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aktuelle Doppelausgabe 1-2/2026
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| Ausstellung »1350. Das Jubiläum ohne Papst« in den Trajansmärkten |
Das Heilige Jahr 1350 – Rom in Zeiten von Krisen und Hoffnung |
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| Blick in die Ausstellungsräume. Zu sehen ist der vergoldete Bronzeglobus, früher angebracht auf dem vatikanischen Obelisken, der laut mittelalterlicher Legende die Asche von Julius Cäsar enthält. |
Von Christa Langen-Peduto
Das Heilige Jahr endete am 6. Januar, als Papst Leo XIV. in Sankt Peter auch die letzte Heilige Pforte der vier römischen Basiliken schloss. Doch ein anderes Jubeljahr geht weiter: »1350. Il giubileo senza papa« (»1350. Das Jubiläum ohne Papst«). Diese faszinierende Ausstellung ist noch bis 1. Februar in den Trajansmärkten, Via Quattro Novembre 94, mitten im römischen Zentrum zu bewundern. Sie ist historisch interessant, geschickt zusammengestellt mit Exponaten aus mehreren Jahrhunderten und zugleich in der großen Aula des Ziegelbaus aus dem zweiten Jahrhundert besonders pittoresk untergebracht. 60 Werke, darunter Statuen, Gemälde, Inschriften, Münzen, Siegel, Handschriften, Flachreliefs und historische Dokumente lassen das Rom des Mittelalters zwischen Frömmigkeit, Kunst, Politik und Gesellschaft neu entdecken. Etliche Werke sind erstmals ausgestellt .
Jubeljahr ohne Pontifex
Das Jubeljahr ohne Pontifex gab es tatsächlich, 50 Jahre nach dem zuerst ausgerufenen im Jahr 1300 veranstaltet. Der Papst regierte in Avignon in Frankreich, wie vor und nach ihm weitere sechs französische Kirchenoberhäupter. Erst 1377 endete diese »Avignon- Bosheit«, wie sie in der Ewigen Stadt genannt wurde. Der 1350 amtierende Papst Clemens VI. ließ das Jubeljahr in Rom zwar ausrufen, stattete ihm aber nicht einmal einen Kurzbesuch ab, sondern blieb im »Palast der Päpste« in Avignon zurück.
Zunächst gibt die Ausstellung einen kleinen Rückblick auf das erste Jubeljahr der Geschichte im Jahr 1300, ausgerufen von Papst Bonifatius VIII. Caetani. Seiner Familie gehörte das Castello delle Milizie hinter den Trajansmärkten, auch ein Grund, diese Schau dort zu organisieren. Ausgestellt sind Messgefäße für Öl und Wein mit seinem Papstwappen, in Reproduktion ein Rom-Plan in Löwenform, auch eine Inschrift aus der Gegend von Parma, die bezeugt, wie sehr damals die Aussicht auf den Generalablass im Heiligen Jahr viele Pilger angezogen hatte. Gleich nach dem Tod von Bonifatius begann 1309 die Avignon-Zeit der Päpste, in der Ausstellung auch dokumentiert mit einem Holzmodell des »Palastes der Päpste« in der französischen Stadt.
Im papstverwaisten Rom machte man sich derweil Gedanken, wie man den alten Ruhm zurückholen konnte. Eine Wirtschaftskrise herrschte, Fürstengeschlechter bekämpften sich, die Stadt war verwahrlost und das Volk lebte in Angst und Schrecken. Die Künstler arbeiteten dennoch emsig. Das zeigt etwa ein eindrucksvolles Fresko der Heiligsten Dreifaltigkeit aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, ursprünglich in einer Kirche im römischen Stadtviertel Monti zuhause. Es ist eine der ältesten Darstellungen dieses Themas. [...]
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