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| Papst würdigt »Villa Nazareth« |
Schmiede christlichen Denkens |
Vatikanstadt. Leo XIV. hat am Samstag, 30. Mai, die Gemeinschaft von Villa Nazareth, einer vor 80 Jahren von Kardinal Domenico Tardini (1888-1961) gegründeten Bildungseinrichtung in Rom, in Audienz empfangen. Dabei betonte er, dass junge Menschen nicht nur fachlich ausgebildet, sondern zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten geformt werden sollten, die das Gute fördern und die Werte des Evangeliums in Familie, Studium, Beruf und Gesellschaft leben.
Das Studentenkolleg entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, um begabten jungen Menschen aus benachteiligten Verhältnissen den Zugang zur höheren Bildung zu ermöglichen, und hat inzwischen mehr als 1.300 Studierende zum Abschluss begleitet. Eine Mission und Vision Kardinal Tardinis, die auch heute, 80 Jahre nach der Gründung, von großer Aktualität sei, so der Papst in seiner Ansprache. Denn eine dauerhafte Friedensordnung könne nur entstehen, wenn junge Menschen zu Führungspersönlichkeiten im Dienst am Gemeinwohl heranwüchsen.
Besonders hob Leo XIV. die Aufgabe hervor, Villa Nazareth zu einem »Zentrum und einer Schmiede christlichen Denkens« zu machen. Menschen verschiedener Generationen und Lebensbereiche sollten dort ihre geistigen, moralischen und materiellen Kräfte bündeln, um eine Kultur zu fördern, die vom Evangelium inspiriert sei. Zugleich warnte der Papst vor Individualismus und Machtstreben. Statt neue »Türme von Babel« zu errichten, gelte es, eine Gesellschaft aufzubauen, die auf Liebe, Geschwisterlichkeit und echter Gemeinschaft beruhe.
Abschließend erinnerte der Papst an die Worte seiner Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. und unterstrich, dass junge Menschen heute zwar über enorme Bildungs- und Informationsmöglichkeiten verfügten, zugleich aber Orientierung benötigten. Sie bräuchten »Licht und Führung«, um eine Einheit zwischen Verstand und Geist, zwischen Glauben, Studium, Beruf und persönlichem Leben zu finden. Dies sei eine der wichtigsten Aufgaben der christlichen Bildung in der heutigen Zeit. [...]
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Papst Leo XIV.
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