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Kultur
Auf den Spuren Jesu im Heiligen Land – Tabor und Getsemani

Im Spannungsfeld zwischen Licht und Finsternis

Im Spannungsfeld zwischen Licht und Finsternis
Der markante Gipfel des Tabor überragt die Umgebung um rund 400 Meter und ist schon von weitem leicht zu erkennen.
Von P. Francesco Patton OFM,
ehemaliger Kustos des Heiligen Landes


In der sakralen Geographie des Heiligen Landes gibt es zwei Orte, die zwar ziemlich weit voneinander entfernt liegen, aber dennoch architektonisch und theologisch gesehen eine Einheit bilden: der Berg Tabor und der Garten Getsemani. Während ersterer mit der lichtvollen Offenbarung Jesu von Nazaret als Sohn Gottes bei der Verklärung verbunden ist, steht letzterer für die Stunde der Finsternis und die Mühe, mit dem Willen des Vaters in Einklang zu treten. Im Abstand von wenigen Monaten wurden 1924 die beiden Basiliken an diesen Stätten geweiht, beide errichtet von dem italienischen Architekten Antonio Barluzzi. Diese Orte zu besuchen bedeutet, in das Herz des Geheimnisses Christi einzutreten, die Stunde des Lichts und die Stunde der Finsternis.

Der Tabor: das helle Licht des »geliebten Sohnes«

Bevor der Tabor zum Berg der Verklärung wurde, hatte diese Erhebung schon seit der Antike hohe religiöse und strategische Bedeutung. Wahrscheinlich gab es hier in kanaanäischen Zeiten das Heiligtum eines Baalkultes, der in der hellenischen Welt unter dem Namen Zeus Atabryios bekannt wurde. Im Lauf der Jahrhunderte war diese isolierte Anhöhe politisches und militärisches Zentrum: Zur Zeit der Richter führten hier die Prophetin Debora und Barak die Männer aus Naftali zu einem Sieg gegen die Truppen Jabins, des Königs von Kanaan, deren Heerführer Sisera war (vgl. Ri 4,1-24). Die natürliche Beschaffenheit des Berges ließen ihn zu einer Zufluchtsstätte in Kriegszeiten werden, in den von Flavius Josephus dokumentierten jüdischen Kriegen gegen die Römer bis in die Kreuzfahrerzeit. Laut dem Buch der Offenbarung (16,16) wird nicht weit vom Berg Tabor auf dem Berg von Megiddo (Harmagedon) die endzeitliche Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse stattfinden.

Für das Christentum jedoch steht gemäß einer langen, bis zu den Kirchenvätern zurückreichenden Tradition der Berg mit dem Geheimnis der Verklärung Jesu vor Petrus, Jakobus und Johannes in Verbindung: »Der erste, der die Tradition vom Berg Tabor ausdrücklich bezeugt, ist Bischof Cyrill von Jerusalem im Jahr 348. Möglicherweise geschah das auch schon früher durch einen Psalmenkommentar, dessen Herkunft von Origenes (gest. 253/4 zu Cäsarea am Meer) umstritten ist. […] Vor allem aber hat man im zweiten Petrusbrief den Eindruck, dass der Berg der Verklärung eine allgemein bekannte Größe war, wenn es heißt: ›Diese Stimme, die vom Himmel kam, haben wir gehört, als wir mit ihm auf dem (nicht: einem) heiligen Berg waren (2 Petr 1,18)« (Fürst-Geiger, S. 237). Für die Pilger ist der Tabor der Ort, wo Jesus seinen engsten Jüngern erlaubte, für einen Augenblick sein strahlendes Antlitz zu sehen, gleichsam als Vorwegnahme der Herrlichkeit seiner Auferstehung. [...]
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