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| Das »Istituto Centrale della Grafica« in Rom zeigt Zeichnungen des Niederländers Marten van Heemskerck |
Die Faszination Roms vor 500 Jahren |
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Blick in die Ausstellungsräume Foto: Luca Somma |
Von Brigitte Kuhn-Forte
Eine wichtige Ausstellung, Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit, ist im »Istituto Centrale della Grafica« (ICG) zu sehen: zum ersten Mal verleiht das Berliner Kupferstichkabinett, eine der weltweit bedeutendsten grafischen Sammlungen, einen besonders für Rom relevanten Schatz: das zwischen 1532 und 1536/37 in der Ewigen Stadt entstandene Zeichnungsbuch des niederländischen Malers und Zeichners Maarten van Heemskerck (1498 Heemskerck – 1574 Haarlem). Es handelt sich um nichts weniger als das früheste, vor fast einem halben Jahrtausend entstandene grafische Konvolut, das einen Eindruck vom Stadtbild Roms vermittelt.
Das fälschlich – da viele Ansichten detailliert ausgearbeitet – als »Skizzenbuch« betitelte Album enthält 66 kleinformatige (circa 13 x 21 Zentimeter), meist doppelseitig mit Zeichnungen versehene Blätter in diversen Techniken, mit denen Heemskerck gern experimentierte: Graphit, Feder und tanninhaltige (gerbstoffhaltige) Tinte, lebhafter Rötelstift. Dargestellt sind antike Monumente wie das Kolosseum und Triumphbögen, Forum Romanum und Palatin, Antikensammlungen, einzelne Skulpturen und Details von ihnen, römische Plätze (Kapitol, Lateran, Piazza del Popolo), neuzeitliche Gebäude wie der im Bau begriffene Petersdom mit der 1506 von Papst Julius II. begonnenen Vierung; Panorama-Ausblicke – oft über zwei Seiten – auf die Stadt aus erhöhtem Standpunkt und solche aus der Stadt auf die landschaftliche bergige Umgebung der Colli Albani. Das kleine Format des Zeichnungsbuches täuscht, die Blätter sind von einer genialen inneren Monumentalität erfüllt und perfekt komponiert.
Mit sicherer Hand gezeichnet
Heemskerck gehört zu den frühesten nordischen Künstlern – in Italien ultramontani genannt – welche die weite Reise nach Rom wagten, um dort Antike und Hochrenaissance, besonders Michelangelo und Raffael zu studieren. Laut Karel van Manders Biographie (1604) hatte Maarten diese Reise lange ersehnt. Bei der Ankunft 1532 war die Stadt im Begriff, sich nach den Schrecknissen des »Sacco di Roma«, den Raubzügen 1527 der Landsknechte Karls V., zu erholen. Begeistert zeichnete der 34-jährige Künstler mit sicherer Hand, was ihm unterkam: nicht nur antike Bauten und Skulpturen (der überwiegende Teil), Stadtansichten, auch Kopien nach Renaissance-Werken, vor allem Michelangelo (Sixtina-Fresken), Tiere und Pflanzen. Die in den fünf römischen Jahren geschaffenen Zeichnungen – über 200 sind erhalten – waren ein Instrument künstlerischer Bildung und ein visuelles Archiv für die Zeit nach der Rückkehr in die Heimat. Sie bestechen durch ihre graphische Sicherheit und Potenz auch im kleinen Format. Sogar in die als »Grotte« bekannten unterirdischen Säle von Neros Palast Domus Aurea ließ er sich abseilen und hinterließ dort – heute streng geahndet – um 1535 seine noch erhaltene Signatur. [...]
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