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| Kirche in der Welt |
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| Leo XIV. ruft Kirche in Botschaft zum Welttag der Armen zu Gewissenserforschung auf |
Digitale Welt grenzt Arme immer stärker aus |
Vatikanstadt. »Der Herr ist die Zuflucht des Armen« ist Leitwort des diesjährigen Welttages der Armen, der am 15. November begangen wird. In seiner Botschaft dazu, die am Sonntag, 14. Juni veröffentlicht wurde, ruft Papst Leo XIV. auch die Kirche zur Gewissenserforschung auf. Er lenkt unter anderem den Blick auf die Zunahme von Diskriminierung und Gleichgültigkeit durch digitale Medien und fordert ein Umdenken.
»Der Schrei der Armen nach Gerechtigkeit wird heute durch vielfältige, immer subtilere Techniken erstickt, bis all ihre Bemühungen, ihren Forderungen Gehör zu verschaffen, verstummen«, so der Papst in der Botschaft zum 10. Welttag der Armen. »Die digitale Welt radikalisiert die Vorurteile ihnen gegenüber und verstärkt den Schleier der Gleichgültigkeit, der ihre Anliegen verhüllt.« Die soziale Ungerechtigkeit, »die von einer vermessenen Verdorbenheit herrührt«, und die zunehmende Zahl armer Menschen begründet der Papst mit einem Verlust des Sinns für das Transzendente im Alltag. Dies sei keine theoretische Leugnung der Existenz Gottes mehr, sondern zeige sich darin, dass seine Güte und Barmherzigkeit bei den Bemühungen um persönliche und soziale Gerechtigkeit nicht berücksichtigt werden. Diese unselige Logik aus Egoismus, Ungerechtigkeit und Ausgrenzung marginalisiere und erniedrige nicht nur einzelne Menschen, sondern ganze Bevölkerungsgruppen.
In seiner Botschaft appelliert Leo XIV. an diejenigen, »die sich Christen nennen«, nicht gleichgültig zu bleiben gegenüber den vielen, die von der Gesellschaft übersehen werden. Sie sollten sich für die Armen und ihre Befreiung einsetzen. »Dann werden wir sehen, dass die Armen selbst zur Zuflucht für andere werden.« Es gelte, alles von unten her neu zu denken – in Demut und Geschwisterlichkeit, denn nur diese heilten eine von Überheblichkeit verwundete Welt. [...]
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