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Apostolische Reise nach Thailand und Japan 2019

Apostolische Reise nach Thailand und Japan 2019
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Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

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Eine romanhafte Schilderung
der Reise ins Heilige Land
und in den Fernen Osten
(Inc. Ross. 325)


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Die Schönheit der Schöpfung

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Wir setzen die Katechese über das Gebet fort, indem wir über das Geheimnis der Schöpfung nachdenken. Das Leben, die einfache Tatsache, dass wir existieren, öffnet das Herz des Menschen für das Gebet.

Die erste Seite der Bibel gleicht einem großen Dankeshymnus. Der Schöpfungsbericht ist von Versen durchzogen, in denen beständig die Güte und die Schönheit alles Seienden hervorgehoben wird. Gott ruft mit seinem Wort alles ins Leben, und alles kommt zum Sein. Mit dem Wort trennt er das Licht von der Finsternis, führt er den Wechsel von Tag und Nacht herbei, den Wechsel der Jahreszeiten, öffnet er eine Farbpalette mit der Vielfalt der Pflanzen und Tiere. In diesem überreichen Wald, der rasch das Chaos besiegt, erscheint als Letzter der Mensch. Und diese Erscheinung ruft einen überschwänglichen Lobpreis hervor, der die Zufriedenheit und Freude noch größer macht: »Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut« (Gen 1,31). Es war gut, aber auch schön: Man sieht die Schönheit der ganzen Schöpfung!

Die Schönheit und das Geheimnis der Schöpfung rufen im Herzen des Menschen die erste Regung hervor, die das Gebet erweckt (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 2566). So heißt es im achten Psalm, der wir zu Beginn gehört haben: »Seh ich deine Himmel, die Werke deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigt: Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?« (V. 4-5). Der Beter betrachtet das Geheimnis des Seins um sich herum, sieht den Sternenhimmel, der sich über ihm ausbreitet – und den die Astrophysik uns heute in seiner ganzen Unermesslichkeit zeigt –, und fragt sich, welcher Liebesplan hinter einem so gewaltigen Werk stecken muss! … Und was ist der Mensch in dieser endlosen Weite? »Beinahe ein Nichts«, heißt es in einem anderen Psalm (vgl. 86,48): ein Wesen, das geboren wird; ein Wesen, das stirbt; ein ganz schwaches Geschöpf. Dennoch ist im ganzen Universum der Mensch das einzige Geschöpf, das sich dieser Schönheit in ihrer ganzen Fülle bewusst ist. Ein kleines Wesen, das geboren wird, stirbt, das heute da ist und morgen nicht mehr da ist, ist das einzige, das sich dieser Schönheit bewusst ist. Wir sind uns dieser Schönheit bewusst!

Gefühl des Staunens


Das Gebet des Menschen ist eng mit dem Gefühl des Staunens verbunden. Die Größe des Menschen ist verschwindend klein im Verhältnis zu den Dimensionen des Universums. Seine größten Errungenschaften sind gleichsam Nichtigkeiten… Aber der Mensch ist kein Nichts. Im Gebet bricht sich mit Macht ein Gefühl der Barmherzigkeit Bahn. Nichts existiert aus Zufall: Das Geheimnis des Universums liegt in einem gütigen Blick, mit dem jemand unseren Blick kreuzt. Im Psalm heißt es, dass wir nur wenig geringer sind als Gott, gekrönt mit Pracht und Herrlichkeit (vgl. 8,6). Die Beziehung zu Gott ist die Größe des Menschen: seine Inthronisierung. Von der Natur her sind wir fast nichts, klein. Aber von der Berufung, von unserem Ruf her sind wir die Kinder des großen Königs!

Diese Erfahrung haben viele von uns gemacht. Wenn die Ereignisse des Lebens mit all ihrer Bitterkeit in uns manchmal die Gabe des Gebets zu ersticken drohen, dann genügt die Betrachtung des Sternenhimmels, eines Sonnenuntergangs, einer Blume …, um den Funken des Danks neu zu entzünden. Vielleicht liegt diese Erfahrung der ersten Seite der Bibel zugrunde. [...]
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