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Die Themen
des Osservatore Romano |
Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.

Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.

Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.
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| Die Grußworte von |
Dr. Robert Zollitsch, Erzbischof der Diözese Freiburg, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz |
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Dr. Gebhard Fürst, Bischof von Rottenburg-Stuttgart |
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Kurt Koch,
Kurienkardinal |
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Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz |
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Alois Kothgasser, Erzbischof von Salzburg |
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| finden Sie hier. |
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| Herzlich willkommen beim L’Osservatore Romano |
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| Unsere aktuelle Ausgabe 4/2012 mit folgenden Themen: |
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| Aus dem Vatikan |
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| Generalaudienz in der »Aula Paolo VI« am 18. Januar |
Gemeinsam den Glauben bekennen |
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Liebe Brüder und Schwestern!
Heute beginnt die Gebetswoche für die Einheit der Christen, die seit über einem Jahrhundert jedes Jahr von Christen aller Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften gefeiert wird, um das außerordentliche Geschenk zu erbitten, für das Jesus, der Herr, selbst beim Letzten Abendmahl vor seinem Leiden gebetet hat: »Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast« (Joh 17,21). Der Brauch der Gebetswoche für die Einheit der Christen wurde 1908 von P. Paul Wattson eingeführt, dem Gründer einer anglikanischen Ordensgemeinschaft, die später in die katholische Kirche eingetreten ist. Die Initiative empfing den Segen des heiligen Papstes Pius X. und wurde dann von Papst Benedikt XV. gefördert, der durch das Breve Romanorum Pontificum vom 25. Februar 1916 ihre Feier in der ganzen katholischen Kirche ermutigte.
Geistliches Ereignis Die Gebetsoktav wurde in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Abbé Paul Couturier aus Lyon entwickelt und vervollkommnet. Er unterstützte das Gebet »für die Einheit der Kirche nach dem Willen Christi und mit den Mitteln, die er will«. In seinen letzten Schriften betrachtet Abbé Couturier diese Woche als ein Mittel, das es dem fürbittenden Gebet Christi ermöglicht, »in den ganzen christlichen Leib einzutreten und ihn zu durchdringen«; es muß wachsen und zu »einem gewaltigen einstimmigen Ruf des ganzen Gottesvolkes« werden, das Gott um dieses große Geschenk bittet. Und eben in der Gebetswoche für die Einheit der Christen findet der Impuls, den das Zweite Vatikanische Konzil der Suche nach der vollen Einheit aller Jünger Christi gegeben hat, jedes Jahr eine seiner wirksamsten Ausdrucksformen. Dieses geistliche Ereignis, das Christen aller Traditionen vereint, stärkt unser Bewußtsein um die Tatsache, daß die Einheit, nach der wir streben, nicht allein durch unsere Bemühungen erwirkt werden kann. Vielmehr wird sie ein von oben empfangenes Geschenk sein, um das wir stets beten müssen.
In jedem Jahr werden die Hilfsmittel für die Gebetswoche von einer ökumenischen Gruppe aus einer anderen Region der Welt vorbereitet. Ich möchte etwas zu diesem Punkt sagen. Dieses Jahr wurden die Texte von einer gemischten Gruppe von Vertretern der katholischen Kirche und des Polnischen Ökumenischen Rats vorgelegt, der verschiedene Kirchen und kirchliche Gemeinschaften des Landes umfaßt. Die Dokumentation wurde dann von einem Komitee über arbeitet, das aus Mitgliedern des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen sowie der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rats der Kirchen besteht.
