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Apostolische Reise nach Irak 2021

Apostolische Reise nach Irak 2021
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Die Pharmacopoeia:
Ein medizinisch-
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Hilfsbuch
des Augsburger Arztes
Adolph Occo III.
(Membr.II.15)


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Aus dem Vatikan
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Aus dem Vatikan
Generalaudienz im Damasushof am 2. Juni

Das Gespräch Jesu mit dem Vater

Das Gespräch Jesu mit dem Vater
Bei der Generalaudienz im Damasushof des Apostolischen Palastes hat der Papst die Gläubigen aufgerufen, darauf zu vertrauen, dass auch Jesus ständig für sie bete. Selbst wenn der eigene Glaube wanke, dürfe man nie den Glauben an ihn und sein Gebet verlieren. Das Gebet sei für die Jünger Jesu die einzige Quelle des Lichts und der Kraft, so Franziskus.
Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Die Evangelien zeigen uns, wie grundlegend das Gebet in der Beziehung Jesu mit seinen Jüngern war. Das wird bereits deutlich bei der Auswahl jener, die später die Apostel werden. Lukas stellt ihre Auswahl in einen bestimmten Gebetskontext hinein und sagt: »Es geschah aber in diesen Tagen, dass er auf einen Berg ging, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel« (6,12-13). Jesus wählt sie nach einer Nacht im Gebet aus. Es scheint in dieser Auswahl kein anderes Kriterium zu geben als das Gebet, das Gespräch Jesu mit dem Vater. Demnach zu urteilen, wie jene Männer sich später verhalten werden, könnte es scheinen, dass die Auswahl nicht die beste gewesen sei, denn alle sind geflohen, haben ihn vor dem Leiden allein gelassen; aber eben das, besonders die Anwesenheit des Judas, des späteren Verräters, beweist, dass jene Namen im Plan Gottes eingeschrieben waren.

Beständig taucht im Leben Jesu das Gebet zugunsten seiner Freunde auf. Die Apostel geben ihm manchmal Anlass zur Sorge, aber Jesus trägt sie so, wie er sie nach dem Gebet vom Vater empfangen hat, in seinem Herzen, auch wenn sie Fehler machen, auch wenn sie zu Fall kommen. Darin entdecken wir, dass Jesus Meister und Freund gewesen ist, stets bereit, die Umkehr des Jüngers mit Geduld zu erwarten.

Der Höhepunkt dieser geduldigen Erwartung ist das »Tuch« der Liebe, das Jesus um Petrus knüpft. Beim Letzten Abendmahl sagt er zu ihm: »Simon, Simon, siehe, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du wieder umgekehrt bist, dann stärke deine Brüder!« (Lk 22,31-32). In der Zeit des Abfalls ist es beeindruckend zu wissen, dass die Liebe Jesu in jenem Augenblick nicht aufhört. – »›Aber Vater, wenn ich in der Todsünde bin, ist dann die Liebe Jesu da?‹ – ›Ja‹ – ›Und betet Jesus auch weiterhin für mich?‹ – ›Ja‹ – ›Aber wenn ich ganz schlimme Dinge getan und viele Sünden begangen habe, liebt Jesus mich dann auch weiterhin? ‹– ›Ja.‹« Die Liebe und das Gebet Jesu für einen jeden von uns hören nicht auf, ja sie werden sogar stärker, und wir stehen im Mittelpunkt seines Gebets! Daran müssen wir uns stets erinnern: Jesus betet für mich, er betet jetzt vor dem Vater und zeigt ihm die Wunden, die er mitgenommen hat, um den Vater den Preis unseres Heils schauen zu lassen; es ist die Liebe, die er uns entgegenbringt. Möge jeder von uns in diesem Augenblick denken: Betet Jesus in diesem Augenblick für mich? Ja. Das ist eine große Gewissheit, die wir haben müssen.

Das Gebet Jesu kehrt genau in einem entscheidenden Augenblick seines Weges zurück: bei der Überprüfung des Glaubens der Jünger. Hören wir noch einmal den Evangelisten Lukas: »Und es geschah: Jesus betete für sich allein und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Christus Gottes. Doch er befahl ihnen und wies sie an, es niemandem zu sagen« (9,18-21). Den großen Wendepunkten der Sendung Jesu geht immer das Gebet voraus, aber nicht einfach so im Vorübergehen, sondern das tiefe, lange Gebet. In jenen Augenblicken ist stets das Gebet da. Diese Überprüfung des Glaubens scheint ein Ziel zu sein, ist aber vielmehr ein erneuerter Ausgangspunkt für die Jünger, denn ab dort ist es, als würde Jesus das Niveau anheben in seiner Sendung, indem er offen von seinem Leiden, seinem Tod und seiner Auferstehung zu ihnen spricht. [...]
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