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Die Themen
des Osservatore Romano
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Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.

Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.

Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.
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Informationen
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| Kirche in der Welt |
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| Audienz für die Mitglieder der Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europaparlament |
Sich als Christ in der Politik zu engagieren bedeutet Nähe zu den Menschen |
| Ansprache von Papst Leo XIV. am 25. April |
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Friede sei mit euch! Geschätzte Parlamentarier, sehr geehrte Damen und Herren!
Ich heiße Sie alle zu dieser Zusammenkunft herzlich willkommen. Insbesondere begrüße ich Ihren Vorsitzenden, Herrn Manfred Weber, sowie Frau Mairead McGuinness, die Sonderbeauftragte der Europäischen Union zur Förderung von Religions- und Bekenntnisfreiheit außerhalb der Europäischen Union.
Unsere Begegnung findet nach den Treffen mit meinen Vorgängern, dem heiligen Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI., sowie nach der Botschaft statt, die Papst Franziskus Ihnen im Juni 2023 gesandt hat, als er Sie aufgrund seines Krankenhausaufenthaltes nicht persönlich empfangen konnte. Daher freue ich mich, diesen Dialog mit der Europäischen Volkspartei fortzusetzen, die politische inspiriert ist von Persönlichkeiten wie Adenauer, De Gasperi und Schuman, die allgemein als die Gründerväter des modernen Europas betrachtet werden.
Wie Benedikt XVI. vor 20 Jahren »weiß ich es zu schätzen«, dass Ihre Fraktion »das christliche Erbe Europas anerkennt«. Gewiss ist das aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs erstandene Projekt Europa der praktischen Notwendigkeit entsprungen, zu verhindern, dass es jemals wieder zu einem solchen Konflikt kommt. Aber es ist auch von einer Idealvorstellung durchdrungen: dem Wunsch, eine Zusammenarbeit zu fördern, die Jahrhunderte der Spaltung überwindet und die Völker des Kontinents befähigt, ihr gemeinsames menschliches, kulturelles und religiöses Erbe neu zu entdecken. Die Gründerväter waren von ihrem persönlichen Glauben inspiriert und haben die christlichen Prinzipien als gemeinsames und einendes Element betrachtet, das dazu beitragen kann, dem Geist der Revanche und des Konflikts, der zum Zweiten Weltkrieg geführt hatte, ein Ende zu setzen.
Papst Franziskus hat ein schönes, einfaches Wort geprägt, das diese Idee zusammenfasst: »Die Einheit steht über dem Konflikt.« Tatsächlich hat die Suche nach Einheit den Mut, über die Ebene des Konflikts hinauszugehen und den anderen in seiner tiefgründigsten Würde zu sehen. Auf diese Weise kann etwas Neues und Konstruktives geschaffen werden, während der Konflikt Unterschiede betont, Machtstreben und Machtansprüche fördert und letztlich zur Zerstörung führt. Die vorrangige Aufgabe jedes politischen Handelns besteht darin, eine Idealvorstellung anzubieten, denn die Politik verlangt eine weitgreifende Zukunftsperspektive, ohne Furcht, schwierige und sogar unpopuläre Entscheidungen zu treffen, wenn dies für das Gemeinwohl notwendig ist. In diesem Sinne ist die Politik die »höchste Form der Nächstenliebe«, weil sie sich mit voller Überzeugung für das Gemeinwohl engagieren kann. Ein Ideal zu verfolgen, bedeutet jedoch nicht, eine Ideologie zu verherrlichen. Denn Ideologie resultiert immer aus einer Verzerrung der Wirklichkeit und einer Art von Gewalt, die dieser aufgezwungen wird. Jede Ideologie verdreht Ideen, unterjocht Menschen unter ihre eigene Agenda und erstickt so deren echte Sehnsucht, ihren Wunsch nach Freiheit, Glück sowie persönlichem und gesellschaftlichem Wohlergehen. Das moderne Europa entstand aus der Anerkennung des Scheiterns der ideologischen Pläne, die es zerstört und gespalten hatten. [...]
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Meditationen von Papst Franziskus bei den Frühmessen in Santa Marta 2013
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