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| Kirche in der Welt |
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| Die Beziehungen des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen zum Lutherischen Weltbund und zur Internationalen Alt-katholischen Bischofskonferenz der Utrechter Union |
| Das Ziel allen christlichen Strebens muß die Einheit der Kirche sein |
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Msgr. Matthias Türk
Päpstlicher Rat zur Förderung der Einheit der Christen
Wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass es für den Fortschritt in der Ökumene unerlässlich sei, den bisher erzielten Konsens und die Übereinstimmungen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen oder gar hinter diese zurückzufallen, gilt dies im Besonderen für ein weitgehend unbeachtetes kleines ökumenisches Jubiläum. Vor mehr als 15 Jahren veröffentlichte der selige Papst Johannes Paul II. am 25. Mai 1995 ein ökumenisches Grunddokument, die Enzyklika Ut unum sint, in der er unmissverständlich zum Ausdruck brachte, dass »sich die katholische Kirche unumkehrbar dazu verpflichtet hat, den Weg der Suche nach der Ökumene einzuschlagen und damit auf den Geist des Herrn zu hören, der uns lehrt, aufmerksam die ›Zeichen der Zeit‹ zu lesen « (Nr. 3). »Die katholische Kirche nimmt hoffnungsvoll die ökumenische Verpflichtung an als einen Imperativ des vom Glauben erleuchteten und von der Liebe geleiteten christlichen Gewissens « (Ut unum sint, 8). Weiter spricht der Papst vom »Wachsen der Gemeinschaft« der Christen und sieht diese als »die kostbare Frucht der Beziehungen der Christen untereinander und des von ihnen geführten theologischen Dialogs« (Ut unum sint, 49). Gerade der theologische Dialog, den der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen mit seinen ökumenischen Partnern weltweit führt, ist es, der dazu hilft, den Blick nicht nur auf das zu richten, was an trennenden Differenzen noch nicht überwunden werden konnte, sondern im Besonderen das zu sehen, was an Gemeinsamkeiten schon erreicht worden ist. Der folgende Überblick über die Aktivitäten des Päpstlichen Einheitsrates im vergangenen Jahr bringt die beachtlich gewachsene ökumenische Verbundenheit wieder auf vielfältige Weise zum Ausdruck.
Der lutherisch/katholische Dialog
Unter der Leitung des Präsidenten des Lutherischen Weltbundes, Bischof Munib A. Younan von der evangelisch-lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land, und Generalsekretär Pfr. Martin Junge traten im Juni 2011 die Mitglieder des neu gewählten Rates zur ersten Ratsversammlung des Lutherischen Weltbundes in Genf (Schweiz) mit ökumenischen Gästen zusammen und berieten unter dem Leitwort »Discerning our Common Journey« den neuen LWBStrategieplan 2012 bis 2017 mit dem Motto: »Die LWB-Gemeinschaft – Leidenschaftlich engagiert für die Kirche und die Welt«. |
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| Dokumentation |
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| Gottesdienst zur Eröffnung des Gerichtsjahres am Gerichtshof des Staates der Vatikanstadt |
| Mit Gottes Gnaden in jeder Einrichtung der Kirche beispielgebend sein |
| Predigt von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am 14. Januar |
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Liebe Brüder und Schwestern!
Ich danke Herrn Professor Giuseppe Dalla Torre von Herzen für seine Einladung an mich, aus Anlaß der Eröffnung des Gerichtsjahres am Gerichtshof des Staates der Vatikanstadt heute hier mit Ihnen die Eucharistie zu feiern. Gleichzeitig danke ich auch mit besonderer Zuneigung Seiner Exzellenz Erzbischof Giuseppe Bertello und beglückwünsche ihn dazu, daß der Heilige Vater ihn unter diejenigen aufgenommen hat, die ab dem nächsten Konsistorium dem Kardinalskollegium angehören werden. Ich begrüße Seine Exzellenz Bischof Giuseppe Sciacca und alle Anwesenden.
Wir feiern, wie es für diesen Anlaß sehr angebracht ist, die Votivmesse des Heiligen Geistes, indem wir auf jede unserer Tätigkeiten seinen ständigen und fürsorglichen Beistand herabrufen, auf daß wir jeden Tag mehr lernen, der Heiligen Kirche Gottes und dem Wohl unserer Brüder immer besser und wirksamer zu dienen. Der Heilige Geist, Spender jeder vollkommenen Gabe, unterstütze uns, damit – wie es das schöne liturgische Gebet sagt – »in uns nicht unser Streben vorherrsche«, sondern sein wohltuendes, notwendiges und bewährtes Wirken, das uns fähig macht, an jede Frage mit Geduld und Weisheit heranzugehen, damit wir gemäß unserer besonderen Aufgabe mit Redlichkeit und Wahrhaftigkeit urteilen können.
