 |
aktuelle Doppelausgabe 40-41/2026
|
   |
        |
 |
|
|
Die Themen
des Osservatore Romano
|
Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.

Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.

Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.
|
 |
|
|
 |
Unsere neue Dienstleistung für Verlage, die Ihr Abogeschäft in gute Hände geben wollen.
|

mehr
Informationen
|
 |
|
| Bücher & mehr |
|
 |
|
| Aus dem Vatikan |
 |
| Generalaudienz auf dem Petersplatz am 23. September |
Wahrer Fortschritt im Geist der Liebe |
 |
| In seiner Katechese bei der Generalaudienz befasste sich der Papst erneut mit der Pastoralkonstitution »Gaudium et spes« des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), das unter anderem den technisch-wissenschaftlichen und sozialen Fortschritt im Verhältnis zum Glauben behandelt. |
Brüder und Schwestern, guten Tag und herzlich willkommen!
Wir setzen unseren Weg über die pastorale Konstitution Gaudium et spes des Zweiten Vatikanischen Ökumenischen Konzils fort und gelangen nun zum dritten Kapitel des ersten Hauptteils, das einen aussagekräftigen Titel hat: »Das menschliche Schaffen in der Welt«. Die grundlegende Frage lautet: Welchen Wert hat das menschliche Schaffen und somit der technische, gesellschaftliche, wissenschaftliche Fortschritt in der Welt? Wir erinnern uns, dass nicht einmal vier Jahre nach dem Abschluss des Konzils, in der Nacht vom 20. zum 21. Juli 1969, der Mensch zum ersten Mal den Fuß auf den Mond setzen würde.
Nach dem Bild Gottes erschaffen, ihm ähnlich, ist der Mensch Träger des Fortschritts. Mit der Freiheit und dem Verstand mehrt er das eigene Wissen und bringt so der ganzen Gesellschaft Fortschritt. Das ist leicht ersichtlich, wenn wir die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Abfolge der Generationen betrachten. Tatsächlich heißt es in dem Dokument, »dass sich der Mensch heute viele Güter, die er einst vor allem von höheren Mächten erwartete, durch seine eigene Tat beschafft« (Nr. 33).
Daher haben einige Denker den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt als etwas dargestellt, das die Beziehung zu Gott schwächt und ihn am Ende überflüssig erscheinen lässt, oder sogar als Widersacher des christlichen Glaubens. Und diese Auffassung hat dazu geführt, dass der heutige Mensch mit anderen Augen auf die Welt blickt als in früheren Zeiten. Ein solches Vorurteil kommt vor allem in jenem Teil der westlichen Kultur zum Ausdruck, der seinen Bezug zur christlichen Offenbarung verloren hat. In den nachchristlichen Humanismen werden der Mensch und Gott irrtümlich als Rivalen dargestellt: Um seine Kenntnisse, seine Freiheit und seinen Fortschritt durchzusetzen, müsse der Mensch sich von Gott emanzipieren. Wenn man die Beziehung zu Gott verneint, verliert man am Ende jedoch auch die Möglichkeit, den transzendenten Wert des Menschen zu bejahen. Es ist die »Tragödie des Humanismus ohne Gott«, die von einem wichtigen Theologen des Zweiten Vatikanischen Konzils, Henri de Lubac, gut beschrieben wurde.
Das Konzil möchte eine klare Antwort liefern. In Gaudium et spes heißt es: »Eines steht für die Glaubenden fest: das persönliche und gemeinsame menschliche Schaffen, dieses gewaltige Bemühen der Menschen im Lauf der Jahrhunderte, ihre Lebensbedingungen stets zu verbessern, entspricht als solches der Absicht Gottes« (Nr. 34). Weiter wird in der Konstitution betont: »Den Christen liegt es deshalb fern, zu glauben, dass die von des Menschen Geist und Kraft geschaffenen Werke einen Gegensatz zu Gottes Macht bilden oder dass das mit Vernunft begabte Geschöpf sozusagen als Rivale dem Schöpfer gegenübertrete. Im Gegenteil, sie sind überzeugt, dass die Siege der Menschheit ein Zeichen der Größe Gottes und die Frucht seines unergründlichen Ratschlusses sind« (ebd.). Im Grunde hat Gott in die Hände des Mannes und der Frau eine noch »in statu viae«, also im Werden, im Wachstum befindliche Schöpfung gelegt, auf dass sie sie durch ihr kluges Schaffen zur Vollendung führen. [...]
|
 |
| Lesen Sie mehr in der Printausgabe. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
Meditationen von Papst Franziskus bei den Frühmessen in Santa Marta 2013
|

Jetzt als eBook!
|
 |
|
|