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Startseite » Archiv » Doppelausgabe 29-30/2021 » Kultur
Titelcover der archivierten Ausgabe 29/2021 - klicken Sie für eine größere Ansicht

Apostolische Reise nach
Budapest und in die Slowakei
2021

Apostolische Reise nach Budapest und Slowakei 2021
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Budapest und in die Slowakei


Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Eine Abhandlung über
die Erfinder aller Dinge
des italienischen
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Polidoro Virgili
(Stamp.Pal.IV.29(int.8))


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Kultur
Ein Jahrestag für die Kapelle in Vence und für die Vatikanischen Museen

Matisse und das vollkommene Gleichgewicht

Matisse und das vollkommene Gleichgewicht
Das Innere der Kapelle mit dem Altar und dem Glasfenster des Lebensbaumes.
Vor 70 Jahren wurde die von Matisse entworfene Kapelle in Vence geweiht und vor zehn Jahren der Matisse-Saal in den Vatikanischen Museen eingerichtet. Micol Forti, Kuratorin der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst in den Vatikanischen Museen, und Rosalia Pagliarani, Assistentin, erläutern aus Anlass der Jahrestage die Zusammenhänge.

Am 25. Juni 1951 in Vence, einer kleinen, in helles Licht getauchten Ortschaft bei Nizza: Bischof Paul Rémond segnet in Anwesenheit von etwa einhundert Personen, darunter Ordensleute, Laien, Fotografen, Journalisten, Intellektuelle, die Kapelle des »Foyer Lacordaire«. Sie gehört einer Gemeinschaft von Dominikanerinnen, die sich um Kranke kümmern. Dieses Ereignis sollte für die Geschichte der sakralen Kunst des 20. Jahrhunderts große Bedeutung erlangen, denn es handelt sich um das letzte Meisterwerk von Matisse. Die der Gottesmutter vom Rosenkranz geweihte Kapelle ist ein Gesamtkunstwerk, an dem Matisse in den Jahren 1948 bis 1951 arbeitete.

Der Künstler kann nicht persönlich an der Weihe der Kapelle teilnehmen, da er aus gesundheitlichen Gründen schon längere Zeit ans Bett gefesselt ist. Doch bis zuletzt verfolgt er die Arbeiten sehr genau, damit alles so aussehen sollte, wie er es sich vorgestellt hatte. In einem Brief an den Bischof hatte er zum Ausdruck gebracht, dass dies für ihn ein sehr wichtiger Moment seines Lebens und seiner Künstlerkarriere sei: »Für dieses Werk waren vier Jahre exklusiver und beständiger Arbeit notwendig, und es ist das Resultat meines gesamten aktiven Lebens. Ich betrachte es trotz aller Unvollkommenheiten als mein Meisterwerk.«

Er versteht das Werk ebenso als Huldigung an die Freundschaft zu seiner ehemaligen Krankenpflegerin Monique Bourgeois, die ihm auch Modell gesessen hatte. Zum großen Erstaunen des betagten Meisters hatte diese einige Jahre zuvor beschlossen, den Schleier zu nehmen, und war mit dem Namen Jacques-Marie bei den Dominikanerinnen eingetreten.

Gesamtkunstwerk aus einer Hand

Der gesamte Entwurf für die Kapelle stammt aus der Hand von Matisse, angefangen von der Gesamtarchitektur bis hin zu den kleinsten Details, ein Unikum im Werk des Künstlers. Er kümmert sich um alles: Dekoration des Außenbaus, einschließlich des schmiedeeisernen Kreuzes auf dem Dach, Buntglasfenster, Altar, gestickte Altardecke, Tabernakel, die Tür des Beichtstuhls aus Naturholz, durchbrochen in der Art arabischer Stoffe. Um die Arbeit bewältigen zu können, konzentrierte er sich ganz darauf. Er zieht aus der Villa »La Rêve«, wo er bis jetzt gewohnt hatte, in die große Atelier-Wohnung im Hotel Regina in Nizza, wo die Wandflächen in etwa genauso groß sind wie in der zukünftigen Kapelle.

Vier Jahre Arbeit, zu der sich der Agnostiker »vom Schicksal berufen« fühlt, wie er in einem kurz nach Abschluss der Arbeiten veröffentlichen Text sagt. Er arbeitet meist vom Bett aus oder in einem Sessel sitzend, wo er zahllose Zeichnungen sowie die »Gouaches découpés« anfertigt, eine von ihm erfundene Technik des Scherenschnitts: Papier wird mit Gouachefarbe bemalt, anschließend werden Formen ausgeschnitten und arrangiert und schließlich auf Leinwand aufgeklebt. Diese Technik verwendete Matisse für die Entwürfe der Glasfenster. Die gesamte Zeit über findet ein reger schriftlicher Austausch zwischen ihm und seinen Ansprechpartnern aus dem Dominikanerorden statt: P. Marie-Alain Couturier, der in Frankreich grundlegenden Einfluss auf die zeitgenössische christliche Kunst ausgeübt hat, der junge Dominikanerbruder Pie Raymond Régamey, der dessen intellektuelles Erbe antreten sollte, sowie Sr. Jacques-Marie selbst, aber auch die eigentliche Auftraggeberin der Kapelle, die Oberin der Gemeinschaft, Mutter Agnès du Jésus. Obwohl sie eher im Hintergrund bleibt, spielt sie eine entscheidende Rolle, wie der Briefwechsel mit Matisse zeigt, der heute in den Vatikanischen Sammlungen aufbewahrt wird. [...]
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