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Die Themen
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Aus dem Vatikan
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Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.

Kultur
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| Aus dem Vatikan |
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| Ansprache von Papst Leo XIV. beim Angelusgebet am Sonntag, 14. Juni |
Lebendiges und wahres Wort für alle |
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| Nach dem Angelusgebet dankte der Papst dem König, der Kirche und der Bevölkerung Spaniens für den herzlichen Empfang während seiner einwöchigen Reise, die ihn nach Madrid, Barcelona und auf die Kanarischen Inseln geführt hatte. |
Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!
Das heutige Evangelium (Mt 9,36-10,8) bringt uns ein großes Geschenk, denn es bezieht alle, die es hören, in den Blick Jesu ein: Es ist eine Erzählung, die von der Aufmerksamkeit seines Blicks zeugt und uns zudem sagt, was der Herr sieht. Wir lesen nämlich, dass Christus, »als er die vielen Menschen sah, […] Mitleid [hatte] mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft« (V. 36). Zu unserem Bruder geworden, schaut der Sohn Gottes auf die Menschen, schaut auf die Menschheit: Er sieht die Unterdrückung, die sie zermürbt, und die Gewalt, die sie ihrer Kraft beraubt. Er sieht die Wunden der Kriege. Er sieht Gesichter, die zu Masken verkommen sind, Familien, die durch das Böse zerbrochen sind, und junge Menschen, die von falschen Idealen getäuscht werden. Jesus sieht und liebt. Er liebt und leidet für uns, mit uns: Sein Erbarmen drückt nicht nur brüderliche Nähe aus, sondern den Willen zur Erlösung.
Er kennt nämlich unser Herz und sorgt sich um es: Angesichts so vieler Menschen, die wie »Schafe, die keinen Hirten haben« (V. 36) sind, widmet sich Christus allen als guter Hirte und sendet als Herr der Ernte Arbeiter auf das Feld der Welt (vgl. V. 38). Welche Arbeit sollen sie verrichten? Den Leidenden Gottes Trost spenden: Nächstenliebe bringen, wo Elend herrscht, Hoffnung, wo Bedrängnis ist, Glauben, wo Misstrauen herrscht.
Das Evangelium nennt die Namen der ersten zwölf »Arbeiter«: Es sind Jünger, die zu Aposteln geworden sind, also Missionare und Prediger. Unter ihnen ist Simon, genannt Petrus, der Erste, und auch Judas Iskariot, der Letzte, um uns daran zu erinnern, dass man Jesus nachfolgen und ihn verraten kann, aber das Evangelium bleibt für alle lebendiges und wahres Wort. Die Frohe Botschaft, die über die Jahrhunderte hinweg weitergegeben wird, ist dieselbe, immer jung, frisch und befreiend: »Das Himmelreich ist nahe« (Mt 10,7)! Ja, es ist nahe, denn in Jesus Christus kommt Gott jedem Mann und jeder Frau, jedem Volk und jeder Nation nahe. Wenn dieses Evangelium verkündet und gelebt wird, bricht das Böse zusammen wie eine Krankheit, die zu Ende geht (vgl. V. 8), wie eine Nacht, die der Morgendämmerung weicht, wie der Tod, der vom Auferstandenen besiegt wurde.
So verwandelt der Blick Jesu die Wirklichkeit: Voller Liebe bringt sein Wirken ein neues Volk hervor, die Kirche, die berufen ist, die Sendung der Apostel fortzusetzen: »Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben« (V. 8). Ja, die Gabe Jesu ist ganz und gar gratis, denn ihr Wert übersteigt jedes Maß: Es ist unmöglich, sie zu verdienen oder »zu kaufen «. Diese Gnade ist der wunderschöne Name der Barmherzigkeit Gottes, die uns überall erreicht, um uns zu sich zu führen. »Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!« (Mt 9,38). [...]
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