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| Neues Dokument des Dikasteriums für die Glaubenslehre |
In Zeit der Glaubenskrise wieder beim Kerygma ansetzen |
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| »Venite ad me. Überlegungen zur Weitergabe des Glaubens im Wandel der Zeit« lautet der Titel eines Dokuments des Dikasteriums für die Glaubenslehre. Es spricht sich für eine Erneuerung der Katechese aus, die Menschen persönlich und direkt erreicht. |
Von Debora Donnini
In einem Epochenwandel, der von einer Krise der Glaubensweitergabe geprägt ist, geht es darum »von einer großen Zeit der Verkündigung des Evangeliums aus neu aufzubreche«, in deren Mittelpunkt die Erstverkündigung, das Kerygma, steht: »Jesus Christus liebt dich, er hat sein Leben hingegeben, um dich zu retten, und jetzt ist er jeden Tag lebendig an deiner Seite, um dich zu erleuchten, zu stärken und zu befreien« (Evangelii gaudium 164).
Dies ist der Kern der Botschaft des Dokuments »Venite ad me. Überlegungen zur Weitergabe des Glaubens im Wandel der Zeit« des Dikasteriums für die Glaubenslehre, das am Donnerstag, 22. Oktober, veröffentlicht wurde.
Die Überlegungen sind ein gehaltvoller Text mit acht Kapiteln sowie einer Einleitung und einem Schluss. Sie enthalten zahlreiche Verweise auf das Lehramt der Päpste, insbesondere auf Leo XIV. und Papst Franziskus, das Zweite Vatikanische Konzil und weitere Dokumente.
Dabei wird ausdrücklich klargestellt, dass es sich um Überlegungen und nicht um eine lehrmäßige Note handelt. Deshalb beleuchtet der Text eine »Vielzahl von Standpunkten […], ohne jedoch den Anspruch zu erheben, die Frage abschließend zu klären, die für weitere Untersuchungen und Entwicklungen offenbleibt« (Nr. 8). Das konkrete Ziel besteht somit darin, »konkrete Wege zur Verkündigung des Kerygmas in dem Epochenwandel, den wir gerade durchleben, vorzulegen« (Nr. 4). Das Dokument wurde am 21. August 2026 vom Papst gebilligt. Es trägt die Unterschriften von Kardinal Víctor Manuel Fernández, Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, und Armando Matteo, Sekretär der Lehrabteilung desselben Dikasteriums. Wertvoll waren auch die Beiträge zahlreicher Bischofskonferenzen zu dieser Arbeit sowie die von den Bischöfen übermittelten Zeugnisse von Menschen, die Jesus Christus entdeckt oder neu entdeckt haben. Sie werden im letzten Kapitel der Überlegungen wiedergegeben.
Die persönliche Erfahrung der Begegnung mit Christus bezeugen
Ausgangspunkt sind die Worte Jesu aus dem Matthäusevangelium: »Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken« (Mt 11,28). Wie im Schlussteil erläutert wird, handelt es sich um »einen Aufruf an die Gläubigen, zum Kern des Erbes des christlichen Glaubens zurückzukehren: Das Kerygma«. Dieses erhelle »alle Inhalte des Depositum fidei«, indem es zur Erfahrung einer persönlichen und gemeinschaftlichen Begegnung mit dem lebendigen Christus hinführt« (Nr. 138). Dabei wird auch berücksichtigt, dass diese Weitergabe des Glaubens in einigen Regionen der Welt »fast ganz unterbrochen« wurde (Nr. 4).
Die Liebe Gottes zu allen verkünden
Das erste Kapitel beginnt mit der Feststellung, dass »Jesus […] wirklich das wahre Licht« sei, »das jeden Menschen erleuchtet«. »Dies ist die frohe Botschaft des Evangeliums des Sohnes: Gott ist für immer und für alle Liebe« (Nr. 10). Der Glaube, so wird betont, wird nicht »erster Linie wie eine Sammlung von Lehrinhalten oder religiösen Informationen weitergegeben«, sondern als »eine Form des kirchlichen Lebens, in die die einzelnen Gläubigen schrittweise eingeführt werden« (Nr. 29). [...]
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