zur StartseiteZugang für Abonnenten
Startseite » Aktuelle Ausgabe 2/2022 » Aus dem Vatikan
Titelcover der aktuellen Ausgabe 2/2022 - klicken Sie für eine größere Ansicht

Wir feiern Geburtstag!

50 Jahre Deutsche Wochenausgabe
L'Osservatore Romano


50 Jahre Osservatore Romano

Die Grußworte und Glückwünsche der Bischöfe finden Sie hier.



Lesen Sie hier Beiträge zum 50jährigen Jubiläum der Deutschen Wochenausgabe von L'Osservatore Romano


Apostolische Reise
nach Zypern und
Griechenland
2021

Apostolische Reise nach Zypern und Griechenland 2021
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Zypern und Griechenland


Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Ein seltene Ansicht Roms
von Matthäus Greuter
(Stampe Geografiche I.199)


Lesen Sie hier den Beitrag...



Die Themen
des Osservatore Romano


Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.



Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.



Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.



Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.


Links


Hier erhalten Sie weitergehende Informationen
zu unseren Partnerseiten.

Aus dem Vatikan
Generalaudienz in der »Aula Paolo VI« am 5. Januar

Ohne Kinder wird die Gesellschaft unmenschlicher

Ohne Kinder wird die Gesellschaft unmenschlicher
Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Heute werden wir über den heiligen Josef als Vater Jesu nachdenken. Die Evangelisten Matthäus und Lukas stellen ihn als Nährvater Jesu und nicht als seinen biologischen Vater dar. Matthäus bringt dies zum Ausdruck, indem er das Verb »zeugen« vermeidet, das im Stammbaum für alle Vorfahren Jesu gebraucht wurde. Vielmehr bezeichnet er ihn als den »Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird« (1,16). Lukas bestätigt das, indem er von Jesus sagt: »Er galt als Sohn Josefs« (3,23). Dieser erschien also als sein Vater.

Um Josefs Nährvaterschaft oder Vaterschaft vor dem Gesetz zu verstehen, muss man sich vor Augen halten, dass die Institution der Adoption im Alten Orient sehr verbreitet war, mehr als in unseren Tagen. Man denke an das in Israel sehr gebräuchliche »Levirat«, das im Deuteronomium so formuliert wird: »Wenn zwei Brüder zusammenwohnen und der eine von ihnen stirbt und keinen Sohn hat, soll die Frau des Verstorbenen nicht die Frau eines fremden Mannes außerhalb der Familie werden. Ihr Schwager soll sich ihrer annehmen, sie heiraten und die Schwagerehe mit ihr vollziehen. Der erste Sohn, den sie gebiert, soll den Namen des verstorbenen Bruders weiterführen. So soll dessen Name in Israel nicht erlöschen« (25,5-6). Mit anderen Worten: Der leibliche Vater dieses Sohnes ist der Schwager, aber der Vater vor dem Gesetz bleibt der Verstorbene, der dem Neugeborenen alle Erbrechte überträgt. Dieses Gesetz hatte ein zweifaches Ziel: dem Verstorbenen Nachkommenschaft und den Erhalt des Besitzes zu gewähren.

Den Namen geben

Als offizieller Vater Jesu übt Josef das Recht aus, dem Sohn einen Namen zu geben, wodurch er ihn rechtlich anerkennt. Rechtlich ist er der Vater, aber nicht der Zeugung nach; er hat ihn nicht gezeugt.

In der Antike war der Name die Zusammenfassung der Identität eines Menschen. Den Namen zu ändern bedeutete, sich selbst zu verändern, wie im Fall des Abram, dessen Namen Gott in »Abraham« verwandelt, was »Vater der Menge« bedeutet, denn, so heißt es im Buch Genesis, »zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt« (17,5). Das gilt auch für Jakob, der »Israel« genannt wird, was »Gottesstreiter« bedeutet, denn er hat mit Gott gestritten, um ihn zu zwingen, ihm seinen Segen zu geben (vgl. Gen 32,29; 35,10).

Jemandem oder etwas den Namen zu geben bedeutet jedoch vor allem, die eigene Autorität über das, was benannt wurde, zu bestätigen, wie Adam es tat, als er allen Tieren einen Namen gab (vgl. Gen 2,19-20). Josef weiß, dass für den Sohn Marias von Gott ein Name vorbereitet wurde – der wahre Vater Jesu, Gott, gibt Jesus den Namen –, der Name »Jesus«. Er bedeutet »der Herr rettet«, wie der Engel ihm erklärt: »denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen« (Mt 1,21). Dieser besondere Aspekt der Gestalt des Josef gestattet uns heute, über die Vaterschaft und über die Mutterschaft nachzudenken. Und ich glaube, dass das sehr wichtig ist: heute über die Vaterschaft nachzudenken. Denn wir leben bekanntlich in einer Zeit der Verwaisung. Es ist merkwürdig: unsere Zivilisation ist etwas verwaist, und man spürt es, dieses Verwaist-Sein. Die Gestalt des heiligen Josef möge uns helfen zu verstehen, wie man das Gefühl der Verwaisung, das uns heute viel Schaden zufügt, überwindet. [...]
Lesen Sie mehr in der Printausgabe.

Zurück zur Startseite

Feiern Sie mit!

Sonderabonnement zum 50jährigen Jubiläum

Zu diesem Jubiläum haben wir ein exklusives Einstiegsgeschenk für Sie!

Lesen Sie 6 Monate lang den Osservatore Romano und Sie erhalten als Dankeschön unseren Jubiläums-Tintenroller mit besonderer Gravur.


Jahresinhaltsverzeichnis 2020

Bestellen Sie das Jahresinhaltsverzeichnis 2020 als gedruckte Version in Original-Zeitungsgröße



Enzyklika »Laudato si«

hier bestellen


Meditationen von
Papst Franziskus
bei den Frühmessen
in Santa Marta 2013

Meditationen von Papst Franziskus bei den Frühmessen in Santa Marta 2013

Jetzt als eBook!



Sonderausgabe
Die neuen Glaubenszeugen unter Papst Benedikt XVI.


Teil 2 noch erhältlich!

Die neuen Glaubenszeugen unter Papst Benedikt XVI.
mehr Informationen zu dieser Sonderausgabe


Unsere neue Dienstleistung für Verlage, die Ihr Abogeschäft in gute Hände geben wollen.


aboservice

mehr
Informationen


L’Osservatore Romano
Telefon: +49 (0) 711 44 06-139 · Fax: +49 (0) 711 44 06-138
Senefelderstraße 12 · D-73760 Ostfildern
Kontakt | Sitemap | AGB | Widerruf | Datenschutz | Impressum