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Apostolische Reise
nach Afrika 2026

Apostolische Reise nach Afrika
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Apostolische Reise nach Frankreich
Verabschiedung auf dem Flughafen von Tarbes-Lourdes
Die Zeit ist günstig für eine Rückkehr zu Gott
Ansprache von Papst Benedikt XVI. am 15. September
 
Papst Benedikt XVI. vor dem Betreten des Flugzeugs, das ihn wieder nach Rom zurückbringt.
Sehr geehrter Herr Premierminister,
liebe Kardinäle und Bischöfe,
zivile und politische Autoritäten,
sehr geehrte Damen und Herren!

In dem Augenblick, in dem ich – nicht ohne Bedauern – den Boden Frankreichs verlasse, bin ich Ihnen sehr dankbar dafür, daß Sie gekommen sind, um mich zu verabschieden. Sie bieten mir so die Gelegenheit, erneut zu bekräftigen, wie sehr diese Reise in Ihr Land mein Herz erfreut hat. Durch Sie, Herr Premierminister, grüße ich auch den Herrn Präsidenten der Republik und alle Mitglieder der Regierung, wie auch die zivilen und militärischen Autoritäten, die keine Mühen gescheut haben, um zu einem guten Verlauf dieser gnadenvollen Tage beizutragen. Es ist mir ein Anliegen, meinen Mitbrüdern im Bischofsamt, besonders Kardinal Vingt-Trois und Bischof Perrier, wie auch allen Mitgliedern und den Mitarbeitern der Französischen Bischofskonferenz meine aufrichtige Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Es tut gut, unter Brüdern zu sein. Ich danke auch den Bürgermeistern und den Stadträten von Paris und Lourdes. Nicht vergessen will ich die Ordnungskräfte und die unzähligen freiwilligen Helfer, die ihre Zeit und ihre Fähigkeiten zur Verfügung gestellt haben. Sie alle haben mit Hingabe und Eifer für ein gutes Gelingen meiner vier Tage in Ihrem Land gearbeitet. Herzlichen Dank!

Meine Reise ist wie ein Diptychon gewesen. Die erste Tafel stellt Paris dar, eine Stadt, die ich recht gut kenne und die der Ort vielfältiger bedeutender Begegnungen war. Ich habe die Gelegenheit gehabt, die Eucharistie auf der berühmten Esplanade des Invalides zu feiern. Dort habe ich ein Volk lebendiger Christen getroffen – stolz und stark in ihrem Glauben –, die ich anspornen wollte, weiterhin entschieden nach der Lehre Christi und seiner Kirche zu leben. Ich konnte auch die Vesper mit den Priestern, den Ordensleuten und den Seminaristen beten. Ich wollte sie in ihrer Berufung zum Dienst für Gott und an den Nächsten bestärken. Ich habe auch einen Moment, leider nur sehr kurz, aber wirklich intensiv, mit den Jugendlichen auf dem Vorplatz von Notre-Dame verbracht. Ihre Begeisterung und ihre Zuneigung haben mir Kraft gegeben. Wie könnte ich nicht an die wichtige Begegnung mit der Welt der Kultur im Institut de France und im Collège des Bernardins erinnern! Wie Sie wissen, betrachte ich die Kultur und ihre Vertreter als bevorzugte Vermittler im Dialog zwischen Glaube und Vernunft, zwischen Gott und dem Menschen.

Die zweite Tafel des Diptychons meiner Reise zeigt einen bedeutungsträchtigen Ort, der jeden Gläubigen anzieht und fasziniert. Lourdes ist wie ein Licht in der Dunkelheit, in der wir uns suchend zu Gott hintasten. Maria hat dort eine Tür zum Jenseits geöffnet, die uns zum Nachdenken anregt und uns anlockt. »Maria, porta caeli«. Ich habe mich in diesen drei Tagen in ihre Schule begeben. Der Papst hatte gleichsam die Pflicht, nach Lourdes zu kommen, um dort das 150jährige Jubiläum der Erscheinungen zu feiern. Vor der Grotte von Massabielle habe ich für Sie alle gebetet. Ich habe für die Kirche gebetet. Ich habe für Frankreich und für die Welt gebetet. Die beiden heiligen Messen, die ich in Lourdes gefeiert habe, erlaubten mir, mich mit den gläubigen Pilgern zu vereinen. Als einer von ihnen bin ich allen vier Etappen des Jubiläumsweges gefolgt und habe die Pfarrkirche, dann den »cachot« und die Grotte und schließlich die Kapelle des Hospizes besucht. Ich habe auch mit den Kranken und für die Kranken gebetet, die dort gesundheitliche Heilung und geistliche Hoffnung suchen. Gott wird sie nicht vergessen und ebenso wenig die Kirche. [...]

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