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Aus dem Vatikan
Eucharistiefeier mit Priesterweihen im Petersdom

Es ist der Herr des Lebens, der uns ruft

Predigt von Papst Leo XIV. am 26. April
Es ist der Herr des Lebens, der uns ruft
Im Rahmen eines Gottesdienstes im Petersdom hat Papst Leo XIV. zehn Männer zu Priestern geweiht. In seiner Predigt rief er sie auf, die Türen der Kirche für alle Menschen zu öffnen. Die zehn Neupriester werden alle in der Diözese Rom tätig sein, der der Papst als Bischof vorsteht.
Liebe Brüder und Schwestern, 

mit diesen Worten wende ich mich insbesondere an diejenigen, die soeben vorgestellt worden sind und die Priesterweihe empfangen werden, an eure Familienangehörigen, an die Priester Roms, von denen sich viele an ihre eigene Priesterweihe an diesem vierten Ostersonntag erinnern, sowie an euch alle, die ihr hier anwesend seid!

Dies ist ein Sonntag voller Leben! Auch wenn uns der Tod umgibt, erfüllt sich bereits die Verheißung Jesu: »Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben« (Joh 10,10). In der Bereitschaft der jungen Männer, um deren Priesterweihe die Kirche heute bittet, erkennen wir ein hohes Maß an Großherzigkeit und Begeisterung. Wenn wir uns so zahlreich und vielfältig um den einzigen Meister versammeln, spüren wir eine Kraft, die uns erneuert. Es ist der Heilige Geist, der Menschen und Berufungen in Freiheit verbindet, damit niemand mehr für sich selbst lebt. Der Sonntag – jeder Sonntag – ruft uns aus dem »Grab« der Isolation und der Verschlossenheit heraus, damit wir uns im Garten der Gemeinschaft begegnen, dessen Hüter der Auferstandene ist.

Der Dienst des Priesters, über den uns die Berufung dieser Brüder zum Nachdenken einlädt, ist ein Dienst der Gemeinschaft. Das »Leben in Fülle« kommt zwar in der ganz persönlichen Begegnung mit der Person des Sohnes zu uns, doch es öffnet uns sogleich die Augen für ein Volk von Brüdern und Schwestern, die bereits die »Macht, Kinder Gottes zu werden« (Joh 1,12) erfahren oder noch auf der Suche danach sind. Hierin liegt ein erstes Geheimnis im Leben des Priesters. Liebe Weihekandidaten, je tiefer eure Verbindung zu Christus ist, desto grundlegender ist eure Zugehörigkeit zur gemeinsamen Menschheit. Es gibt keinen Gegensatz und keinen Wettstreit zwischen Himmel und Erde: In Jesus sind sie für immer miteinander verbunden. Dieses lebendige und dynamische Geheimnis bindet das Herz an eine unauflösliche Liebe: Es bindet und erfüllt es.

Gewiss, so wie die Liebe der Eheleute muss auch die Liebe, die die Ehelosigkeit um des Reiches Gottes willen eingibt, bewahrt und immer wieder erneuert werden, denn jede wahre Zuneigung reift und wird mit der Zeit fruchtbar. Ihr seid zu einer besonderen, feinen, schwierigen Art zu lieben und, mehr noch, euch in Freiheit lieben zu lassen, berufen. Eine Art, die euch nicht nur zu guten Priestern, sondern auch zu ehrlichen, hilfsbereiten Bürgern, zu Friedensstiftern und zu Förderern der sozialen Freundschaft machen kann.

In diesem Zusammenhang fällt im soeben verkündeten Evangelium (Joh 10,1-10) der Hinweis Jesu auf Gestalten und Gesten der Aggression auf: Zwischen ihn und diejenigen, die er liebt, drängen sich nämlich Fremde, Diebe und Räuber, die Grenzen überschreiten, die, wie Jesus sagt, nur kommen, »um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten« (V. 10) und vor allem haben sie eine andere Stimme als er, eine unerkennbare (vgl. V. 5). In den Worten des Herrn liegt großer Realismus: Er kennt die Grausamkeit der Welt, in der er mit uns wandelt. Mit seinen Worten erinnert er an Formen körperlicher, vor allem aber geistlicher Aggression. Dies hält ihn jedoch nicht davon ab, sein Leben hinzugeben. Die Anklage wird nicht zur Resignation, die Gefahr veranlasst nicht zur Flucht. Hier liegt ein zweites Geheimnis für das Leben des Priesters: Die Realität darf uns keine Angst machen. Es ist der Herr des Lebens, der uns ruft. Der Dienst, der euch anvertraut ist, meine Lieben, möge den Frieden dessen vermitteln, der auch inmitten von Gefahren weiß, warum er sicher ist. [...]
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