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Die Themen
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Aus dem Vatikan
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Kirche in der Welt
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| Apostolische Reise nach Benin |
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| Begegnung mit den Bischöfen Benins |
| Dem missionarischen Bewußtsein Kraft verleihen |
| Ansprache von Papst Benedikt XVI. in Cotonou am 19. November |
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Meine Herren Kardinäle,
lieber Herr Erzbischof Ganyé,
Präsident der Bischofskonferenz von Benin,
liebe Mitbrüder im bischöflichen Dienst!
Es ist mir eine große Freude, Euch alle gemeinsam an diesem Abend zu treffen, die Ihr die Hirten der katholischen Kirche in Benin seid. Ich danke dem Präsidenten Eurer Bischofskonferenz, Erzbischof Antoine Ganyé von Cotonou, für die brüderlichen Worte, die er soeben in Eurem Namen gesprochen hat. Mit Euch freue ich mich, dem Herrn in dem Moment danken zu können, da Ihr den 150. Jahrestag der Anfänge der Evangelisierung Eures Landes feiert. In der Tat geschah es am 18. April 1861, daß die ersten Missionare der Gesellschaft der Afrikamission in Ouidah an Land gingen und damit ein neues Kapitel der Verkündigung des Evangeliums in Westafrika begannen. Allen Missionaren, Bischöfen, Priestern, Ordensleuten, Laien – aus anderen Ländern stammend oder hier gebürtig –, die von damals bis heute einander gefolgt sind, ist die Kirche besonders dankbar. Sie haben großherzig ihr Leben hingegeben, manchmal auf heldenmütige Weise, damit die Liebe Gottes allen verkündet werde.
Die Feier dieses Jubiläums muß für Eure Gemeinden und für jedes ihrer Mitglieder der Anlaß zu einer tiefen geistlichen Erneuerung sein. Und Euch als Hirten des Volkes Gottes kommt es zu, deren Leitlinien im Licht des Wortes Gottes auszumachen. Das Jahr des Glaubens, das ich anläßlich des 50. Jahrestags der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils ausgerufen habe, wird sicher eine günstige Gelegenheit sein, die Gläubigen in die Lage zu versetzen, ihren Glauben an die Person des Retters der Menschen wiederzuentdecken und zu vertiefen. Eben darum, weil sie sich darauf eingelassen haben, Christus ins Zentrum ihres Lebens zu setzen, haben seit 150 Jahren Männer und Frauen in Eurem Land den Mut gehabt, alles hinzugeben für den Dienst am Evangelium. Heute muß diese selbe Grundorientierung ein zentraler Punkt im Leben der gesamten Kirche sein.
Es ist das gekreuzigte und glorreiche Antlitz Christi, das uns alle leiten muß, damit wir seine Liebe zur Welt bezeugen. Diese Haltung erfordert eine ständige Umkehr, um der prophetischen Dimension unserer Verkündigung neue Kraft zu verleihen. Denen, die die Aufgabe erhalten haben, das Volk Gottes zu leiten, obliegt es, sie wachzurufen und zu helfen, die Zeichen der Gegenwart Gottes im Innern der Menschen und der Geschehnisse zu erkennen. Würden doch alle Gläubigen die persönliche und gemeinschaftliche Begegnung mit Christus erfahren, um davon Kunde zu bringen! Diese Begegnung mit Christus muß fest verwurzelt sein im Aufnehmen und Betrachten des Wortes Gottes. Die Schrift muß wirklich einen zentralen Platz im Leben der Kirche und eines jeden Christen einnehmen. Ich ermuntere Euch also, ihre Wiederentdeckung zu einer Quelle ständiger Erneuerung zu machen, damit sie das alltägliche Leben der Gläubigen zu einer Einheit führt und immer mehr im Mittelpunkt aller kirchlichen Aktivitäten steht.
Dieses Wort Gottes darf die Kirche nicht für sich selber behalten, sie hat die Berufung, es der Welt zu verkünden. Dieses Jubiläumsjahr muß für die Kirche in Benin eine bevorzugte Gelegenheit sein, ihrem missionarischen Bewußtsein wieder Kraft zu verleihen. Der apostolische Eifer, der alle Gläubigen bewegen muß, rührt unmittelbar von der Taufe her, und sie können sich somit nicht ihrer Verantwortung entziehen, ihren Glauben an Christus und sein Evangelium überall, wo sie sich befinden, und in ihrem alltäglichen Leben zu bekennen. Was die Bischöfe und die Priester betrifft, so sind sie aufgerufen, dieses Bewußtsein in den Familien, den Pfarreien, den Gemeinschaften und den verschiedenen kirchlichen Bewegungen zu wecken.
[...]
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