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Apostolische Reise nach Thailand und Japan 2019

Apostolische Reise nach Thailand und Japan 2019
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Kirche in der Welt
Interview mit der Generaloberin der Armenischen Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis

Hilfe für die Armen und Ausgegrenzten

Schwester Jeannette Arousiag Sajonian aus Armenien.
Von Francesco Ricupero

Sie hat ihr ganzes Leben den Benachteiligten, Armen, Ausgegrenzten und den Waisenkindern gewidmet. Waisenhaus, Altenheim, Berufsschule für arme Kinder: Das sind die wichtigsten Initiativen, die Schwester Jeannette Arousiag Sajonian leitet. Die Generaloberin der armenischen Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis hört mit ihren 75 Jahren nicht auf, mit großer Entschlossenheit den vielen armenischen Brüdern und Schwestern zu helfen, die in Armut leben und das Werk der Kirche brauchen. »Ich verdanke meine Berufung meiner Mutter und der heiligen Therese von Lisieux, der ›Kleinen Blume‹. Zuerst wollte ich Karmelitin werden«, erzählt Schwester Jeannette dem Osservatore. »Aber meine Freunde haben mich davon überzeugt, dass ich als Armenierin meinem Volk dienen sollte. Auch meine Mutter wäre gerne Ordensfrau geworden, aber ihre Eltern haben sie verheiratet, als sie erst 15 Jahre alt war und noch zur Schule ging. Ich bin dankbar für die Tatsache, dass sie meinen Vater geheiratet hat. Sonst würde es mich nicht geben. Auf den Ruf des Herrn zu antworten war nicht ganz einfach, weil ich mich als Heranwachsende verliebt hatte. Aber es ist mir nie gelungen, die innere Stimme zum Schweigen zu bringen, die mich rief, mein Leben dem Herrn zu weihen. Mein damaliger Freund ist später Priester geworden und dann Bischof. Ich denke, dass mein Eintritt ins Kloster ein Weg war, damit er seine Berufung findet. Ich weihe jeden Tag meines Lebens dem Herrn und allen Hilfesuchenden, Großen und Kleinen: Alle sind Kinder Gottes.«

Wie viele Kinder leben in Ihrem Waisenhaus? Sind alle katholisch?


In Gjumri, der Hauptstadt der Provinz Schirak, kümmern wir uns um 33 Kinder, aber in der Vergangenheit waren es doppelt so viele, 66. Zu Beginn waren es Kinder, die ihre Eltern durch das Erdbeben verloren und keine Familie mehr hatten. Heute haben wir leider vor allem Kinder, die von ihren Vätern und manchmal auch von ihren Müttern im Stich gelassen wurden. Bei etwa der Hälfte der Kinder, die derzeit im Heim sind, leben die Eltern noch, aber viele kennen sie nicht. Fast alle unsere kleinen Gäste leben ganz bei uns, mit Ausnahme von zwei, drei Kindern, die abends nach Hause gehen. In unserem Waisenhaus fragen wir nie nach der Religionszugehörigkeit, wie nehmen alle ohne Unterschied auf. Unser Hauptziel ist es, jedem unserer Sorge anvertrauten Kind einen Ort anzubieten, an dem es sich zuhause fühlt. Und wo wir uns engagiert und liebevoll für dessen geistiges, spirituelles, physisches, emotionales und psychisches Wachstum einsetzen.

Wir arbeiten nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit ihren Familien. Wir bemühen uns, ihnen so viel wie möglich zu helfen, indem wir Nahrung, Kleidung und Schulmaterial zur Verfügung stellen. Dank der Wohltäter und Einzelpersonen, die unsere Kinder unterstützen, gelingt es uns, die Kinder in Gjumri mit allem Nötigen zu versorgen, und auch die jungen Universitätsstudentinnen in unserem Zentrum in Jerewan, dem »Annie Bezikian Youth Center«, wo wir 18 Mädchen Unterkunft gewähren. Einige sind Waisen, andere kommen aus armen Familien, deren Eltern es nicht möglich wäre, Lebensunterhalt, Miete und Universitätsgebühren zu bezahlen. Dank der Wohltäter können wir elf Familien finanziell voll unterstützen, etwa 80 Kernfamilien erhalten gelegentliche Unterstützung und jedem, der an unsere Türe klopft, können wir Kleidung geben. Unter den italienischen Wohltätern möchte ich die Vereinigung »Famiglie insieme« erwähnen, die seit Jahren die Waisen unterstützt, und die Vereinigung der Ehrenamtlichen »Manalive«, die uns seit einigen Monaten unterstützt und den Waisen eine Bibliothek mit Lehrmaterial für Fremdsprachenunterricht schenken will.

Wie schwer ist es für einen Jungen, der aus Ihrem Waisenhaus kommt, sich erfolgreich in die Gesellschaft einzugliedern?

Zur großen Überraschung des armenischen Ministeriums für soziale Angelegenheiten waren unsere Jungen aus dem Waisenhaus die ersten, die an der medizinischen Universität in Jerewan studierten. Heute haben wir drei Zahnchirurgen, einen Pharmazeuten und zwei Opernsänger, und dazu einige, die einen akademischen Abschluss an der amerikanischen sowie an der französischen Universität Armeniens erworben haben, außerdem an den Fakultäten für Sprachwissenschaft und für Pädagogik der staatlichen Universität Jerewan. Gewöhnlich blicken die Leute wohlwollend auf die jungen Menschen aus unserem Waisenhaus, weil sie an unsere Arbeit glauben. Dennoch werden Waisen in Armenien trotz ihrer Begabung immer noch von oben herab betrachtet, als Kinder, die von ihren Eltern im Stich gelassen wurden. Wir haben über 18 unserer Mädchen eine Hochzeit ermöglicht. Einige haben eine schöne, solide Familie aufgebaut, andere haben sich getrennt und haben sich gemeinsam mit ihren Kindern unserer Sorge anvertraut. Wir müssen feststellen, dass einige dieser Mädchen, die von klein auf mütterliche Zuneigung entbehren mussten, Schwierigkeiten haben, den eigenen Kindern die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. [...]
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