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50 Jahre Deutsche Wochenausgabe
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Kirche in der Welt
Gedanken über die Verpflichtung zur Ehelosigkeit

Ist der Zölibat unnatürlich?

Ist der Zölibat unnatürlich?
Von Manfred Lütz

Nicht selten trifft man die polemische Auffassung an, der Zölibat sei doch »unnatürlich«. Was soll das eigentlich heißen? War Mahatma Gandhi unnatürlich, der immerhin ein dem Zölibat entsprechendes Gelübde abgelegt hat? Ist der Dalai Lama unnatürlich? Sind all die Menschen unnatürlich, die mit Absicht oder weil es sich irgendwie so ergeben hat, ehelos leben? Um mehr Klarheit zu gewinnen, muß man den hier zugrundeliegenden Naturbegriff untersuchen. Als die Philosophie bei den Griechen erstmals von der »Natur des Menschen« sprach, da war das insofern ein grundlegender Fortschritt, als damit das Wesen eines jeden Menschen gemeint war. Nicht die Stammes- oder Volkszugehörigkeit erschien nun als das entscheidende Kriterium bei der Einschätzung eines Menschen, sondern sein Menschsein an sich, dem bestimmte Eigenschaften zugeschrieben wurden. Damit wurde der Weg bereitet für die Einsicht in die jedem Menschen als Menschen zukommende Würde, die sich erst durch die monotheistischen Religionen allgemein durchsetzte.

Das, was jedem Menschen von Natur aus zukommt, ist also vor allem die Menschenwürde. Nie wären die Griechen auf der Höhe ihres Denkens auf den Gedanken verfallen, die Natur sei in diesem Sinne nur der körperliche Aspekt des Menschen. Solche naturalistischen Verengungen drängen sich erst viel später in den Vordergrund, und sie enden, wie wir alle wissen, konsequent in den rassistischen Definitionen des Menschen, die den eigentlichen Menschen nur in einer ganz bestimmten Rasse verwirklicht sahen. Der Rassebegriff das Nationalsozialismus hatte die praktische Folge, daß die Fortpflanzung dieser Rasse hohe Priorität hatte. Mütter wurden öffentlich für viele Kinder prämiert. Da ist es kein Wunder, daß die Nationalsozialisten im Rahmen ihres konsequenten Kampfes gegen die katholische Kirche den Zölibat als »unnatürlich« diskriminierten und versuchten in den sogenannten Sittlichkeitsprozessen 1936/37, Priester und Ordensleute als homosexuell oder anderweitig sexuell fehlgeleitet öffentlich zu diskreditieren.

Der hier verwendete Naturbegriff lebte von der pathetischen Verklärung der Natur gegenüber der Kultur. Auch in diesen Zeiten konnte man den Ruf »Zurück zur Natur« hören, aber er führte nicht zu einer verspielten Bauernseligkeit, wie zu Zeiten der Königin Marie-Antoinette im Park von Versailles. Unter den Nazis wurde dieser Ruf vielmehr mit sozialdarwinistischen Assoziationen unterlegt. Man pries das Recht des Stärkeren, betrieb einen Körperkult, der im nackten menschlichen Körper den Höhepunkt von Menschlichkeit erblickte. Geistige und seelische Dimensionen traten demgegenüber zurück. Jede asketische Lebenshaltung wie der Zölibat galt demgegenüber als »Schwächung des Volkskörpers«. [...]
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