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Vatikanstadt. Kinder können den Erwachsenen helfen, die Welt neu zu sehen – davon ist Papst Leo XIV. überzeugt. In einem Schreiben zum 30-jährigen Bestehen der Kinderbeilage der katholischen italienischen Zeitung »Avvenire« richtete er sich direkt an die Jüngsten – und durch sie an Eltern und Lehrkräfte. Inmitten weltweiter Konflikte und einer Zeit »großer Sorge« um die Zukunft der Menschheit brauche es den Blick der Kinder: staunend, vertrauensvoll, frei von Vorurteilen. Sie könnten dazu beitragen, der Welt »ihre Schönheit zurückzugeben«. Leo XIV. nennt in seinem Brief wesentliche Dinge, die es aus der Kindheit zu bewahren gelte: »Vertrauen, die Sprache der Liebe, die entwaffnende Kraft des Lächelns, den Mut, um Verzeihung zu bitten, und die Schönheit, Frieden zu schließen«. Diese Haltungen dürften mit dem Älterwerden nicht verloren gehen. Der Evangeliumsvers »Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …« bedeute keinen Rückschritt für Erwachsene, sondern ein Schlüssel zum Wesentlichen. Vielleicht könne sich die Menschheit nur verändern, wenn sie in die »verlorenen Augen der Kinder angesichts der Barbarei des Krieges« schaue.



Nach dem Tod von Patriarch Ilia II., Oberhaupt der Georgischen Orthodoxen Kirche, hat Papst Leo XIV. der Kirche in Georgien seine Anteilnahme ausgesprochen. Der Patriarch war am 17. März im Alter von 93 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben. In einer Botschaft würdigte der Papst den Verstorbenen, der 1977 im Alter von 44 Jahren zum Patriarchen von ganz Georgien gewählt und inthronisiert worden war, als »hingebungsvollen Zeugen des Glaubens an den auferstandenen Christus« und als Hirte, der sein Volk »mit Güte, Weisheit und der Kraft des Evangeliums« durch schwierige Zeiten geführt habe. Die Botschaft wurde am Sonntag, 22. März, bei der Trauerfeier in Tiflis von Kardinal Kurt Koch, Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, verlesen. Leo XIV. hebt darin außerdem die Bedeutung des Patriarchen als Brückenbauer auch im ökumenischen Dialog hervor, und erinnert an die Leidenschaft des Patriarchen für die Musik, die Menschen verbinden und Kirchen über kulturelle und theologische Unterschiede hinaus einander näherbringen könne.



In der am 25. März veröffentlichten Botschaft des Papstes zum diesjährigen Weltgebetstag um geistliche Berufungen geht es um »Die Entdeckung der Gabe Gottes in unserem Inneren«. In der Botschaft wird die Schönheit des Geschenks einer Berufung unterstrichen, die nur in einem inneren Dialog mit Gott reifen und erkannt werden könne. Der Weltgebetstag findet am vierten Sonntag der Osterzeit (26. April) statt.



Vatikanstadt/Lourdes. Papst Leo XIV. hat sich in einer von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Botschaft an die Bischöfe der französischen Bischofskonferenz gewandt, die vom 24. bis 27. März zu ihrer Frühjahrsvollversammlung in Lourdes versammelt sind. In Bezug auf die von ihnen behandelten Themen ermutigt er sie, das christliche Profil katholischer Schulen zu verteidigen, sich in der Prävention von Missbrauch zu engagieren und konkrete Lösungen zu suchen, um Gemeinschaften aufzunehmen, die sich der außerordentlichen Form des Römischen Ritus besonders verbunden fühlen. Weiter heißt es in der Botschaft, der Papst bete für die Kirche in Frankreich, damit sie in ihrem Glauben und in der mutigen Verkündigung des Evangeliums standhaft bleibe, in Zeiten, »die zwar schwierig sind, in denen es aber nicht an Zeichen der Hoffnung und der Gegenwart Gottes in den Herzen mangelt«.
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