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Apostolische Reise
nach Spanien 2026

Apostolische Reise nach Spanien
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Aus dem Vatikan
Heilige Messe im Heiligtum der Muttergottes vom Guten Rat in Genazzano bei Rom

In Maria findet das Heil ein Zuhause

Predigt von Papst Leo XIV. am 7. September
In Maria findet das Heil ein Zuhause
Am Vorabend des Festes Mariä Geburt hat Papst Leo XIV. das Heiligtum der Mutter vom Guten Rat in Genazzano besucht. In seiner Predigt bei der Feier der heiligen Messe sprach er über die Rolle Marias im Heilsplan, die Bedeutung der Demut im christlichen Glauben sowie den Auftrag zum Einsatz für den Frieden in Zeiten globaler Unsicherheiten.
Liebe Brüder und Schwestern,

wie ihr euch erinnert, habe ich bereits »in den ersten Tagen meines Pontifikats die Pflicht und einen tiefen Wunsch verspürt, nach Genazzano zu kommen, zum Heiligtum der Mutter vom Guten Rat, die mich während meines ganzen Lebens mit ihrer mütterlichen Gegenwart, mit ihrer Weisheit und mit dem Beispiel ihrer Liebe zu ihrem Sohn begleitet hat, der immer das Zentrum meines Glaubens ist« (Eintrag im Gästebuch des Heiligtums, 10. Mai 2025). Mit Freude bin ich wieder hier, um mit euch die Vigilfeier der Geburt Mariens zu begehen und dem Kind Maria das anzuvertrauen, was in dieser armen und zugleich großartigen Menschheit noch immer entsteht: zerbrechlich wie ein junger Spross und doch ein Zeichen der Treue Gottes. Ja, Maria ist die Morgenröte eines anderen Tages, unserer Welt, die endlich vom Bösen befreit ist. Und wir sind hier bei ihr, um den Altar versammelt, von dem aus das Heil zu uns kommt und uns verwandelt, uns zu Söhnen im Sohn werden lässt. Bitten wir sie um ihren Guten Rat, damit wir das Gotteswort aufnehmen, es in uns bewahren und es durch mutige und weise Entscheidungen, durch Entscheidungen zu echter Bekehrung, ans Licht bringen.

Liebe Schwestern und Brüder, an diesem Ort mit seiner alten augustinischen Tradition möchte ich die eben verkündeten biblischen Texte betrachten, mit Hilfe des heiligen Thomas von Villanova, eines Augustinerbruders und Bischofs, der sein Leben dem Dienst an den Armen widmete und tief in die Wahrheit des Glaubens eindrang. Er verstand das Paradox der Kleinheit und, so könnte man sagen, der marginalen Stellung Marias, die doch im Heilsplan Gottes ins Zentrum gestellt wurde. Fragen wir uns: Was konnte zur Zeit Joachims und Annas die Geburt eines Mädchens bedeuten? Der heilige Thomas von Villanova geht dieser Frage auf den Grund. Er schreibt: »Oft habe ich darüber nachgedacht und mich gefragt, warum die Evangelisten, die so ausführlich über den heiligen Johannes den Täufer und die Apostel berichtet haben, uns die Geschichte der Jungfrau Maria, die alle anderen mit ihrer Lebensgeschichte und ihrer persönlichen Größe überragt, so knapp erzählen. Warum, so frage ich mich, wird uns nicht geschildert, wie sie empfangen wurde, wie sie geboren und erzogen wurde, welche Gewohnheiten sie hatte, welche Tugenden sie schmückten, welche menschliche Beziehung sie zu ihrem Sohn pflegte, wie sie mit ihm umging, wie sie nach seiner Himmelfahrt mit den Aposteln lebte? All dies war wichtig, und die Gläubigen hätten es mit besonderer Hingabe gelesen; auch das einfache Volk hätte daran Gefallen gefunden. O ihr Evangelisten, ich wende mich an euch! Warum habt ihr uns durch euer Schweigen einer so großen Freude beraubt? Warum habt ihr so freudige, so erwartete, so angenehme Einzelheiten ausgelassen?« (Gesammelte Werke VII, 266,8). [...]
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