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Startseite » Archiv » Doppelausgabe 36-37/2020 » Kultur
Titelcover der archivierten Ausgabe 36/2020 - klicken Sie für eine größere Ansicht

Apostolische Reise nach Thailand und Japan 2019

Apostolische Reise nach Thailand und Japan 2019
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Thailand und Japan


Schätze in der
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Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Die Geographie Strabons,
ein fundamentales Werk
der europäischen
Geistesgeschichte
( Inc.S.121)


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Kultur

Geschichten entstehen aus Begegnung

Das Genre des Spionageromans reicht zurück bis in das Alte Testament: Im Buch Josua können die Spione ihren Verfolgern entkommen, weil die Dirne Rahab ihnen zu einer abenteuerlichen Flucht verhilft: »Darauf ließ die Frau sie mit einem Seil durch das Fenster hinab; das Haus, in dem sie wohnte, war nämlich in die Stadtmauer eingebaut …« (Illustration aus einer hebräischen Handschrift)
Von Piero Pisarra

Erzähle, gedenke! Dieses zweifache Gebot durchzieht die gesamte Bibel. In einer Reihenfolge, die dem Erzählen den Vorrang einräumt. Denn es gibt kein Gedenken ohne Erzählung. So ist es auch im Abschnitt aus dem Buch Exodus (10,2), der der Botschaft des Papstes zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel zugrunde liegt: »Damit du deinem Sohn und deinem Enkel erzählen kannst.« Von den Wundern des Herrn erzählen, von Generation zu Generation seine Taten überliefern. Lebendige, dynamische Erinnerung, deren Hauptquelle das Erzählen ist.

Die Bibel besteht aus Erzählungen, sie ist durchwoben von Geschichten, auch und vor allem in den poetischen Büchern, ein Repertorium erzählter Geschichten und anderer, erahnter oder erträumter Geschichten, Gegenstand faszinierender Incipits (»Mein Vater war ein heimatloser Aramäer«, Deuteronomium 26,5) und ebenso faszinierender überraschender Wendungen, Abenteuer, Enthüllungen. Sie ist das große Repertoire der Leidenschaften, in der wir im Ansatz alle Genres unserer Literatur wiederfinden.

Narrative Exegese


Apologie der Macht? Im Buch der Richter (9,7-15) ergreifen die Bäume das Wort wie im Roman von Richard Powers Die Wurzeln des Lebens, Pulitzer-Preis für Belletristik 2019. Rätselhaftes Mystery? Ein Sprachfehler, ein falsch ausgesprochenes Kennwort kann euch das Leben kosten, wenn ihr auf der falschen Seite seid (ebenfalls im Buch der Richter: 12,5-7). Spionagethriller? Einer von vielen: die auf Kundschaft nach Jericho geschickten Spione, die von der Dirne Rahab versteckt wurden (Josua 2,1-24). Und dann ganz klar die Epik, Kriege, Tragödien aus Leidenschaft, Rache, Themen aus Groschenromanen und unzähligen Hollywood-Filmen. #MeToo? Steht bereits alles in der Geschichte von Susanna und den beiden Alten (Daniel 13,1-64).

Die Wissenschaftler der Narrativen Exegese haben detaillierte Analysen des Textaufbaus vorgelegt und die Besonderheit der biblischen Rhetorik ebenso untersucht wie den Gebrauch von Symbolen und Metaphern und auch die meisterhaften Erzählstrategien. Aber in den Heiligen Schriften ist eine andere Weisheit enthalten – ein gemeinsames Erbe aller großen Literatur –, die sich unser Bedürfnis nach Geschichten zunutze macht, um uns eine andere Geschichte zu erzählen: die Geschichte eines Bundes, eines unerhörten Pakts zwischen Gott und seinem Volk

»Der Mensch ist ein erzählendes Wesen«, unterstreicht der Papst. Und es ist nicht notwendig, dass man von Beruf Schriftsteller ist, um neue Personen und Handlungsstränge ins Leben zu rufen, um Reisen in die zu Erinnerung unternehmen oder Neuland zu erkunden. Wenn aber das Erzählen eine allen gemeinsame Fähigkeit ist, warum dann diese Wortmeldung zur Verteidigung des Erzählens, diese Botschaft über den Wert der Geschichten? [...]
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