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Apostolische Reise nach Budapest und Slowakei 2021
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Eine lateinische
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Aus dem Vatikan
Moment der Reflexion zur Eröffnung der Synode

Der Protagonist der Synode ist der Heilige Geist

Ansprache von Papst Franziskus am 9. Oktober
Der Protagonist der Synode ist der Heilige Geist
Zu Beginn der Bischofssynode hat Papst Franziskus die Kirche zu Einheit, Mut und Engagement aufgerufen. Nach der Versammlung in der vatikanischen Synodenaula trafen sich die rund 260 internationalen Teilnehmer in nach Sprachen gegliederten Kleingruppen
Liebe Brüder und Schwestern,

danke, dass ihr hier seid zur Eröffnung der Synode. Von so vielen Wegen und Kirchen seid ihr gekommen; jeder von euch trägt in seinem Herzen Fragen und Hoffnungen, und ich bin sicher, dass der Geist uns führen und uns die Gnade geben wird, gemeinsam voranzuschreiten, einander zuzuhören und eine Unterscheidung in unserer Zeit zu beginnen, und mit den Problemen und Wünschen der Menschheit solidarisch zu werden. Ich betone, dass die Synode kein Parlament ist, dass die Synode keine Meinungsumfrage ist; die Synode ist ein kirchliches Ereignis und der Protagonist der Synode ist der Heilige Geist. Ohne den Heiligen Geist gibt es keine Synode.

Begehen wir diese Synode im Geiste jenes Gebetes, das Jesus für die Seinen an den Vater richtete: »Alle sollen eins sein« (Joh 17,21). Dazu sind wir gerufen: zur Einheit, zur Gemeinschaft, zur Geschwisterlichkeit, die entsteht, wenn wir uns von der einen Liebe Gottes umarmt fühlen. Das gilt unterschiedslos für alle, besonders für uns Hirten, wie der heilige Cyprian schrieb: »Diese Einheit müssen wir unerschütterlich festhalten und verteidigen, vor allem wir Bischöfe, die wir in der Kirche den Vorsitz haben, damit wir auch das Bischofsamt selbst als ein einziges und ungeteiltes erweisen« (De Ecclesiae Catholicae Unitate, 5). Lasst uns also als das eine Volk Gottes gemeinsam unterwegs sein, um die Erfahrung einer Kirche zu machen, die die Gabe der Einheit empfängt und lebt und sich der Stimme des Geistes öffnet.

Die Schlüsselworte der Synode sind drei: Gemeinschaft, Partizipation und Mission. Gemeinschaft und Mission sind theologische Ausdrücke, die das Geheimnis der Kirche bezeichnen und die es wert sind, dass man sie sich immer wieder ins Gedächtnis ruft. Das Zweite Vatikanische Konzil hat deutlich gemacht, dass die Gemeinschaft das Wesen der Kirche selbst zum Ausdruck bringt, und gleichzeitig bekräftigt, dass die Kirche die Sendung erhalten hat, »das Reich Christi und Gottes anzukündigen und in allen Völkern zu begründen. So stellt sie Keim und Anfang dieses Reiches auf Erden dar« (Lumen gentium, 5). Mit diesen beiden Worten betrachtet und imitiert die Kirche das Leben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die ad intra Geheimnis der Gemeinschaft und ad extra Ursprung der Mission ist. Nach einer Zeit lehrmäßigen, theologischen und pastoralen Nachdenkens, die die Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils kennzeichneten, wollte Paul VI. »die vom Konzil verkündeten Hauptlinien« in eben diesen beiden Worten – Gemeinschaft und Mission – zusammenfassen. Im Gedenken an die Eröffnung des Konzils sagte er, die Grundlinien seien »die Gemeinschaft, das heißt der Zusammenhalt und die innere Fülle in Gnade, Wahrheit und Zusammenarbeit […] und die Sendung, das heißt der apostolische Einsatz in der Welt von heute« (Angelus, 11. Oktober 1970), was etwas anderes ist als Proselytismus.

Zum Abschluss der Synode von 1985, zwanzig Jahre nach Abschluss des Konzils, wollte Johannes Paul II. noch einmal darauf hinweisen, dass das Wesen der Kirche die koinonia ist: Aus ihr ergibt sich die Sendung, Zeichen der innigen Vereinigung der Menschheitsfamilie mit Gott zu sein. Und er fügte hinzu: »Deshalb ist es angebracht, dass in der Kirche ordentliche und – falls erforderlich – auch außerordentliche Synoden abgehalten werden«, die, um Früchte zu bringen, gut vorbereitet sein müssen: »das heißt es wäre sinnvoll, wenn in den Ortskirchen die Vorbereitungsarbeiten unter Beteiligung aller erfolgten (Ansprache bei der Schlussversammlung der Zweiten Außerordentlichen Bischofssynode, 7. Dezember 1985). Hier erscheint also das dritte Wort: Partizipation. Die Begriffe Gemeinschaft und Mission laufen Gefahr, ein wenig abstrakt zu bleiben, wenn man nicht eine kirchliche Praxis pflegt, die in jedem Schritt des Weges und des Vorgehens zum Ausdruck bringt und die wirkliche Beteiligung eines jeden Einzelnen fördert. Ich möchte sagen, dass die Feier einer Synode immer schön und wichtig ist, aber sie ist erst dann wirklich fruchtbar, wenn sie zu einem lebendigen Ausdruck des Kircheseins wird, zu einem Handeln, das von echter Beteiligung geprägt ist.

Und das ist so, nicht aus Gründen des Stils, sondern des Glaubens. Die Teilnahme ergibt sich notwendig aus dem Glauben an die Taufe. Wie der Apostel Paulus sagt: »Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen« (1 Kor 12,13). Im Leib der Kirche nimmt alles hier seinen Ausgang – in der Taufe. Aus der Taufe, unserer Lebensquelle, leitet sich die gleiche Würde der Kinder Gottes ab, wenn auch in der Verschiedenheit der Ämter und Charismen. Deshalb sind alle aufgerufen, am Leben der Kirche und ihrer Sendung teilzunehmen. Wenn nicht das ganze Volk Gottes wirklich daran teilnimmt, besteht die Gefahr, dass die Rede von der Gemeinschaft nur eine fromme Absicht ist. Wir haben in diesem Bereich Fortschritte gemacht, aber es ist noch etwas mühsam, und wir können nicht umhin, das Unbehagen und das Leid vieler pastoraler Mitarbeiter, der partizipativen Organe in den Diözesen und Pfarreien, der Frauen, die oft noch am Rande stehen, zu registrieren. Die Teilnahme aller ist eine wesentliche kirchliche Verpflichtung! Aller Getauften. Das ist der Personalausweis: die Taufe. [...]
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