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Apostolische Reise
nach Bulgarien und Nordmazedonien 2019

Apostolische Reise nach Bulgarien und Nordmazedonien 2019
Lesen Sie hier die Ansprachen und Beiträge zur Reise nach Bulgarien und Nordmazedonien


Schätze in der
Vatikanischen Bibliothek

Schätze in der Vatikanischen Bibliothek

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Leon Battista Albertis
Autograph der Beschreibung
der Stadt Rom
(Chigi M VII 149)


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Aus dem Vatikan
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Aus dem Vatikan
Heilige Messe am Aschermittwoch in der Basilika Santa Sabina

Der Herr ist Ziel unserer irdischen Reise

Homilie von Papst Franziskus am 6. März
Papst Franziskus hat am Aschermittwoch die vierzigtägige Fastenzeit mit einem Gottesdienst auf dem römischen Aventin begonnen. Die liturgische Feier am Nachmittag begann traditionsgemäß mit einem Gebet und der Prozession von der Kirche des Benediktinergeneralats, Sant’Anselmo, zur nahe gelegenen Basilika Santa Sabina, die den Dominikanern anvertraut ist und in der Franziskus die heilige Messe feierte. Dabei legte der Heilige Vater den Gläubigen das Aschenkreuz auf und empfing es selbst aus den Händen von Kurienkardinal Jozef Tomko. In seiner Predigt rief Papst Franziskus dazu auf, sich »von der Illusion eines Lebens zu befreien, das dem Staub nachjagt«.
»Stoßt in das Horn, ordnet ein heiliges Fasten an« (Joël 2,15), so sagt der Prophet in der ersten Lesung. Die Fastenzeit beginnt mit einem schrillen Laut, dem Schall eines Horns, der den Ohren nicht schmeichelt, sondern ein Fasten ankündigt. Die Fastenzeit ist ein lautes Signal, unser Leben zu verlangsamen, das rastlos dahinzieht, aber oft nicht so recht weiß, wohin. Sie ist ein Aufruf zum Innehalten – ein »Halt an!« –, zur Besinnung auf das Wesentliche, zum Fasten, das sich all des Überflüssigen enthält, das ablenkt. Sie ist ein Wecker für die Seele.

Der Klang dieses Weckers wird begleitet von der Botschaft, die der Herr durch den Mund des Propheten aussendet, einer kurzen und gramerfüllten Botschaft: »Kehrt um zu mir« (V. 12). Umkehren. Wenn wir umkehren müssen, bedeutet das, dass wir anderswohin gegangen sind. Die Fastenzeit ist die Zeit, den Kurs des Lebens wiederzufinden. Denn auf dem Lebensweg kommt es wie auf jedem Weg darauf an, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn es jemand auf Reisen jedoch darum geht, die Landschaft anzuschauen oder sich mit Essen aufzuhalten, dann kommt er nicht weit. Jeder von uns kann sich fragen: suche ich auf meinem Lebensweg nach dem Kurs? Oder begnüge ich mich damit, in den Tag hinein zu leben, nur an mein Wohlergehen zu denken, einige Probleme zu lösen und ein wenig Spaß zu haben? Welches ist der rechte Kurs? Vielleicht das Streben nach Gesundheit, von der oft gesagt wird, sie sei das Wichtigste, obwohl sie früher oder später doch schwindet? Vielleicht Besitz und Wohlstand? Aber dafür sind wir nicht auf der Welt. Kehrt um zu mir, spricht der Herr. Zu mir. Der Herr ist das Ziel unserer irdischen Reise. Der Kurs muss auf ihn hin ausgerichtet werden.

Um den Kurs wiederzufinden, wird uns heute ein Zeichen gegeben: Asche auf das Haupt. Es ist ein Zeichen, das uns darüber nachdenken lässt, was in unseren Köpfen ist. Unsere Gedanken folgen oft vergänglichen Dingen, die kommen und gehen. Die leichte Ascheschicht auf unserem Haupt möchte uns taktvoll, aber ehrlich sagen: von vielen Dingen, die du im Sinn hast, hinter denen du jeden Tag herläufst und die dir Sorgen machen, wird nichts übrigbleiben. Wie sehr du dich auch anstrengst, du wirst keinen Reichtum aus diesem Leben mitnehmen. Die irdischen Dinge verschwinden wie Staub im Wind. Besitz ist etwas Vorläufiges, Macht vergeht, Erfolg schwindet.

Zurück zum Wesentlichen

Die heute vorherrschende Kultur des schönen Scheins, die den Menschen dazu verleitet, für vergängliche Dinge zu leben, ist eine große Täuschung. Denn sie ist wie eine Stichflamme: Sobald sie vorbei ist, bleibt nur noch Asche übrig. Die Fastenzeit ist dazu da, von der Illusion eines Lebens zu befreien, das dem Staub nachjagt. Fastenzeit bedeutet, wiederzuentdecken, dass wir für das Feuer geschaffen sind, das immer weiter brennt, nicht für die Asche, die sofort verglüht; für Gott sind wir geschaffen, nicht für die Welt; für die Ewigkeit des Himmels, nicht für den trügerischen Schein des Irdischen; zur Freiheit der Kinder Gottes, nicht zu einer Versklavung durch die Dinge. Wir können uns heute fragen: Auf welcher Seite stehe ich? Lebe ich für das Feuer oder für die Asche? [...]
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