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| Ordensschwestern in Kamerun nehmen sich der Nöte bedürftiger Menschen an |
Wo andere gehen, bleiben sie |
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Mitarbeiter des katholischen Zentrums »Saint Monica« zusammen mit einigen Schwestern der »Holy Union« – Kamerun Foto: Sr. Morin Achale |
In Baba 1, in der Nordwestregion Kameruns, setzen Schwestern ihren Dienst in einer von Armut, Unsicherheit und Konflikten geprägten Umgebung fort und bieten den Bedürftigsten medizinische Versorgung, Unterstützung und Hoffnung.
Von Sr. Kum Shallotte Bi SUSC
In dem abgelegenen Dorf Baba 1, einer ländlichen Gemeinde in der Nordwestregion Kameruns, leben und arbeiten die »Sisters of the Holy Union of the Sacred Hearts« (SUSC) seit den 1960er-Jahren unter den Menschen. Baba 1 ist seit langem geprägt von extremer Armut, schlechter Straßenanbindung, begrenzter Stromversorgung, unsicheren Wasserquellen, hoher Analphabetenrate und Unterernährung, insbesondere bei Kindern.
Schwierige Herausforderungen
In den letzten Jahren hat der anhaltende bewaffnete Konflikt diese Probleme noch verschärft. Unsicherheit, zahlreiche Entführungen und vorzeitige Todesfälle sind Teil des Alltags geworden. Die Schwestern haben sich entschieden zu bleiben, auch wenn die Herausforderungen zunehmen und die Bedingungen immer härter werden. Trotz der asphaltierten Nationalstraße und einer bescheidenen Verbesserung der Ernährung der Kinder bestehen die grundlegenden Probleme fort. Die SUSC ist nach wie vor die einzige Ordensgemeinschaft in dieser Region. Sie könnten durchaus die Worte des Psalmisten wiederholen: »Wie lange noch, Herr, vergisst du mich ganz?« (Psalm 13,1). Und doch stehen die Schwestern jeden Morgen erneut auf, um dem Hilferuf derer zu folgen, die auf sie angewiesen sind. Was hält sie dort, wenn so viele andere fliehen? Die Antwort liegt in den Gesichtern, die sie jeden Tag begrüßen: eine ältere Frau, die medizinische Versorgung benötigt, eine schwangere Frau in den Wehen, die auf eine sichere Entbindung wartet, ein Kind mit Krampfanfällen, das dringend Hilfe braucht, ein Mann, der nach einem Unfall blutet, Familien, die von Verlust und Unsicherheit übermannt sind und Trost suchen, Arbeiter, die für ihren täglichen Lebensunterhalt auf sie angewiesen sind, und junge Menschen, die nach Orientierung durch ihr Vorbild suchen. Diese tägliche Realität spiegelt die Mahnung des Evangeliums wider: »Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.« (Mt 25,45) Diese engagierten Schwestern von Baba 1 können sich von diesen Gesichtern Christi nicht abwenden. Das Vertrauen, das die Dorfbewohner in sie setzen, wird sowohl zum Kreuz als auch zum Segen – eine konkrete Verfügbarkeit, die sie bei ihrer Ordensprofess versprochen haben. [...]
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