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Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

Diese Woche

Ein Katalog der römischen Konsuln des Humanisten Johann Cuspinian (Mai.XI.C.IX.25, R.I.II.950)


Die Themen
des Osservatore Romano


Aus dem Vatikan
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Aus dem Vatikan
Generalaudienz auf dem Petersplatz am 3. Juni

Zeichen und Symbole der Liturgie

Zeichen und Symbole der Liturgie
Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz setzte der Papst seine Katechesereihe über die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils fort, wobei er auch in dieser Woche besonders auf die Konstitution »Sacrosanctum Concilium« über die heilige Liturgie einging.
Liebe Brüder und Schwestern!

Wir setzen die Katechesen über die Konzilskonstitution Sacrosanctum Concilium (SC) fort und wollen heute über einige grundlegende Elemente der heiligen Liturgie sprechen: über den Ritus, das Zeichen und das Symbol. 

Das Zweite Vatikanische Konzil hat sich die wertvolle Arbeit der Liturgischen Bewegung zunutze gemacht und uns geholfen, eine Wahrheit neu zu entdecken, die im Bewusstsein der alten Kirche und in der Lehre der Kirchenväter sehr lebendig war. Die Riten der christlichen Liturgie sind keine äußere Hülle des sakramentalen Geheimnisses, keine Ansammlung willkürlicher Zeremonien, sondern sie sind die kirchliche Vermittlung, durch die das göttliche Geschenk uns erreicht. Eben darum lädt das Konzil uns ein, das »mysterium fidei« zu verstehen, das in der Liturgie durch die Riten und die Gebete vergegenwärtigt wird (vgl. SC, 48).

Der Ritus gibt der liturgischen Handlung und durch sie unserem Leben Form und erzeugt in uns eine geistliche Sensibilität, die uns befähigt, die Gegenwart Gottes durch Jesus Christus zu kosten. Natürlich geschieht das nur dann, wenn wir der Liturgie nicht wie Außenstehende oder stumme Zuschauer beiwohnen (vgl. ebd.), sondern mit unserem ganzen Selbst – Leib, Geist und Herz – daran teilnehmen, im Gehorsam gegenüber dem Gebot des Herrn. Durch den heiligen Ritus werden wir so zum Hören des Wortes Gottes, zur Danksagung und zur Anbetung, zum geschwisterlichen Teilen und zur kirchlichen Gemeinschaft herangebildet. Wir entdecken, dass wir eine Gemeinde mit vielen Gesichtern sind, vom selben Glauben vereint.

Der Ritus nimmt uns in eine bestimmte Abfolge von Gesten und Gebeten hinein, die manchmal im Gegensatz zu unserer individuellen Neigung zur Spontaneität stehen kann. Ihre Logik ist es jedoch nicht, die Freiheit in Schemata zu pressen. Im Gegenteil: Durch den feierlichen Ernst seiner Rhythmen unterbricht der Ritus hektische Aktivitäten und führt uns zum Wesentlichen zurück. So entdecken wir eine andere Dimension des Handelns, die nicht von Berechnungen der Produktivität geleitet ist, und machen eine andere Erfahrung von Zeit und Raum. Im Ritus erfahren wir eine Logik der Unentgeltlichkeit; finden wir eine Pause, die das Herz regeneriert; erkennen wir, dass uns die göttliche Gnade vorausgeht; lernen wir, in einem Rhythmus zu leben, dem der Heilige Geist innewohnt.

Verwandelnde Dimension

Die Grammatik des Ritus ist von den Zeichen und Symbolen durchwoben, die der Liturgie zu eigen sind. Das Konzil sagt: »Durch sinnenfällige Zeichen wird in ihr die Heiligung des Menschen bezeichnet und in je eigener Weise bewirkt« (SC, 7).  [...]
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