Wenn wir auf die biblischen Lesungen eingehen, die die heutige Liturgie vorlegt, möchte ich vor allem das hervorheben, woran uns das Erste Buch Samuel soeben erinnert hat: »Das ist der Mensch, von dem ich gesprochen habe; er wird mein Volk führen.« Mit diesen Worten spricht Gott in der ersten Lesung den Willen aus, sich unter den Israeliten einen Mann zu erwählen, der imstande ist, ihn zu vertreten und durch die Hand Samuels Saul als Führer Israels salben zu lassen. Diese Salbung wies gleichsam auf eine Art Verwandlung desjenigen hin, den Gott erwählt hatte, ließ ihn aber gleichzeitig weiterhin allen Grenzen und aller menschlichen moralischen Unbill unterworfen bleiben. Wie es Gott mit Saul, David und anderen Erwählten gemacht hat, so bedient er sich auch heutzutage menschlicher Werkzeuge, um seinen Willen kundzutun, um seine Pläne zu verwirklichen; und er hört im Laufe der Ereignisse und der Geschichte seines Volkes nicht auf, über diejenigen zu wachen, die er erwählt und heiligt.
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| Kultur |
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| Die Kreuzgänge berühmter Basiliken, Klöster und Abteien – Wege, auf denen man sich selbst finden kann (3) |
| Historische Exkursion in längst verflossene Zeiten |
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Der Kreuzgang von St. Johann im Lateran ist der größte der Ewigen Stadt. Der quadratische Grundriß des Hofes hat eine Seitenlänge von 36 Metern und entstand ungefähr zwischen 1224 und 1236. Im zweiten Teil des Artikels geht die Autorin auf Einzelheiten der Inschriften und des Schmuckes ein und behandelt auch einige der interessanten Fragmente aus vergangenen Jahrhunderten, die hier aufbewahrt werden.
NOBILIT(ate) DOCT(us) HAC VASSALLECTVS I(n) ARTE, CV(m) PATRE CEPIT OPVS Q(uo)D SOL(us) PERFICIT IP(s)E (Vassallectus, in diese vornehme Kunst eingeführt, begann dieses Werk mit seinem Vater und beendete es alleine). Diese Inschrift prangt etwa in der Mitte der Außenwand des Südflügels im Kreuzgang von St. Johann im Lateran. Sie nennt Vassalletto »junior « (dessen Vornamen wir nicht kennen) und seinen Vater als Urheber dieses mosaikgeschmückten architektonischen Meisterwerks. Auch unter dem Namen Bassallectus bekannt, waren diese »marmorari« zu Beginn des 13. Jahrhunderts neben der Familie der Cosmaten und einigen anderen in Rom tätig. Die genauen Lebensdaten sind nicht bekannt. Pietro Vassalletto (ca. 1160–1226/30), der in der Inschrift genannte »Vater«, war zwischen 1180 und 1225 tätig, sein Sohn stellte nach seinem Ableben das Werk fertig.
Insgesamt sind es 240 eigens für den Kreuzgang gearbeitete Marmorsäulen und Kapitelle. Schaut der Besucher genauer hin, fällt die Formenfülle sofort auf. Die Kapitelle sind wunderschön gearbeitet. Abgesehen von einigen wenigen mit anthropomorphen und zoomorphen Dekorationen haben die meisten mannigfaltige Blattmotive. Die Kapitelle des Ost- und Südflügels sind strenger als die des Nord- und Westteils, die weicher und fantasievoller gearbeitet sind. Letztere werden dem Sohn zugeschrieben, erstere dem Vater.
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