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Aus dem Vatikan
Pastoralbesuch in der Pfarrei »Sacro Cuore di Gesù« in der Via Marsala in Rom

Christus offenbart uns den neuen Menschen

Predigt von Papst Leo XIV. am 22. Februar
Christus offenbart uns den neuen Menschen
Im Rahmen seiner Pfarreibesuche im Bistum Rom hat Papst Leo XIV. am ersten Sonntag in der Fastenzeit die von den Salesianern betreute Pfarrei »Sacro Cuore di Gesù« direkt neben dem Bahnhof Termini besucht.
Liebe Brüder und Schwestern,

vor einigen Tagen haben wir mit dem Aschermittwoch den Weg der Fastenzeit begonnen. Die Fastenzeit ist eine intensive liturgische Zeit, die uns die Gelegenheit bietet, den Reichtum unserer Taufe wiederzuentdecken, um dank der Menschwerdung, des Todes und der Auferstehung Jesu als ganz und gar erneuerte Geschöpfe zu leben.

Die erste Lesung und das Evangelium, die wir gehört haben, stehen im Dialog miteinander und helfen uns so, das Geschenk der Taufe als Gnade wiederzuentdecken, die unserer Freiheit begegnet. Die Erzählung aus der Genesis lenkt unseren Blick zurück auf unser Dasein als Geschöpfe, die nicht so sehr durch ein Verbot auf die Probe gestellt werden, wie oft angenommen wird, sondern vielmehr durch eine Möglichkeit: die Möglichkeit einer Beziehung. Der Mensch ist also frei, das Anderssein des Schöpfers anzuerkennen und anzunehmen, der seinerseits das Anderssein der Geschöpfe anerkennt und annimmt. Um diese Möglichkeit zu verhindern, suggeriert die Schlange die Versuchung, jeden Unterschied zwischen den Geschöpfen und dem Schöpfer auslöschen zu können, und verführt Mann und Frau mit der Illusion, wie Gott zu werden. Satan drängt sie, sich etwas anzueignen, das – so sagt er – Gott ihnen vorenthalten wolle, um sie für immer in einem Zustand der Unterdrückung zu halten. Dieses Bild aus der Genesis ist ein unübertroffenes Meisterwerk, das das Drama der Freiheit darstellt.

Das Evangelium scheint auf das alte Dilemma zu antworten: Kann ich mein Leben in Fülle verwirklichen, indem ich Ja sage zu Gott? Oder muss ich mich, um frei und glücklich zu sein, von ihm befreien?

Die Episode der Versuchungen Christi befasst sich im Grunde genommen mit dieser dramatischen Frage. Sie hilft uns, die echte Menschlichkeit Jesu zu sehen, der gemäß der Konzilskonstitution Gaudium et spes dem Menschen den Menschen selbst voll kund macht: »Tatsächlich klärt sich nur im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes das Geheimnis des Menschen wahrhaft auf« (GS 22). Wir sehen also den Sohn Gottes, der sich der List des alten Widersachers widersetzt und uns den neuen Menschen zeigt, den freien Menschen, die Offenbarung der Freiheit, die sich verwirklicht, indem sie Ja sagt zu Gott.

Diese neue Menschheit wird aus dem Taufbecken geboren. Und so sind wir gerade in dieser Fastenzeit aufgerufen, die Gnade der Taufe wiederzuentdecken, als Quelle des Lebens, die in uns wohnt und uns auf dynamische Weise begleitet, unter absoluter Achtung unserer Freiheit.

Zunächst einmal ist das Sakrament selbst dynamisch, denn was es spendet, erschöpft sich nicht innerhalb des Raumes und der Zeit des Ritus, sondern ist eine Gnade, die das ganze Leben durchgehen begleitet und unsere Nachfolge Christi stärkt. Die Taufe ist aber auch deshalb dynamisch, weil sie uns immer wieder auf den Weg sendet. Die Gnade ist wie eine innere Stimme, die uns dazu drängt, Jesus gleichförmig zu werden, indem sie unsere Freiheit befreit, damit sie in der Liebe zu Gott und zum Nächsten ihre Erfüllung findet. [...]
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