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| Ausstellung in den Vatikanischen Museen über Mercedes-Benz und 100 Jahre Geschichte des Papamobils |
Unterwegs zu den Menschen |
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| Mit dem Mercedes-Benz Nürburg 460 (W 08) begann die Verbindung zwischen dem Vatikan und dem traditionsreichen deutschen Automobilhersteller mit dem Markenzeichen des Sterns. Papst Pius XI. erhielt den Wagen am 23. Mai 1930 als Geschenk. |
In den Vatikanischen Museen sind in einer kleinen Ausstellung acht historische Mercedes-Benz-Fahrzeuge zu sehen, die den Päpsten als Fortbewegungsmittel dienten. Ergänzt werden sie durch das erste Automobil der Geschichte und ein modernes S-Klasse-Modell.
Kutschen und Sänften gehörten für die Päpste ab 1930 der Vergangenheit an. Schon 1886 hatte der Ingenieur Carl Benz den »Patent-Motorwagen«, das erste Automobil der Geschichte, patentieren lassen. Kurz nach dem Beginn des Pontifikats von Pius XI. war es dann soweit und das erste Automobil hielt – zugelassen mit dem Kennzeichen des diplomatischen Korps (CD 404) – im Vatikan Einzug: Der Verein der Katholischen Frauen der Erzdiözese Mailand hatte dem Papst einen Bianchi Tipo 15 geschenkt.
Die Verbindung von Mercedes-Benz zum Vatikan nahm kurze Zeit später, am 14. November 1930, mit dem Nürburg 460 offiziell Gestalt an. Dabei handelt es sich um eine Sonderanfertigung der Pullman-Limousine für den Papst. Aus protokollarischen Gründen ist der hintere Fahrgastraum mit einem Einzelsitz aus purpurrotem Seidenbrokat ausgestattet, der an den päpstlichen Thron erinnert. Ausgewählte Hölzer und Metalle sowie ein verziertes Dach sollen die Würde des Papstamtes widerspiegeln.
Mit diesem Wagen begann eine Zusammenarbeit, die sich unter den nachfolgenden Pontifikaten fortsetzte. Dabei entwickelte sich das Automobil vom Repräsentationssymbol zum Papamobil als Fahrzeug, das Begegnungen aus nächster Nähe ermöglichen soll. Dies begann 1960, als Papst Johannes XXIII. eine seltene Sonderanfertigung erhielt, den 300 d Landaulet, bei dem man die hinteren Seitenfenster abnehmen konnte.
Nachdem Paul VI. im Januar 1964 ins Heilige Land gereist war und so als erster Papst der Moderne eine Auslandsreise unternommen hatte, entstand der Wunsch nach einem Fahrzeug, das sich für eine direktere und herzlichere Beziehung zur Öffentlichkeit eignete und im Einklang mit dem globalen Horizont der Apostolischen Reisen stand. So entstand der 600 Pullman Landaulet mit erhöhtem Dach und einem zusammenklappbaren Verdeck, das es dem Papst ermöglichte, sich der Menge in einem offenen Wagen zu zeigen. [...]
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