Küsten der Päpstlichen Staaten ein Netz von Leuchttürmen. [...]
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