zur StartseiteZugang für Abonnenten
Startseite » Aktuelle Ausgabe 35/2026 » Aus dem Vatikan
Titelcover der aktuellen Ausgabe 35/2026 - klicken Sie für eine größere Ansicht


Apostolische Reise
nach Spanien 2026

Apostolische Reise nach Spanien
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Spanien


Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Der Cicero-Kommentar des
deutschen Humanisten
Joachim Camerarius
(R.G.Classici.IV.1523)



Die Themen
des Osservatore Romano


Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.



Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.



Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.



Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.


Links


Hier erhalten Sie weitergehende Informationen
zu unseren Partnerseiten.


Unsere neue Dienstleistung für Verlage, die Ihr Abogeschäft in gute Hände geben wollen.


aboservice

mehr
Informationen


Aus dem Vatikan
Generalaudienz im Petersdom am 19. August

Liturgischer Gesang als Symbol der kirchlichen Gemeinschaft

Liturgischer Gesang als Symbol der kirchlichen Gemeinschaft
Papst Leo XIV. hat die Bedeutung von Kirchenmusik hervorgehoben. Sakrale Musik sei Teil des liturgischen Geschehens und keine bloße Ausschmückung der Feier, sagte der Papst bei seiner Generalaudienz im Petersdom. Singen und Musizieren seien vielmehr ein Akt des Gebets.
Liebe Brüder und Schwestern!

Das sechste Kapitel der Konstitution Sacrosanctum Concilium (SC) des Zweiten Vatikanischen Konzils ist der Kirchenmusik gewidmet. Darin heißt es: »Die überlieferte Musik der Gesamtkirche stellt einen Reichtum von unschätzbarem Wert dar, ausgezeichnet unter allen übrigen künstlerischen Ausdrucksformen vor allem deshalb, weil sie als der mit dem Wort verbundene gottesdienstliche Gesang einen notwendigen und integrierenden Bestandteil der feierlichen Liturgie ausmacht« (SC 112). Und es erläutert: »So wird denn die Kirchenmusik um so heiliger sein, je enger sie mit der liturgischen Handlung verbunden ist, sei es, dass sie das Gebet inniger zum Ausdruck bringt oder die Einmütigkeit fördert, sei es, dass sie die heiligen Riten mit größerer Feierlichkeit umgibt« (ebd.).

Dienende Funktion der Musik

Wir finden hier den Kern der Konzilslehre, die die dienende Funktion der Musik in der Liturgie bestätigt und vertieft, die bereits vom heiligen Pius X. im Motu proprio Inter sollicitudines (22. November 1903) hervorgehoben worden war. Denn die Musik ist Teil des liturgischen Handelns und keine bloße Ausschmückung der Feier. Singen und Musizieren bedeutet in der Liturgie zu beten, indem man das eigene Herz mit dem der Schwestern und der Brüder und mit Gott in Einklang bringt, in der tätigen Teilnahme am gefeierten Geheimnis. Insbesondere die Musik bringt die gefühlsmäßige Dimension des Gebets zum Ausdruck, wie der heilige Augustinus sagt: »Cantare amantis est«, also »das Lied ist der Liebe Gesetz« (Sermo 336,1). Das ist sehr wichtig, weil es uns hilft, das Herz zu öffnen für Gottes Gnadenwirken und sich davon formen zu lassen.

Außerdem fördert der Gesang die Gemeinschaft. Durch die Symphonie der Stimmen trägt er zur Vereinigung der Herzen bei, überwindet die Unterschiede zwischen den Menschen und vereint alle im Lob Gottes. So wird er zur Epiphanie der Kirche, zum spürbaren Ausdruck der Gemeinschaft, die zu ihrem ureigenen Wesen gehört.

Aus der hohen theologischen Bedeutung des Kirchengesangs als fester Bestandteil des liturgischen Handelns ergeben sich einige Erfordernisse. Zunächst muss er jenseits aller Modeerscheinungen und besonderen Sensibilitäten der Urheber auf allen Ebenen der Feier angemessen sein. Außerdem muss die Form, besonders in ihrem melodischen Aspekt, gleichzeitig edel und einfach, von hoher musikalischer Qualität und leicht auszuführen sein, vor allem dann, wenn er von der ganzen Gemeinde gesungen werden soll (vgl. SC 121).

Aus demselben Grund sagt das Konzil, dass auch die Texte angemessen, tiefgehend und gleichzeitig leicht verständlich sowie in erster Linie von der Heiligen Schrift, den liturgischen Büchern und der geistlichen Überlieferung der Kirche inspiriert sein sollen. Darauf muss geachtet werden, damit die Dynamik, die in dem alten Prinzip »lex orandi lex credendi« – also das Gesetz des Gebets ist auch Gesetz des Glaubens – zum Ausdruck kommt, lebendig bleibt und wachsen kann. [...]
Lesen Sie mehr in der Printausgabe.

Zurück zur Startseite

Podcast »Lebe gut«


Podcast Lebe gut - Der Podcast mit Sinn für das Leben

Der Podcast zum Buch
Papst Leo XIV. – Ein erstes Porträt
Hören Sie doch mal rein!


Sonderausgaben
Spaziergänge durch Rom


Spaziergänge durch Rom - Teil 1 und Teil 2
Teil III
jetzt neu erschienen!


mehr Informationen zu diesen Sonderausgaben


Sonderausgabe
Die neuen Glaubenszeugen unter Papst Benedikt XVI.


Die neuen Glaubenszeugen unter Papst Benedikt XVI.
Teil 2 noch erhältlich!

mehr Informationen zu dieser Sonderausgabe


Meditationen von
Papst Franziskus
bei den Frühmessen
in Santa Marta 2013

Meditationen von Papst Franziskus bei den Frühmessen in Santa Marta 2013

Jetzt als eBook!


L’Osservatore Romano
Telefon: +49 (0) 711 44 06-139 · Fax: +49 (0) 711 44 06-138
Senefelderstraße 12 · D-73760 Ostfildern
Kontakt | AGB | Datenschutz | Impressum | Barrierefreiheit