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| Klostergarten im Vatikan stellt auf 100 Prozent Bio um |
Ein Garten im Rhythmus der Jahreszeiten |
Die Obst- und Gemüsegärten des Vatikanklosters »Mater Ecclesiae« werden inzwischen »zu 100 Prozent« nachhaltig betrieben. Darüber informiert das Governatorat des Staates der Vatikanstadt in einem Bericht auf seiner Webseite. Es handelt sich um die Grünflächen in den Vatikanischen Gärten, wo zwischen 2013 und 2022 der emeritierte deutsche Papst Benedikt XVI. spazieren ging.
Der Anbau erfolge seit diesem Jahr »zu 100 Prozent biologisch«, heißt es in dem Bericht des Governatorats, das sei »ein Meilenstein«. Die Vorgabe ziele auf eine Ausrichtung der Gärten auf die Prinzipien der Enzyklika Laudato si’, die ausschließlich »ökologische Bewirtschaftungsmethoden« umfassten.
Modifiziert worden sei etwa die Düngung: Während früher Stallmist aus den Päpstlichen Villen in Castel Gandolfo verwendet worden sei, kämen heute »ausschließlich zertifizierte Düngepellets« zum Einsatz, die gezielt auf die jeweilige Jahreszeit und die zu versorgende Pflanze abgestimmt seien.
Vom Setzen bis zum Ernten
Allgemein werde die Bodenfruchtbarkeit durch gezielte Verfahren gefördert, heißt es weiter: – »etwa durch Fruchtfolge – unter Einbeziehung von Hülsenfrüchten wie grünen Bohnen, die auf natürliche Weise Stickstoff binden – sowie in diesem Jahr durch einen an Tomaten getesteten Dünger auf Algenbasis«. Der Anbaukalender folge treu dem Rhythmus der Jahreszeiten.
Bei der Schädlingsbekämpfung setze man – gemäß dem ökologischen Grundsatz der Eindämmung statt vollständiger Vernichtung – auf schonende Maßnahmen mit reduziertem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.
Die Setzlinge für den Garten würden von externen Lieferanten bezogen, die sie nach »natürlichen Kriterien« angebaut hätten. Der Vatikan setze hier auf Zukauf statt auf eine eigene Anzucht, um das Risiko der Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten und Beeinträchtigungen der Ernte zu minimieren. Allerdings würden derzeit Projekte für eine eigene Anzucht sowie ein Bonsai-Gewächshaus geprüft, heißt es weiter. [...]
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