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Apostolische Reise
nach Spanien 2026

Apostolische Reise nach Spanien
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Spanien


Schätze in der
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Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

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Kultur
Auf den Spuren Jesu im Heiligen Land – Magdala am Westufer des Sees Gennesaret

Die Stadt der »Apostelin der Apostel«

Die Stadt der »Apostelin der Apostel«
Blick vom Berg Arbel auf das antike Magdala (heute Migdal) und den See Gennesaret. Magdala war zur Zeit Jesu eine wichtige Stadt am Westufer des Sees.
Von P. Francesco Patton OFM,
ehemaliger Kustos des Heiligen Landes

»Die ersten Strahlen des Morgenrots fielen auf die befestigte Stadt Magdala. Sie erstrahlte vor den erschöpften Jüngern in ihrer ganzen Pracht. Der See Genezaret glitzerte wie ein Spiegel in der aufgehenden Sonne. Auf der anderen Seite des Sees ragten die Berge der Golanhöhen empor. Jesus schlug vor, kurz auszuruhen, und zwar dort, wo gerade eine neue Synagoge eröffnet worden war, denn er wollte die Frohe Botschaft vom Reich Gottes verkünden. Um keinen Anstoß bei den Jüngern zu erwecken, hatte er es vermieden, den Weg über Tiberias zu nehmen, die von den Römern erst kürzlich über einem ehemaligen jüdischen Friedhof errichtete Stadt.« Mit diesen Worten beschrieb der angesehene Bibelwissenschaftler P. Frédéric Manns OFM in einem im Mai 2021 veröffentlichten Artikel für die italienische Tagesausgabe des Osservatore Romano die Stadt Magdala. Der erste Artikel einer später als Buch veröffentlichten Reihe über Personen aus der Bibel war einer faszinierenden Frau gewidmet, die zur Zeit Jesu in dieser großen Stadt das Licht der Welt erblickt und gelebt hatte: Maria aus Magdala.

Pater Manns stellte sich vor, dass die Begegnung zwischen Jesus und Magdalena genau hier stattfand, an der Anlegestelle des Hafens, als das luxuriöse Boot dieser reichen, aber ruhelosen Frau das eindeutig gewöhnlichere, ärmlichere Boot der Apostel kreuzte. Dies geschah in der Zeit des »galiläischen Frühlings«, [ein Begriff der Theologen für die frühe und von großer Begeisterung getragene Phase des öffentlichen Wirkens Jesu in Galiläa]. Der Evangelist Lukas erzählt: Jesus »wanderte von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn und auch einige Frauen, die von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren« (Lk 8,1-2). Markus präzisiert am Ende seines Evangeliums (16,9), dass es Jesus war, der Maria Magdalena von sieben Dämonen befreit hatte, das heißt er hatte sie von schwerer Krankheit geheilt, die ihre ganze Person und die wichtigsten Aspekte ihres Lebens betraf. Sieben Dämonen: Das weist auf eine sehr schwere »Krankheit« hin, die Leib, Geist, Seele, Gewissen, Beziehungen, Lebensentscheidungen und Verhaltensweisen beeinträchtigt: Nicht ohne Grund zählt die christliche Tradition auch sieben Todsünden. Im Neuen Testament ist Maria Magdalena nach der Jungfrau Maria zweifellos die wichtigste weibliche Gestalt.

Ein archäologisch bedeutsamer Ort

Jeder Pilger, der heute in das wenige Kilometer von Kafarnaum, Tabga und Tiberias entfernte Magdala kommt, kann die außerordentliche Erfahrung machen, durch die Überreste einer Stadt zu gehen, an deren Hafen Jesus und sein Jünger vermutlich ihr Boot festmachten. Hier in Magdala betete Jesus in den Synagogen und predigte dort vielleicht auch. Hier wandelte er auf dem Cardo, eine der prächtigen Hauptstraßen, und unterhielt sich auf dem Forum. Die von den Franziskanerarchäologen des Studium Biblicum Franciscanum aus Jerusalem und anderen Teams durchgeführten Ausgrabungen brachten eine große Stadt ans Tageslicht. [...]
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