zur StartseiteZugang für Abonnenten
Startseite » Aktuelle Ausgabe 12/2026 » Kultur
Titelcover der aktuellen Ausgabe 12/2026 - klicken Sie für eine größere Ansicht

Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Die erstmalige Erwähnung der Kaffeepflanze und des aromatischen Kaffees (Stamp.Barb.M.II.3)


Apostolische Reise
in die Türkei und den Libanon 2025

Apostolische Reise in die Türkei und den Libanon
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge
zur Reise
in die Türkei und den Libanon



Die Themen
des Osservatore Romano


Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.



Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.



Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.



Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.


Links


Hier erhalten Sie weitergehende Informationen
zu unseren Partnerseiten.


Unsere neue Dienstleistung für Verlage, die Ihr Abogeschäft in gute Hände geben wollen.


aboservice

mehr
Informationen


Kultur
Auf den Spuren Jesu im Heiligen Land – Nazaret in Galiläa

Hier ist das Wort Fleisch geworden

Hier ist das Wort Fleisch geworden
Blick über Nazaret. Die Stadt im Norden Israels ist von Hügeln umgeben.
Von P. Francesco Patton OFM,
ehemaliger Kustos des Heiligen Landes

Nazaret – auf Hebräisch Nazrat, an-Nasra auf Arabisch – ist heute eine faszinierende Stadt in den Hügeln Galiläas und mit etwa 80.000 Einwohnern die größte arabische Stadt auf israelischem Staatsgebiet. Die demografische Zusammensetzung zeigt eine einzigartige religiöse Vielfalt. Ein Drittel sind Christen: griechisch-orthodox (knapp die Hälfte), griechisch-katholisch, römisch-katholisch (lateinischer Ritus), Maroniten, Kopten, Anglikaner und Lutheraner. Die 1620 gegründete römisch-katholische Pfarrei mit ihren 9.000 Gläubigen ist die größte des gesamten Heiligen Landes. Seit einigen Jahren leidet die ortsansässige Bevölkerung unter Kriminalität und Gewalt, die vor allem in der arabischsprachigen Gemeinschaft ein Problem sind. In letzter Zeit führte dies auch zu öffentlichen Protesten und Demonstrationen, da die Ordnungskräfte selten aktiv werden, wenn es darum geht, die interne Sicherheit in den arabischsprachigen Gemeinschaften zu garantieren.

Urbanistisch gesehen bilden Nazaret und das moderne Nof HaGalil, was »schöne Aussicht auf Galiläa« bedeutet, eine früher Nazrat Illit (»Ober-Nazaret«) genannte Ansiedlung mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung, einen einzigen Ballungsraum. Trotz der chaotischen Stadtentwicklung bleibt Nazaret aufgrund seiner heilsgeschichtlichen Bedeutung die »Perle von Galiläa«, wie mittelalterliche Pilger die Stadt nannten (vgl. Fürst-Geiger, S. 115).

Jahrhundertelange Verborgenheit und das Debüt im Evangelium

Es ist eine außergewöhnliche Tatsache, dass Nazaret im Alten Testament und in den Werken der antiken Geschichtsschreiber kein einziges Mal erwähnt wird. Die Abwesenheit in den Quellen legt nahe, dass das Dorf in der Antike geringe Bedeutung hatte, und so sagt Natanaël im Johannesevangelium skeptisch: »Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen?« (1,46).

Aber mit dem Neuen Testament nimmt die Stadt eine herausragende Rolle in der Welt- und vor allem in der Heilsgeschichte ein. »Hier ist das Wort Fleisch geworden«, lautet der Schriftzug vor dem Altar der Verkündigungsgrotte. Hier geschah das Wunder, durch das Gott in der Menschwerdung die unendliche Distanz überwand, die uns von ihm trennte. Hier wohnte leibhaftig vom ersten Augenblick der Empfängnis im Schoß der Jungfrau Maria an die ganze Fülle der Gottheit (vgl. Kol 2,9). Hier verbrachte Jesus einen Großteil der ersten 30 Jahre seines irdischen Lebens, in der tätigen Verborgenheit in einem abgelegenen, fast unbekannten und weitgehend geringgeachteten Dorf. Die Evangelisten Lukas, Matthäus und Markus geben kurze Einblicke in jenes alltägliche Leben: der Gehorsam gegenüber den Eltern (vgl. Lk 2,51), die Zunahme an Weisheit, Alter und Gnade (vgl. Lk 2,40.52) und die handwerkliche Arbeit als »Sohn des Zimmermanns« (vgl. Mt 13,55 und Mk 6,3). Diese 30 Jahre alltäglichen Lebens haben jedem Winkel der Stadt die Weihe eines heiligen Ortes verliehen, wo der Sohn Gottes aufgewachsen ist, wo er gelernt hat, die Schriften zu lesen und zu beten, wo er gelernt hat, zu arbeiten. All dies in einer jüdischen Familie des 1. Jahrhunderts, die ihn in die Traditionen und die Religiosität seines Volkes eingeführt hat, wie es P. Frédéric Manns OFM in seinem Buch »Der Jude aus Nazaret« (2019) umfassend dargelegt hat. [...]
Lesen Sie mehr in der Printausgabe.

Zurück zur Startseite

Podcast »Lebe gut«


Podcast Lebe gut - Der Podcast mit Sinn für das Leben

Der Podcast zum Buch
Papst Leo XIV. – Ein erstes Porträt
Hören Sie doch mal rein!


Sonderausgaben
Spaziergänge durch Rom


Spaziergänge durch Rom - Teil 1 und Teil 2
Teil III
jetzt neu erschienen!


mehr Informationen zu diesen Sonderausgaben


Sonderausgabe
Die neuen Glaubenszeugen unter Papst Benedikt XVI.


Die neuen Glaubenszeugen unter Papst Benedikt XVI.
Teil 2 noch erhältlich!

mehr Informationen zu dieser Sonderausgabe


Meditationen von
Papst Franziskus
bei den Frühmessen
in Santa Marta 2013

Meditationen von Papst Franziskus bei den Frühmessen in Santa Marta 2013

Jetzt als eBook!


L’Osservatore Romano
Telefon: +49 (0) 711 44 06-139 · Fax: +49 (0) 711 44 06-138
Senefelderstraße 12 · D-73760 Ostfildern
Kontakt | AGB | Datenschutz | Impressum | Barrierefreiheit