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Apostolische Reise
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Apostolische Reise nach Frankreich
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Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

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Kultur
Auf den Spuren Jesu im Heiligen Land – Ain Karem und Johannes der Täufer

Drei Orte des Gedenkens an den Vorläufer des Herrn

Drei Orte des Gedenkens an den Vorläufer des Herrn
Das Tal von Ain Karem mit der Geburtskirche des heiligen Johannes des Täufers
Von P. Francesco Patton OFM,
ehemaliger Kustos des Heiligen Landes


Der Talkessel von Ain Karem/Ein Kerem ist ein ruhiger, gut erhaltener Ort im Stadtgebiet Jerusalems. Hier kann man die Verbindung zwischen landschaftlicher Schönheit und biblischer Spiritualität noch erleben. Die christliche Überlieferung sieht Ain Karem als Heimat Johannes des Täufers, der dort geboren wurde und aufwuchs. Jesus sagt über ihn, der das Bindeglied zwischen Altem und Neuem Testament ist: »Unter den von einer Frau Geborenen ist kein Größerer aufgetreten« (vgl. Mt 11,11 und Lk 7,28). Drei Wallfahrtskirchen verweisen auf drei Momente aus der lukanischen Kindheitsgeschichte: Marias Besuch bei Elisabet, Geburt und Namensgebung des Vorläufers, sein Rückzug in die Wüste zur Vorbereitung auf seine Sendung, das heißt die Predigt und die Hinführung zur Begegnung mit dem Messias am Ufer des Jordan. Es handelt sich um Orte, die seit dem 16. Jahrhundert von der Kustodie des Heiligen Landes betreut werden.

Während Lukas in den beiden ersten Kapiteln seines Evangeliums genaue Ortsangaben für Verkündigung und Geburt Jesu (Nazaret und Betlehem) und auch für die Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers (Tempel von Jerusalem) liefert, ist dies in Bezug auf das Haus von Zacharias und Elisabet nicht der Fall. Er beschränkt sich darauf zu sagen: »In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa« (Lk 1,39). Der Pilger Theodosius berichtet um 530 n. Chr. als Erster, dass das Haus von Elisabet fünf Meilen von Jerusalem entfernt liegen soll. Ein Verzeichnis der Klöster, das 808 n. Chr. für Karl den Großen erstellt wurde, spricht erstmals vom Geburtsort Johannes des Täufers (Heinrich Fürst und Gregor Geiger, Im Land des Herrn: Ein franziskanischer Pilger- und Reiseführer für das Heilige Land, Paderborn 20207, S. 559).

Die erste wirklich ausführliche Beschreibung stammt jedoch aus dem Jahr 1330 und wird durch einen einzigartigen Zufall in zwei voneinander unabhängigen Quellen desselben Jahres überliefert. Fra Giovanni di Fedanzola aus Perugia, damals Kustos des Heiligen Landes, schreibt in seiner Descriptio Terrae Sanctae, in der er ein auf einem Gitternetz basierendes System von Koordinaten (»spatia et quadra«) nutzte, um Pilgern die Ortsbestimmung und Distanzberechnung im Heiligen Land zu erleichtern: »Im Quadrat 59 befindet sich das Haus des Zacharias. Es liegt in den Bergen Judäas, zu denen die selige Jungfrau eilig hinaufstieg, nachdem sie in Nazaret die Verkündigung des Engels empfangen hatte. Man muss wissen, dass es an diesem Ort zwei Kirchen gibt: Die eine steht am Hang des Berges, die andere auf dem Gipfel eines gewissen flachen Hügels, der am Fuße des Berges liegt, über den man von Jerusalem zu dem besagten Haus gelangt. Sie ist von der ersten anderthalb Armbrustschüsse entfernt. Zwischen diesen beiden Kirchen entspringt eine recht ergiebige Quelle. An der Stelle der erstgenannten Kirche soll die selige Elisabet von der seligen Jungfrau Maria besucht worden sein. Es heißt auch, dass an derselben Stelle der selige Johannes der Täufer zur Zeit des Kindermords versteckt worden sei. An der Stelle, an der die zweite Kirche steht, wurde der selige Johannes der Täufer geboren. Dieser Ort ist sechs Meilen von Jerusalem entfernt und liegt südwestlich der Stadt, jedoch überwiegend westlich.« [...]
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