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| Auf den Spuren Jesu im Heiligen Land – Nazaret in Galiläa |
Hier ist das Wort Fleisch geworden |
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| Blick über Nazaret. Die Stadt im Norden Israels ist von Hügeln umgeben. |
Von P. Francesco Patton OFM, ehemaliger Kustos des Heiligen Landes
Nazaret – auf Hebräisch Nazrat, an-Nasra auf Arabisch – ist heute eine faszinierende Stadt in den Hügeln Galiläas und mit etwa 80.000 Einwohnern die größte arabische Stadt auf israelischem Staatsgebiet. Die demografische Zusammensetzung zeigt eine einzigartige religiöse Vielfalt. Ein Drittel sind Christen: griechisch-orthodox (knapp die Hälfte), griechisch-katholisch, römisch-katholisch (lateinischer Ritus), Maroniten, Kopten, Anglikaner und Lutheraner. Die 1620 gegründete römisch-katholische Pfarrei mit ihren 9.000 Gläubigen ist die größte des gesamten Heiligen Landes. Seit einigen Jahren leidet die ortsansässige Bevölkerung unter Kriminalität und Gewalt, die vor allem in der arabischsprachigen Gemeinschaft ein Problem sind. In letzter Zeit führte dies auch zu öffentlichen Protesten und Demonstrationen, da die Ordnungskräfte selten aktiv werden, wenn es darum geht, die interne Sicherheit in den arabischsprachigen Gemeinschaften zu garantieren.
Urbanistisch gesehen bilden Nazaret und das moderne Nof HaGalil, was »schöne Aussicht auf Galiläa« bedeutet, eine früher Nazrat Illit (»Ober-Nazaret«) genannte Ansiedlung mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung, einen einzigen Ballungsraum. Trotz der chaotischen Stadtentwicklung bleibt Nazaret aufgrund seiner heilsgeschichtlichen Bedeutung die »Perle von Galiläa«, wie mittelalterliche Pilger die Stadt nannten (vgl. Fürst-Geiger, S. 115).
Jahrhundertelange Verborgenheit und das Debüt im Evangelium
Es ist eine außergewöhnliche Tatsache, dass Nazaret im Alten Testament und in den Werken der antiken Geschichtsschreiber kein einziges Mal erwähnt wird. Die Abwesenheit in den Quellen legt nahe, dass das Dorf in der Antike geringe Bedeutung hatte, und so sagt Natanaël im Johannesevangelium skeptisch: »Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen?« (1,46).
Aber mit dem Neuen Testament nimmt die Stadt eine herausragende Rolle in der Welt- und vor allem in der Heilsgeschichte ein. »Hier ist das Wort Fleisch geworden«, lautet der Schriftzug vor dem Altar der Verkündigungsgrotte. Hier geschah das Wunder, durch das Gott in der Menschwerdung die unendliche Distanz überwand, die uns von ihm trennte. Hier wohnte leibhaftig vom ersten Augenblick der Empfängnis im Schoß der Jungfrau Maria an die ganze Fülle der Gottheit (vgl. Kol 2,9). Hier verbrachte Jesus einen Großteil der ersten 30 Jahre seines irdischen Lebens, in der tätigen Verborgenheit in einem abgelegenen, fast unbekannten und weitgehend geringgeachteten Dorf. Die Evangelisten Lukas, Matthäus und Markus geben kurze Einblicke in jenes alltägliche Leben: der Gehorsam gegenüber den Eltern (vgl. Lk 2,51), die Zunahme an Weisheit, Alter und Gnade (vgl. Lk 2,40.52) und die handwerkliche Arbeit als »Sohn des Zimmermanns« (vgl. Mt 13,55 und Mk 6,3). Diese 30 Jahre alltäglichen Lebens haben jedem Winkel der Stadt die Weihe eines heiligen Ortes verliehen, wo der Sohn Gottes aufgewachsen ist, wo er gelernt hat, die Schriften zu lesen und zu beten, wo er gelernt hat, zu arbeiten. All dies in einer jüdischen Familie des 1. Jahrhunderts, die ihn in die Traditionen und die Religiosität seines Volkes eingeführt hat, wie es P. Frédéric Manns OFM in seinem Buch »Der Jude aus Nazaret« (2019) umfassend dargelegt hat. [...]
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