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Apostolische Reise
nach Kolumbien
2017

Apostolische Reise nach Kolumbien 2017
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Apostolische Reise nach Deutschland
Pressekonferenz mit Papst Benedikt XVI. auf dem Flug nach Deutschland
Wir brauchen die Gegenwart Gottes in unserer Zeit
 
Auf dem Flug von Rom nach Berlin beantwortete Papst Benedikt XVI. Fragen der 68 mitreisenden Journalisten aus der ganzen Welt. Die Fragen wurden vom Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls, P. Federico Lombardi SJ, ausgewählt:

Pater Lombardi: Heiliger Vater, herzlich willkommen unter uns. Wir sind die gewohnte Gruppe von Journalisten, die Sie begleiten und sich darauf vorbereiten, Ihrer Reise ein Echo in der weltweiten Presse zu verleihen. Wir sind Ihnen sehr dankbar, daß Sie so schon zu Beginn Zeit für uns haben, um uns die Bedeutung dieser Reise gut verstehen zu helfen. Es handelt sich um eine besondere Reise, da es in Ihre Heimat geht und Sie in Ihrer Sprache sprechen werden. In Deutschland sind auf den verschiedenen Stationen der Reise circa 4000 Journalisten akkreditiert. Hier an Bord sind wir 68 Journalisten, von denen etwas mehr als zwanzig deutscher Sprache sind. Ich lege Ihnen nun einige Fragen vor, und die erste stelle ich auf deutsch, so daß Sie für unsere deutschen Kollegen in deren und Ihrer Sprache antworten können.
Eure Heiligkeit, erlauben Sie uns zuerst eine sehr persönliche Frage. Wie deutsch fühlt sich Papst Benedikt XVI. noch? Und woran bemerkt er, wie sehr – oder zunehmend weniger – seine deutsche Herkunft eine Rolle spielt?

Papst Benedikt XVI.: Hölderlin hat gesagt: Am meisten vermag doch die Geburt. Und das spüre ich natürlich auch. Ich bin in Deutschland geboren, und die Wurzel kann nicht abgeschnitten werden und soll nicht abgeschnitten werden. Ich habe meine kulturelle Formung in Deutschland empfangen. Meine Sprache ist deutsch, und die Sprache ist die Weise, in der der Geist lebt und wirksam wird. Meine ganze kulturelle Formung ist dort geschehen. Wenn ich Theologie treibe, tue ich es aus der inneren Form heraus, die ich an den deutschen Universitäten gelernt habe; und leider muß ich gestehen, daß ich immer noch mehr deutsche als andere Bücher lese, so daß in meiner kulturellen Lebensgestalt dieses Deutschsein sehr stark ist.

Die Zugehörigkeit zu dieser eigenen Geschichte mit ihrer Größe und ihrer Schwere kann und soll nicht aufgehoben werden. Aber bei einem Christen kommt schon etwas anderes dazu. Er wird in der Taufe neugeboren, in ein neues Volk aus allen Völkern hinein, in ein Volk, das alle Völker und Kulturen umfaßt und in dem er nun wirklich ganz zu Hause ist, ohne seine natürliche Herkunft zu verlieren. Wenn man dann eine große Verantwortung – wie ich die oberste Verantwortung – in diesem neuen Volk übernimmt, ist klar, daß man immer tiefer in dieses hineinwächst. Die Wurzel wird zum Baum, der sich vielfältig erstreckt, und das Daheimsein in dieser großen Gemeinschaft eines Volkes aus allen Völkern, der katholischen Kirche, wird lebendiger und tiefer, prägt das ganze Dasein, ohne das Vorherige aufzuheben. So würde ich sagen: Es bleibt die Herkunft, es bleibt die kulturelle Gestalt, es bleibt natürlich auch die besondere Liebe und Verantwortung, aber eingebettet und ausgeweitet in die große Zugehörigkeit, in die Civitas Dei hinein, wie Augustinus sagen würde, das Volk aus allen Völkern, in dem wir alle Brüder und Schwestern sind.

Pater Lombardi: Vielen Dank, Heiliger Vater. Und jetzt fahren wir fort in Italienisch. Heiliger Vater, in den letzten Jahren gab es in Deutschland eine Zunahme der Kirchenaustritte, teilweise auch wegen des Mißbrauchs Minderjähriger durch Mitglieder des Klerus. Wie stehen Sie zu diesem Phänomen, und was würden Sie denen sagen, die die Kirche verlassen wollen?

Papst Benedikt XVI.: Unterscheiden wir vielleicht zunächst die besondere Begründung derer, die über diese Verbrechen empört sind, die in letzter Zeit aufgedeckt wurden. Ich kann verstehen, daß jemand im Licht solcher Informationen – vor allem wenn sie einem nahestehende Menschen betreffen – sagt: »Das ist nicht mehr meine Kirche. Die Kirche war für mich eine Kraft der Humanisierung und der Sittlichkeit. Wenn Vertreter der Kirche das Gegenteil tun, kann ich in dieser Kirche nicht mehr leben.« Das ist eine Sondersituation. Im allgemeinen sind die Gründe vielfältig, im Kontext der Säkularisierung unserer Gesellschaft. Und diese Austritte sind gewöhnlich der letzte Schritt eines langen Weges der Entfernung von der Kirche. In diesem Zusammenhang scheint es mir wichtig, sich zu fragen und zu überlegen: »Warum bin ich in der Kirche? Bin ich in der Kirche wie in einem Sportverein, einem Kulturverein usw., wo ich meine Interessen habe, und wenn diese nicht mehr berücksichtigt werden, dann trete ich aus; oder ist in der Kirche zu sein etwas Tieferes?« [...]

Lesen Sie die komplette Pressekonferenz in der Printausgabe.
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