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Kultur
Die heilige Theresia von Lisieux und die Päpste

Eine Audienz auf dem Weg zur Heiligkeit

Eine Audienz
auf dem Weg zur Heiligkeit
Am 17. Mai 1927 weihte Pius XI. in den Vatikanischen Gärten eine Statue zu Ehren der heiligen Theresia ein. Dabei bezeichnete der Papst sie als »Stern seines Pontifikates« und »Wächterin der Vatikanischen Gärten«.
Von Ulrich Nersinger

Unter den Audienzen, die der Papst gewährt, nehmen die sogenannten »Handkussaudienzen« eine besondere Stellung ein. Sie sind eine Light-Version der Privataudienzen und sollen laut vatikanischer Gepflogenheiten »con una certa rapidità – mit einer gewissen Zügigkeit« ablaufen. Verletzungen des Protokolls bei diesen Baciamano-Audienzen lassen sich jedoch nicht immer verhindern. Manchmal werden diese sogar durch bedeutende Persönlichkeiten der Kirchengeschichte provoziert. Berühmt geworden ist ein Zwischenfall, den die heilige Theresia vom Kinde Jesus »verschuldete«.

Marie-Françoise-Thérèse Martin wird am 2. Januar 1873 in Alençon (Frankreich) geboren. Nach dem Tod der Mutter im Jahre 1877 siedelt Theresia mit der ganzen Familie in die Stadt Lisieux über. Am Pfingsttag 1883 wird ihr durch die Fürsprache der Muttergottes die Heilung von einer schweren Krankheit zuteil. Sie geht bei den Benediktinerinnen von Lisieux in die Schule. Weihnachten 1886 macht sie eine sehr tiefe geistliche Erfahrung, die sie als »vollständige Bekehrung« bezeichnet. Theresia hatte Verlangen nach dem kontemplativen Leben, wie ihre Schwestern Pauline und Maria es im Karmel von Lisieux führten, aber ihr jugendliches Alter hinderte sie noch daran. Anlässlich einer Pilgerfahrt nach Italien, wobei sie auch das Heilige Haus in Loreto und die Ewige Stadt besucht, wird den Gläubigen der Diözese Lisieux von Papst Leo XIII. (Gioacchino Pecci, 1878-1903) am 20. November 1887 eine Audienz gewährt. Nun sieht Theresia die Möglichkeit gekommen, einen Eintritt in den Karmel zu erwirken.

»Mein Herz klopfte zum Zerspringen«

In ihren Erinnerungen berichtet sie: »Leo XIII. saß auf einem hohen Thronsessel, bekleidet mit dem weißen Talar und einem gleichfarbigen Schultermäntelchen. Er war von Prälaten und anderen geistlichen Würdenträgern umgeben. Dem Zeremoniell entsprechend kniete jeder Pilger vor ihm nieder, küsste zuerst den Fuß und dann die Hand des obersten Hirten und empfing den päpstlichen Segen. Zwei Nobelgardisten gaben ihm hierauf mit einer leichten Berührung das Zeichen, sich zu erheben und in den Nebensaal zu treten, um dem Nächstfolgenden Platz zu machen. Niemand sprach auch nur ein Wort. Ich aber war fest entschlossen zu reden. Da ließ uns Herr Abbé Reverony, der zur Rechten Seiner Heiligkeit stand, ganz laut sagen, er verbiete strengstens, den Heiligen Vater anzusprechen. Ich wandte mich nach Celine um, und sah sie fragend an. Mein Herz klopfte zum Zerspringen. ›Sprich!‹ sagte sie mir. Im nächsten Augenblick kniete ich vor dem Papst und küsste ihm den Fuß. Als er mir die Hand zum Kusse reichte, schlug ich meine tränenfeuchten Augen zu ihm auf und flehte: ›Heiligster Vater, ich habe eine große Gnade zu erbitten.‹ Sofort neigte sich der Papst, so dass er fast mein Gesicht berührte. Es schien, als wolle er das Innerste meiner Seele mit dem tiefen Blick seiner schwarzen Augen durchdringen. ›Heiligster Vater‹, begann ich nochmals, ›erlauben Sie mir zu Ehren Ihres Jubiläums mit fünfzehn Jahren in den Karmel einzutreten?‹ Überrascht und unzufrieden fiel der Generalvikar von Bayeux ein: ›Heiligster Vater es ist ein Kind, das nach dem Leben im Karmel verlangt. Die Oberen prüfen augenblicklich die Angelegenheit.‹ ›Nun gut, mein Kind‹, sagte mir Seine Heiligkeit, tun Sie, was die Oberen bestimmen werden‹. Da faltete ich die Hände, legte sie auf die Knie des Papstes und wagte noch einen Versuch: ›O Heiligster Vater, wenn Sie Ja sagten, so würde niemand mehr Schwierigkeiten machen.‹ [...]
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