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Apostolische Reise nach Thailand und Japan 2019

Apostolische Reise nach Thailand und Japan 2019
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Thailand und Japan


Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Die Geographie Strabons,
ein fundamentales Werk
der europäischen
Geistesgeschichte
( Inc.S.121)


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Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.



Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.



Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.



Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.


Die Grußworte von

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Erzbischof von München und Freising
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Dokumentation
Botschaft von Papst Franziskus an die Teilnehmer am Forum »The European House – Ambrosetti«

Die besten Kräfte der Menschheit freisetzen

Sehr geehrte Damen und Herren!

Freundschaftlich begrüße ich Sie alle, die Teilnehmer am Forum »The European House – Ambrosetti«. In diesem Jahr erfordert die Auseinandersetzung mit wichtigen Themen bezüglich der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Erneuerung außerordentliche Bemühungen, um auf die vom gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Notstand hervorgerufenen oder verschärften Herausforderungen zu antworten.

Aus der Erfahrung der Pandemie lernen wir alle, dass keiner sich alleine rettet. Wir haben die Schwäche, die uns zeichnet und uns vereint, persönlich erfahren. Wir haben besser verstanden, dass jede persönliche Entscheidung auf das Leben des Nächsten zurückfällt – auf das Leben derer, die uns nahe sind, aber auch derer, die sich physisch gesehen am anderen Ende der Welt befinden. Wir sind durch die Ereignisse gezwungen worden, unserer gegenseitigen Zugehörigkeit ins Gesicht zu sehen – der Tatsache, dass wir Brüder und Schwestern in einem gemeinsamen Haus sind. Als wir nicht in der Lage waren, im Guten und im Teilen der Ressourcen solidarisch zu werden, haben wir die Solidarität des Leidens erlebt.

Auf allgemein kultureller Ebene hat diese Prüfung noch viel mehr gelehrt. Denn sie hat uns die Größe der Wissenschaft, aber auch ihre Grenzen aufgezeigt; sie hat die Werteskala, die Geld und Macht an die Spitze stellt, infrage gestellt; sie hat – durch das gemeinsame Zuhausebleiben von Eltern, Kindern, jungen und alten Menschen – die Mühen und Freuden der Beziehungen neu aufgezeigt; sie hat uns gezwungen, auf Überflüssiges zu verzichten und auf das Wesentliche zu schauen. Sie hat die schwachen Motivationen zerstört, die ein gewisses Entwicklungsmodell gestützt haben. Angesichts einer Zukunft, die ungewiss und schwierig erscheint, vor allem auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene, sind wir aufgefordert, die Gegenwart zu leben und das Bleibende vom Vergänglichen zu unterscheiden, das Notwendige von dem, was nicht notwendig ist.

In dieser Situation ist die Ökonomie, in ihrem humanistischen Sinne als »Gesetz des Hauses der Welt« ein privilegierter Bereich aufgrund ihrer engen Verbindung mit den wirklichen und konkreten Situationen jeden Mannes und jeder Frau. Sie kann zum Ausdruck einer »Heilung« werden, die nicht ausgrenzt, sondern einschließt; nicht erniedrigt, sondern belebt; die Würde des Menschen nicht den Götzen der Finanz opfert; nicht Gewalt und Ungleichheit erzeugt; das Geld nicht benutzt, um zu herrschen, sondern um zu dienen (vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 53-60). Denn der echte Profit besteht in einem Reichtum, zu dem alle Zugang haben. »Was ich wirklich besitze, ist das, was ich zu schenken weiß« (Generalaudienz, 7. November 2018).

In der Tragödie, die immer noch die gesamte Menschheit im Griff hat, haben auch Wissenschaft und Technik nicht genügt. Das entscheidende Element war jenes von vielen Menschen aufgebrachte Mehr an Großherzigkeit und Mut. Das spornt uns an, das technokratische Paradigma, das als einziger und vorrangiger Zugang zu den Problemen verstanden wird, zu verlassen: ein Paradigma, das von der Logik der Herrschaft über die Dinge geprägt ist, in der falschen Annahme, dass »man über eine unbegrenzte Menge von Energien und Ressourcen verfügen könne, dass diese sofort erneuerbar und dass die negativen Auswirkungen der Manipulationen der natürlichen Ordnung problemlos zu beheben seien« (Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Kompendium der Soziallehre der Kirche, 462; vgl. Enzyklika Laudato si’, 106). Sowohl gegenüber der Natur als auch – und erst recht – gegenüber den Menschen bedarf es eines Mentalitätswandels, der den Blick erweitert und die Technik ausrichtet, sie in den Dienst einer anderen Art von Entwicklungsmodell stellt, das gesünder, menschlicher, sozialer und ganzheitlicher ist. [...]
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